Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Elefanten
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Die Elefanten (Elephantidae) sind eine Familie aus der Ordnung der RĂŒsseltiere. Die Familie stellt die grĂ¶ĂŸten gegenwĂ€rtig lebenden Landtiere und schließt außerdem die einzigen heute noch lebenden Vertreter der Ordnungsgruppe ein. Es werden drei rezente Arten unterschieden: der Afrikanische Elefant, der die weitgehend offenen Landschaften Afrikas sĂŒdlich der Sahara bewohnt, der ebenfalls in Afrika heimische, aber weitgehend auf tropische RegenwĂ€lder beschrĂ€nkte Waldelefant und der im sĂŒdlichen und sĂŒdöstlichen Asien vorkommende Asiatische Elefant, der eine Vielzahl von LandschaftsrĂ€umen nutzt. Alle Elefanten sind durch ihren RĂŒssel, ein muskulöses Organ, das aus der Verwachsung der Nase mit der Oberlippe hervorgegangen ist, und durch ihre aus den oberen SchneidezĂ€hnen gebildeten StoßzĂ€hne gekennzeichnet. Weitere auffĂ€llige Merkmale finden sich in dem massiven Körperbau mit sĂ€ulenförmigen Beinen und der grauen, wenig behaarten Haut.

Elefanten sind soziale Tiere, die in Familiengruppen aus weiblichen Individuen und deren Nachwuchs leben. Sie durchstreifen mehr oder weniger große AktionsrĂ€ume auf der Suche nach Nahrung. Die GrĂ¶ĂŸe der AktionsrĂ€ume und die Ausdehnung der Wanderungsbewegungen sind abhĂ€ngig von lokalen Gegebenheiten wie dem genutzten Landschaftsraum und dem daraus resultierenden Nahrungsangebot. MĂ€nnliche Tiere leben dagegen entweder einzelgĂ€ngerisch oder formieren sich in Junggesellengruppen. Die Kommunikation untereinander, sowohl innerhalb als auch zwischen den verschiedenen Familiengruppen, findet auf mehreren Wegen statt. Zu diesen gehören GerĂŒche, die ĂŒber Kot, Urin und DrĂŒsensekrete vermittelt werden, Tastkontakte unter anderem mit dem RĂŒssel, verschiedene Körpergesten und eine reichhaltige Lautgebung, bei der variable Grolllaute im niedrigen Frequenzbereich hervorzuheben sind.

Die Nahrung der Elefanten basiert auf Pflanzen, die mit dem RĂŒssel aufgenommen werden. In der Regel nutzen die Tiere sowohl harte Bestandteile wie GrĂ€ser als auch weichere wie BlĂ€tter und Zweige. Die genaue Zusammensetzung wird von der jahreszeitlichen VerfĂŒgbarkeit der einzelnen Pflanzen bestimmt. Ausgewachsene mĂ€nnliche Tiere kommen einmal jĂ€hrlich in die Musth, eine teils mehrmonatig andauernde Phase, die durch einen massiven Hormonanstieg gekennzeichnet wird. Als Resultat daraus kommt es nicht nur zu einer bestĂ€ndigen Sekretausscheidung, sondern auch zu einer erhöhten AggressivitĂ€t gegenĂŒber Geschlechtsgenossen. Die Musth ist Teil des Fortpflanzungsverhaltens. Der Sexualzyklus der weiblichen Tiere wĂ€hrt außerordentlich lang und ist ebenfalls durch auffĂ€llige Hormonanstiege markiert. Nach einer Tragzeit von fast zwei Jahren wird zumeist ein einziges Jungtier geboren, das in der Familiengruppe aufwĂ€chst. Junge weibliche Tiere verbleiben hier nach der Geschlechtsreife, junge mĂ€nnliche verlassen diese dann.

Die Stammesgeschichte der Elefanten reicht bis in das ausgehende MiozĂ€n vor rund 7 Millionen Jahren zurĂŒck. Sie begann in Afrika und ist Teil der letzten Entwicklungsphase der RĂŒsseltiere. Neben den heute bestehenden zwei Gattungen (Loxodonta fĂŒr die afrikanischen Elefanten und Elephas fĂŒr die asiatischen Vertreter) sind zusĂ€tzlich mehrere ausgestorbene Formen ĂŒberliefert. Die bekanntesten gehören zu den Gattungen Mammuthus (Mammute) und Palaeoloxodon. Diese erreichten auch Gebiete, die von den heutigen Arten nicht bewohnt werden, wozu etwa das westliche und nördliche Eurasien zĂ€hlt. Beide Regionen durchliefen im Verlauf des PleistozĂ€ns mehrere Vereisungsphasen, in deren Folge verschiedene kĂ€lteangepasste Elefantenarten entstanden, darunter das bekannte Wollhaarmammut. Einige Vertreter der Mammute erreichten auch als einzige Elefanten Nordamerika und begrĂŒndeten dort eine eigene Entwicklungslinie. Ein Großteil der Angehörigen dieser Gattungen starb im Übergang vom PleistozĂ€n zum HolozĂ€n vor etwa 10.000 Jahren aus, einige wenige verzwergte Inselformen ĂŒberlebten noch ein wenig lĂ€nger.

In der menschlichen Gesellschaftsentwicklung und Geschichte spielten Elefanten eine bedeutende Rolle. Sie wurden anfĂ€nglich als Nahrungsressource und Rohstoffquelle gejagt beziehungsweise genutzt, fanden bereits vor mehr als 30.000 Jahren Einzug in Kunst und Kultur und erlangten in spĂ€terer Zeit mit der Sesshaftwerdung und der Entstehung verschiedener Hochkulturen ebenfalls große Bedeutung. Einzig der Asiatische Elefant trat als gezĂ€hmtes Tier dauerhaft in den Dienst des Menschen. Er fungierte dabei zunĂ€chst als Last- und Arbeitstier, spĂ€ter wurde er in Kriegen eingesetzt und galt als Zeichen außerordentlicher GrĂ¶ĂŸe und Macht.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung des Afrikanischen und Asiatischen Elefanten datiert in das Jahr 1758. Beide Arten wurden zunĂ€chst einer einzigen Gattung zugewiesen, erst Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgte die generische Trennung der beiden Vertreter. Der Waldelefant ist erst seit dem Beginn der 2000er Jahre als eigenstĂ€ndige Art anerkannt. Die Familie der Elefanten wurde 1821 eingefĂŒhrt. Die BestĂ€nde der drei Arten gelten in unterschiedlichem Maße als gefĂ€hrdet.

Contents

‱ Merkmale
‱ Habitus
‱ Zytologie
‱ Systematik
‱ MiozĂ€n
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Merkmale

Habitus

Elefanten sind die grĂ¶ĂŸten noch lebenden Landtiere. Der kleinste rezente Vertreter, der Waldelefant (Loxodonta cyclotis), erreicht eine Körperhöhe von rund 2,1 m und ein Gewicht von etwa 2 t, die grĂ¶ĂŸte heutige Form, der Afrikanische Elefant (Loxodonta africana) wird bis zu 3,7 m hoch und wiegt dann rund 6,6 t.cite-ref-wittemyer-2011-1-0[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-0[2] Eines der grĂ¶ĂŸten wissenschaftlich vermessenen Exemplare, ein Tier aus Angola, besaß eine Schulterhöhe von 3,8 m und brachte vermutlich knapp 8 t auf die Waage.cite-ref-larramendi-2016-3-0[3]cite-ref-prothero-2013-4-0[4]cite-ref-prothero-et-al-2003-5-0[5]cite-ref-hinweis1-6-0[Anm 1] Zwischen diesen beiden Formen vermittelt der Asiatische Elefant (Elephas maximus) hinsichtlich KörpergrĂ¶ĂŸe und -gewicht. In ihrer stammesgeschichtlichen Vergangenheit zeigten die Elefanten eine deutlich höhere Variationsbreite. Die kleinsten Formen bilden einige inselbewohnende Zwergelefanten. Bei einigen dieser Elefanten war der Verzwergungseffekt so stark, dass sie nur zwischen 2 und 7 % der GrĂ¶ĂŸe der Ausgangsarten aufwiesen.cite-ref-athanassiou-et-al-2019-7-0[6] Hierzu zĂ€hlen unter anderem der Sizilianische Zwergelefant (Palaeoloxodon falconeri) oder das Kreta-Zwergmammut (Mammuthus creticus), die nur rund 1 m hoch wurden und zwischen 170 und 240 kg wogen.cite-ref-herridge-et-al-2012-8-0[7]cite-ref-palombo-et-al-2010-9-0[8] Die grĂ¶ĂŸten Elefanten finden sich mit Palaeoloxodon namadicus und Palaeoloxodon recki beziehungsweise mit dem Steppenmammut (Mammuthus trogontherii) und dem PrĂ€riemammut (Mammuthus columbi), deren Körperhöhe jeweils zwischen 4,2 und 4,5 m schwankte. Ihr Körpergewicht dĂŒrfte bei 12 bis 15 t gelegen haben.cite-ref-christiansen-2004-10-0[9]cite-ref-larramendi-2016-3-1[3] BezĂŒglich der GrĂ¶ĂŸe besteht bei den heutigen Arten ein markanter Geschlechtsdimorphismus mit deutlich grĂ¶ĂŸeren mĂ€nnlichen Tieren gegenĂŒber den weiblichen.cite-ref-wittemyer-2011-1-1[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-1[2]

Allgemein sind Elefanten massige Tiere mit einem großen und kurzen, dafĂŒr hohen Kopf auf kurzem Hals, sĂ€ulenförmigen Beinen und einem ĂŒber einen Meter langen Schwanz mit pinselartigem Ende. Das auffĂ€lligste Merkmal bildet der RĂŒssel, ein schlauchförmiger Muskelkörper, entstanden aus der mit der Oberlippe verwachsenen Nase. Die AusprĂ€gung des RĂŒssels bewirkt, dass die Maulöffnung bei den Elefanten verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig klein ist. Als weiteres Kennzeichen kommen die vor allem bei erwachsenen Tieren ausgebildeten oberen StoßzĂ€hne hinzu. Seitlich am Kopf setzen große, fĂ€cherartige Ohren an, die je nach Art unterschiedliche Ausmaße haben. Der Körper ist plump, die RĂŒckenlinie verlĂ€uft entweder gerade beziehungsweise gesattelt wie bei den afrikanischen Elefanten oder aufgewölbt wie beim Asiatischen. Bei ersteren liegt der höchste Körperpunkt an den Schultern, beim letzteren auf der Stirn. Das Fellkleid der Elefanten ist sehr spĂ€rlich ausgebildet, lĂ€ngere Haare treten zumeist am Kinn und an der RĂŒsselspitze sowie am Schwanzende auf. Die Haut ist grau gefĂ€rbt, weist aber hĂ€ufig pigmentfreie FlĂ€chen auf. Die eigentliche Hautfarbe kann durch Erd- und Staubbedeckung ĂŒbertĂŒncht sein.cite-ref-wittemyer-2011-1-2[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-2[2]

Die grĂ¶ĂŸeren Vorderbeine tragen rund 60 % des Körpergewichts. Vorder- und HinterfĂŒĂŸe enden in jeweils fĂŒnf Strahlen. Diese sind aber Ă€ußerlich nicht sichtbar, sondern in ein Polster eingebettet, das aus verschiedenen StrĂ€ngen und Lagen von faserigem Bindegewebe besteht, unterbrochen wiederum durch Kammern aus Fettgewebe. ZusĂ€tzlich enthĂ€lt es noch Kollagen, das Protein Reticulin und elastische Fasern. Das Polster durchsetzt den Fuß und fĂŒllt den Raum zwischen den einzelnen Knochen aus. Die Fußsohle besteht aus einer einheitlichen FlĂ€che, die vorn rundlich, hinten oval geformt ist. An der jeweiligen Vorderseite bestehen „nagel-“ oder „hufartige“ Strukturen, deren Zahl teilweise zur Artunterscheidung herangezogen wird (Afrikanischer Elefant vorn vier, hinten drei; Waldelefant vorn fĂŒnf, hinten vier; Asiatischer Elefant vorn fĂŒnf, hinten vier bis fĂŒnf), prinzipiell aber stark variabel ist. In der Regel sind die seitlichen NĂ€gel reduziert.cite-ref-weissengruber-et-al-2006-11-0[10]cite-ref-parker-et-al-2017-12-0[11] Die „Hufe“ Ă€hneln weitgehend den vergleichbaren Bildungen bei den Huftieren.cite-ref-benz-et-al-2009-13-0[12]cite-ref-weissengruber-et-al-2006-11-1[10]

SchÀdel- und Skelettmerkmale

SchÀdel

Der SchĂ€del der Elefanten ist groß gestaltet sowie hoch und kurz. Die SchĂ€deldecke am höchsten Punkt wölbt sich teilweise kuppelartig auf. Der kurze SchĂ€del entstand durch die Reduktion der Schnauzenpartie und die Vorverlagerung des Hinterhauptbeines; das Letztere fĂ€llt bei den heutigen Elefanten stark nach vorn ein. Die Kompression des SchĂ€dels im vorderen und hinteren Bereich bewirkt auch, dass der Schwerpunkt weit nach hinten verlagert ist. Ein herausragendes Merkmal stellen die großen, bienenwabenartig gestalteten, luftgefĂŒllten Kammern dar, die das Stirnbein, Scheitelbein, Nasenbein und den Zwischenkieferknochen durchsetzen. Dadurch kann die SchĂ€deldecke eine Dicke von bis zu 40 cm erreichen. Die Pneumatisierungen vergrĂ¶ĂŸern die OberflĂ€che des SchĂ€dels enorm und erweitern so die AnsatzflĂ€che fĂŒr die massive Kau- und Nackenmuskulatur. Gleichzeitig verringern sie das Gewicht des SchĂ€dels. Ein weiteres Kennzeichen ist das stark zurĂŒckgebildete Nasenbein, wodurch Platz fĂŒr die außerordentlich große Muskulatur des RĂŒssels entstand. Beide Merkmale finden sich bei zahlreichen RĂŒsseltierlinien. Durch die Reduktion des Nasenbeins ist der Zwischenkiefer auch direkt mit dem Stirnbein verbunden, was als generelles Merkmal der Tethytheria gilt. Bei den Elefanten rahmt der Zwischenkieferknochen die jeweilige Alveole der StoßzĂ€hne ein. Die Stoßzahnalveolen stehen eher senkrecht am SchĂ€del, wodurch die StoßzĂ€hne nach unten austreten, was ebenfalls dem kurzen SchĂ€del geschuldet ist. Dies bildet einen deutlichen Kontrast zu den meisten frĂŒheren RĂŒsseltierformen, deren StoßzahnfĂ€cher durch den langen SchĂ€del deutlicher horizontal orientiert sind. Als weitere elefantentypische Charakteristika können die hohe Lage der Nasenöffnung sowie die nach vorn orientierten Orbita herausgehoben werden. Die Stauchung des SchĂ€dels fĂŒhrte auch zu Änderungen an der SchĂ€delbasis. Hier sind die senkrechte Stellung der FlĂŒgelfortsĂ€tze des Keilbeins und der nach unten gedellte Gaumen zu nennen.cite-ref-maglio-1972-14-0[13]cite-ref-maglio-1972-14-1[13]cite-ref-shoshani-1998-15-0[14]cite-ref-todd-2010-16-0[15]

Der Unterkiefer der Elefanten ist kurz und hoch. Der horizontale Knochenkörper wirkt massiv, der aufsteigende Ast ist stark verbreitert. Aus der besonderen Form des Unterkiefers ergibt sich, dass der Kronenfortsatz, eine als Muskelansatzstelle dienende knöcherne VerlĂ€ngerung des aufsteigenden Astes, weit vorn lagert und etwa ĂŒber dem (Masse)-Schwerpunkt liegt. Gemeinsam mit dem Gelenkfortsatz ragt er weit auf, so dass sich die Gelenkverbindung mit dem SchĂ€del deutlich oberhalb der Kauebene befindet. Die Symphyse, welche die beiden UnterkieferhĂ€lften am vorderen Ende miteinander verbindet, zeigt sich ebenfalls kurz. GegenĂŒber ursprĂŒnglicheren Elefantenformen ist der Unterkiefer der heutigen Vertreter somit auffallend gestaltet. Bei ersteren war er noch deutlich gestreckter, besaß eine lange Symphyse, an der sich seitlich die ZahnfĂ€cher der UnterkieferstoßzĂ€hne anschlossen.cite-ref-maglio-1972-14-2[13]cite-ref-maglio-1972-14-3[13]cite-ref-shoshani-1998-15-1[14]cite-ref-todd-2010-16-1[15]

Zahlreiche der elefantentypischen Merkmale an SchĂ€del und Unterkiefer sind auf eine Umstrukturierung im Kauapparat zurĂŒckzufĂŒhren, welche die KĂŒrzungen in SchĂ€dellĂ€ngsrichtung hervorrief. Der Kauapparat ist auf horizontale Vor- und RĂŒckwĂ€rtsbewegungen spezialisiert. Andere frĂŒhere RĂŒsseltierlinien benutzten dagegen vor allem seitlich orientierte Mahlbewegungen.cite-ref-maglio-1972-14-4[13]cite-ref-maglio-1972-14-5[13]

StoßzĂ€hne

Elefanten besitzen zwei Arten von ZĂ€hnen: Die zu StoßzĂ€hnen gewandelten, hypertrophierten und wurzellosen mittleren SchneidezĂ€hne der oberen Zahnreihe (I2) und die BackenzĂ€hne. Ältere Formen wie Stegotetrabelodon besaßen noch StoßzĂ€hne im Unterkiefer, die sich aus den unteren inneren SchneidezĂ€hnen entwickelt hatten, im Verlauf der Stammesgeschichte aber durch KĂŒrzungen im Unterkiefer, vor allem im Bereich der Symphyse verlorengingen, ein Prozess, der in mehreren Linien innerhalb der RĂŒsseltiere nachvollzogen werden kann. Heutige Elefanten benutzen ihre StoßzĂ€hne ĂŒberwiegend zum Graben, zum Entrinden der BĂ€ume, zum Tragen schwerer Objekte sowie als Waffe gegen Konkurrenten beziehungsweise beim Imponiergehabe. Die StoßzĂ€hne wachsen permanent und das gesamte Leben lang. Sie können sowohl bei beiden Geschlechtern, etwa beim Afrikanischen Elefanten beziehungsweise bei den verschiedenen Mammuten, oder hauptsĂ€chlich bei mĂ€nnlichen Tieren, beispielsweise beim Asiatischen Elefanten, ausgebildet sein. In der Regel sind sie nach oben und außen gebogen oder spiralig geformt. Heutige Arten können StoßzĂ€hne von bis zu 345 cm LĂ€nge tragen, deren Gewicht mitunter 110 kg ĂŒberschreitet, wobei der Afrikanische Elefant durchschnittlich grĂ¶ĂŸere StoßzĂ€hne als der Asiatische Elefant hat.cite-ref-laursen-et-al-1978-17-0[16]cite-ref-shoshani-et-al-1982-18-0[17] Die lĂ€ngsten bekannten StoßzĂ€hne waren aber bei den verschiedenen Mammuten ausgebildet – Rekordmaße belaufen sich auf 490 cm LĂ€nge und rund 170 kg Gewicht, wobei einige Vertreter auch deutlich schwerere StoßzĂ€hne mit bis zu 230 kg ausbilden konnten.cite-ref-larramendi-2023-19-0[18] In der Regel steckt etwa ein Viertel der LĂ€nge der StoßzĂ€hne in den Alveolen.cite-ref-lister-1997-20-0[19] Jungtiere besitzen MilchstoßzĂ€hne, sogenannte „Hauer“ (tushes), die noch im ersten Lebensjahr ausfallen und durch die permanenten ZĂ€hne getauscht werden.cite-ref-pfeifer-et-al-2019-21-0[20]

Die StoßzĂ€hne, allgemein auch Elfenbein genannt, werden aus Carbonat-Hydroxylapatit-Kristallen gebildet (Hauptbestandteil Dahllit), die mit Kollagenfasern verbunden sind. Dabei tragen die Kristalle hauptsĂ€chlich zur HĂ€rte der StoßzĂ€hne bei, wĂ€hrend die Kollagenfasern fĂŒr die ElastizitĂ€t sorgen. Strukturell bestehen die StoßzĂ€hne aus drei Zonen. Den Hauptbestandteil bildet das Zahnbein, das der Knochensubstanz Ă€hnelt, aber stark mineralisiert und daher frei von Zellen ist. Es besitzt einen faserigen Aufbau und ist von zahlreichen, mit Kollagen gefĂŒllten KanĂ€lchen durchsetzt. Der mineralische Anteil betrĂ€gt rund 59 %, der organische etwa 33 %, der Rest entfĂ€llt auf Wasser.cite-ref-pfeifer-et-al-2019-21-1[20] UmhĂŒllt wird das Zahnbein von einer dĂŒnnen Schicht aus Zahnzement. Im Inneren dehnt sich die Pulpa aus, die hauptsĂ€chliche Wachstumszone. Das hier entstehende neue Zahnmaterial lagert sich in mehrfachen WachstumsschĂŒben ab, deren LĂ€nge zwischen wenigen Millimetern bis zu 35 cm variiert. Im Durchschnitt kann mit einer jĂ€hrlichen Zuwachsrate von etwa 17 cm gerechnet werden.cite-ref-shoshani-1998-15-2[14] Durch die WachstumsschĂŒbe setzt sich der Stoßzahn aus zahlreichen ĂŒbereinandergestĂŒlpten, konischen „HĂŒten“ zusammen. Im Querschnitt erscheinen diese Wachstumsphasen als ringartig mit den Ă€ltesten Zonen an der Außenseite und den jĂŒngsten im Innern, vergleichbar den Baumringen in umgekehrter Reihenfolge.cite-ref-banerjee-1994-22-0[21]cite-ref-banerjee-2004-23-0[22] FĂŒr die Bildung des Zahnbeins bedarf es großer Mengen an Calcium und Natrium, die beim Asiatischen Elefanten etwa tĂ€glich 60 g Calcium und 100 g Natrium betragen.cite-ref-pfeifer-et-al-2019-21-2[20] Zahnschmelz ist an den StoßzĂ€hnen der Elefanten in der Regel nicht ausgebildet, er findet sich lediglich an der Spitze, wird dort aber relativ schnell durch Nutzung der ZĂ€hne abgeschliffen. Im Gegensatz dazu weisen die MilchstoßzĂ€hne noch eine dĂŒnne Zahnschmelzschicht auf. Der fehlende Zahnschmelz unterscheidet die Elefanten von stammesgeschichtlich Ă€lteren RĂŒsseltierlinien.cite-ref-banerjee-1994-22-1[21]cite-ref-pfeifer-et-al-2019-21-3[20]

Das Zahnbein der StoßzĂ€hne besitzt eine auffĂ€llige komplexe Bildung, die als „Schreger-Linien“ bezeichnet werden und ausschließlich bei den Elefanten vorkommen. Es handelt sich dabei um abwechselnd hell und dunkel gefĂ€rbte Bereiche, die im Zahnquerschnitt ein Schachbrettmuster formen. Es setzt sich aus rhombischen, wechselnd hell oder dunkel gefĂ€rbten FlĂ€chen zusammen, die einerseits radial vom Ă€ußeren Zahnzement zur inneren Pulpa, andererseits tangential entlang des Zahnzements verlaufen. GrĂ¶ĂŸe und Form der FlĂ€chen variieren je nach Lage im Zahnquerschnitt mit kleineren Rhomben im Inneren, grĂ¶ĂŸeren außen und eher quadratischen Strukturen im zentralen Bereich. Die GrĂ¶ĂŸe der einzelnen FlĂ€chen reicht von 200 bis 800 ÎŒmÂČ. Durch die wechselnde Ausdehnung der FlĂ€chen entsteht im Zahnquerschnitt die optische Illusion eines Spiralmusters mit sich ĂŒberschneidenden Linien. Der Winkel, mit dem die Linien aufeinandertreffen, wird als „Schreger-Winkel“ bezeichnet und kann zur Artbestimmung herangezogen werden (Afrikanische Elefanten 118 (L. africana) bis 123 ° (L. cyclotis), Asiatischer Elefant 112 °, Wollhaarmammut 87 °, EuropĂ€ischer Waldelefant 130 °). In LĂ€ngsrichtung zum Stoßzahn zeigen sich die „Schreger-Linien“ als Bandmuster aus hellen und dunklen FlĂ€chen mit StĂ€rken von rund 500 ÎŒm. Der Ursprung des Musters wird kontrovers diskutiert. Einige Forscher sind der Ansicht, dass die „Schreger-Linien“ durch die Anordnung der Zahnbein-KanĂ€lchen entstehen, die wiederum ihren Ursprung in der Wanderung der Odontoblasten wĂ€hrend des Stoßzahnwachstums und der Zahnbeinbildung haben. Andere Autoren leiten das Muster aus der speziellen Orientierung der Kollagenfasern her.cite-ref-banerjee-2004-23-1[22]cite-ref-alberic-et-al-2017-24-0[23]cite-ref-alberic-et-al-2018-25-0[24]cite-ref-pfeifer-et-al-2019-21-4[20]

Hinteres Gebiss und Zahnwechsel

Kennzeichnendes Merkmal der hinteren ZĂ€hne ist ihr Aufbau aus einzelnen Lamellen, was entsprechend als lamellodont bezeichnet wird.cite-ref-paulut-et-al-2011-26-0[25] Die einzelnen Lamellen bestehen aus Zahnschmelz und sind in einer Matrix aus Zahnzement eingebettet. Je nach Art unterscheiden sich die ZĂ€hne in Anzahl und Verlauf der Schmelzlamellen, sie haben somit taxonomischen Wert. Ein unterscheidendes Kriterium ist dabei die Lamellenfrequenz, die sich aus der Anzahl der Schmelzlamellen auf je zehn Zentimeter ZahnlĂ€nge ergibt. Bewertungsgrundlage ist zumeist der dritte Mahlzahn, der am grĂ¶ĂŸten wird und dem zufolge die höchste Anzahl an Schmelzfalten aufweist. Er kann bis zu 5 kg wiegen und besitzt beim Afrikanischen Elefanten bis zu 13, beim Asiatischen bis zu 24 Schmelzlamellen. Das ausgestorbene Wollhaarmammut (Mammuthus primigenius) hatte als am stĂ€rksten spezialisierte Elefantenart BackenzĂ€hne mit bis zu 30 Schmelzlamellen. Generell nimmt die Anzahl der Schmelzlamellen innerhalb der einzelnen Entwicklungslinien (Gattung) der Elefanten zu. Dies geht einher mit einer AusdĂŒnnung des Zahnschmelzes, so dass stammesgeschichtlich jĂŒngere Formen gegenĂŒber Ă€lteren weitgehend schmalere und engerstehende Lamellen besitzen. Die Zunahme der Schmelzlamellen je Zahn reflektiert wiederum unmittelbar die wechselnden ErnĂ€hrungsweisen der Tiere. Um mit dem ausdĂŒnnenden Zahnschmelz den starken AbrasionskrĂ€ften beim Kauen zu widerstehen, formte dieser einerseits extrem enge Faltungen und Windungen aus, andererseits kam es auch zur Aufhöhung der Zahnkronen. Heutige Elefanten haben hochkronige (hypsodonte) BackenzĂ€hne (das heißt, die Zahnhöhe ĂŒbertrifft die Zahnbreite), ursprĂŒnglichere Formen wiesen demgegenĂŒber hĂ€ufig niederkronige (brachyodonte) ZĂ€hne auf.cite-ref-kahlke-1994-27-0[26]cite-ref-maglio-1972-14-6[13]cite-ref-maglio-1973-28-0[27]cite-ref-todd-2010b-29-0[28]

Zwischen den StoßzĂ€hnen und den BackenzĂ€hnen befindet sich ein zahnfreier Bereich, der allgemein als Diastema bezeichnet wird. Ein solches Diastema ist typisch fĂŒr das Gebiss pflanzenfressender SĂ€ugetiere. Über das ganze Leben hinweg betrachtet, verfĂŒgt ein Elefant ĂŒber sechs BackenzĂ€hne pro KieferhĂ€lfte: drei PrĂ€molaren (VormahlzĂ€hne dP2 bis dP4 beziehungsweise dp2 bis dp4) und drei Molaren (MahlzĂ€hne M1 bis M3 beziehungsweise m1 bis m3), wobei die PrĂ€molaren den MilchbackenzĂ€hnen entsprechen, die Molaren den auch bei anderen SĂ€ugetieren ĂŒblichen permanenten hinteren BackenzĂ€hnen. Es sind also insgesamt 24 BackenzĂ€hne ausgebildet. Die Zahnformel einschließlich der StoßzĂ€hne wird zumeist folgendermaßen angegeben: 1.0.3.3. 0.0.3.3. {\displaystyle {\frac {1.0.3.3.}{0.0.3.3.}}} .cite-ref-shoshani-1996-30-0[29] Allgemein hat das Gebiss ausgewachsener heutiger Elefanten demzufolge keine dauerhaften PrĂ€molaren mehr, bei einigen frĂŒhen Formen wie Stegotetrabelodon, Primelephas und bei ursprĂŒnglichen Vertretern der Gattung Loxodonta kam noch ein dauerhafter letzter PrĂ€molar vor. Dieser bei den urtĂŒmlicheren Elefanten ĂŒblicherweise kleine Zahn war wesentlich hĂ€ufiger bei Ă€lteren Linien der RĂŒsseltiere und ging im Laufe der Stammesgeschichte mehrfach unabhĂ€ngig voneinander verloren, meist im Zusammenhang mit der Reduktion der unteren StoßzĂ€hne und der damit verbundenen LĂ€ngenabnahme der Unterkiefersymphyse.cite-ref-sanders-2018-31-0[30]

Da die Kiefer der Elefanten relativ kurz und die BackenzĂ€hne vergleichsweise groß sind, trĂ€gt eine KieferhĂ€lfte immer nur eins bis drei BackenzĂ€hne gleichzeitig, wobei aber nur ein Teil durchgebrochen, also sichtbar ist. Die KauflĂ€che wird stets nur von dem Backenzahn oder den BackenzĂ€hnen gebildet, die sich nahe dem Diastema befinden (also im vorderen Bereich des Kiefers). Ausgewachsene Elefanten haben so maximal anderthalb BackenzĂ€hne je Kieferast gleichzeitig in Funktion.cite-ref-maglio-1972-14-7[13]cite-ref-maglio-1972-14-8[13]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-3[2] Beim Kauen beziehungsweise Zermahlen der relativ harten Pflanzennahrung nutzen sich die ZĂ€hne stark ab. Um zu gewĂ€hrleisten, dass die Mahlleistung stets gleich bleibt, wandert vom hinteren Ende des Kiefers kontinuierlich, wie auf einem sehr langsamen Fließband, „frisches“ Zahnmaterial zum Diastema hin. Diese Wanderung wird durch Resorption und Neuaufbau von Kieferknochensubstanz ermöglicht. Bei den stark abgenutzten Zahnteilen unmittelbar am Diastema wird die Wurzel resorbiert, sodass sie absterben, keinen Halt mehr im Kiefer haben und schließlich abbrechen.cite-ref-dumonceaux-2006-32-0[31] Nachdem die ersten drei BackenzĂ€hne des Jugendstadiums ausgefallen sind, erfolgt der vollstĂ€ndige Durchbruch des vierten im Alter von etwa 10 bis 14 Jahren, der des fĂŒnften mit 26 bis 27 Jahren und des sechsten und letzten mit 34 bis 37 Jahren (jeweils gerechnet auf das Lebensalter eines Afrikanischen Elefanten). Wenn ein Elefant noch zu Lebzeiten alle seine 24 BackenzĂ€hne verschlissen hat, muss er verhungern.cite-ref-shoshani-1996-30-1[29] Diese spezielle Form der Erneuerung von Zahnsubstanz wird horizontaler Zahnwechsel genannt und kommt heute fast ausnahmslos bei Elefanten vor. Sie hat sich innerhalb der RĂŒsseltiere schon stammesgeschichtlich sehr frĂŒh entwickelt und ist erstmals bei der Gattung Eritreum im Oberen OligozĂ€n vor rund 27 Millionen Jahren nachgewiesen.cite-ref-shoshani-et-al-2006-33-0[32]

Der horizontale Zahnwechsel fĂŒhrt zu zyklischen VerĂ€nderungen des Körpergewichts bei den Elefanten. Hervorgerufen wird dies durch das Nachschieben eines neuen Zahns, der dann als zusĂ€tzliche KauflĂ€che zur VerfĂŒgung steht. Dadurch kann ein Tier individuell mehr Nahrung aufnehmen oder intensiver zerkauen. Die Schwankungen des Körpergewichts betragen bis zu 300 kg, sie sind aber nur bei Zootieren mit regelmĂ€ĂŸiger und gleichmĂ€ĂŸiger Nahrungsversorgung feststellbar. Wildlebende Elefanten unterliegen einem jahreszeitlich sowohl qualitativ als auch quantitativ abweichendem Nahrungsangebot, wodurch dieser Effekt möglicherweise ĂŒberlagert wird.cite-ref-schiffmann-et-al-2019-34-0[33]

Körperskelett

Das Skelett der Elefanten besteht aus 320 bis 346 Einzelknochen. Bei einem untersuchten Asiatischen Elefanten wog es im frischen Zustand 374 kg und machte etwa 15 % der Körpermasse aus. Die WirbelsĂ€ule besteht aus 7 Hals-, 18 bis 21 Brust-, 3 bis 5 Lenden-, 3 bis 6 Kreuzbein- und 18 bis 34 Schwanzwirbeln. Die Anzahl der Wirbel und auch der Rippen (18 bis 21 Paare) variiert je nach Art.cite-ref-shoshani-1982-35-0[34]cite-ref-shoshani-1998-15-3[14] Den Langknochen fehlt die typische Markhöhle, stattdessen ist das Innere mit spongiösem Material gefĂŒllt. Gleiches gilt fĂŒr die Rippen. An den Vorderbeinen ist der Oberarmknochen Ă€ußerst krĂ€ftig gebaut, sein Gelenkkopf hebt sich nur undeutlich vom Schaft ab. Den Unterarm dominiert die Elle, die etwa fĂŒnfmal so schwer wie die Speiche wird. Beide Knochen sind nicht miteinander verwachsen. Das Becken wird durch die extrem große und weit ausladende Schaufel des Darmbeins geprĂ€gt. Der Oberschenkelknochen ist der lĂ€ngste Knochen des Skeletts. Er kann bei einem Afrikanischen Elefanten bis zu 127 cm lang werden, bei einzelnen ausgestorbenen Formen wie einigen Vertretern der Gattungen Mammuthus und Palaeoloxodon war er 140 bis 165 cm lang.cite-ref-christiansen-2004-10-1[9]cite-ref-larramendi-2016-3-2[3] Der Gelenkkopf ist typischerweise deutlich gerundet, ein dritter RollhĂŒgel (Trochanter tertius) fehlt und ist nur als schwacher Punkt unterhalb des großen RollhĂŒgels (Trochanter major) am vorderen oberen Schaft ausgebildet. Das Kniegelenk zeigt eine erweiterte Ruheposition, sodass beim Stehen der Winkel zwischen Oberschenkel und Schienbein fast 180 ° betrĂ€gt. Dies ist fĂŒr vierfĂŒĂŸige Landwirbeltiere ungewöhnlich und nur beim zweibeinigen Menschen anzutreffen. Das Oberschenkelgelenk der Elefanten zeigt große Ähnlichkeit mit dem des Menschen. Die Menisken sind sehr schmal und dĂŒnn und das Kreuzbandsystem ist ebenfalls vorhanden. Die Bewegungsmuster der gewichtstragenden hinteren Gliedmaßen erinnern ebenfalls mehr an den Menschen als an cursoriale (schnelllĂ€ufige) Landwirbeltiere. Die Hauptbewegung des Kniegelenks ist eine Extension-Flexion mit einem Aktionsradius von 142 °. Im fortgeschrittenen Alter sind die Kniegelenke anfĂ€llig fĂŒr Arthrose.cite-ref-weissengruber-et-al-2006b-36-0[35] Wie am Unterarm sind am Unterschenkel Schien- und Wadenbein nicht fusioniert.cite-ref-smuts-et-al-1993-37-0[36]cite-ref-smuts-et-al-1994-38-0[37]

Die Vorder- und Hinterfußknochen ordnen sich als Bogen an, die Knochen stehen weitgehend vertikal. Dies ist als Anpassung an das extreme Gewicht der Tiere zu betrachten, da dadurch der Widerstand im Bereich des Knöchels beim Laufen vermindert wird. Demnach können die Elefanten aus anatomischer Sicht als ZehenspitzengĂ€nger betrachtet werden. Funktional stellen sie SohlengĂ€nger dar, da sich zum Ausgleich fĂŒr das hohe Gewicht, das auf den Zehenspitzen lastet, das bereits erwĂ€hnte Fußpolster mit der durchgehenden Sohle entwickelt hat. Typisch fĂŒr die Tethytheria sind sowohl die Hand- als auch die Fußwurzelknochen seriell angeordnet, das heißt, die einzelnen Knochen liegen in Reihe hintereinander und nicht wechselseitig zueinander. Dieser Aufbau wird als taxeopod bezeichnet, ein Merkmal, das die RĂŒsseltiere allgemein mit den Schliefern und den SeekĂŒhen teilen.cite-ref-court-1994-39-0[38] Am Vorderfuß tragen nur die drei mittleren Strahlen (II bis IV) je drei Fingerglieder, der innere (I) besitzt jeweils eines, der Ă€ußere (V) zwei. Von den fĂŒnf vorhandenen Strahlen am Hinterfuß weisen der zweite bis fĂŒnfte jeweils Zehenglieder auf, der innerste Strahl besteht nur aus dem Mittelfußknochen. Drei Zehenglieder kommen allerdings nur am dritten und vierten Strahl vor, ansonsten sind es zwei. Generell ist die AusprĂ€gung der Phalangenanzahl sehr variabel bei den heutigen Elefanten.cite-ref-regmault-et-al-2017b-40-0[39] Die Phalangen sind meist kurz und breit, ihre GrĂ¶ĂŸe nimmt von der ersten zur dritten rapide ab. Die Ă€ußerst kleine Endphalanx, sofern vorhanden, artikuliert in der Regel nicht direkt mit der mittleren. Zur UnterstĂŒtzung hat sich bei den Elefanten zu den fĂŒnf regulĂ€ren Strahlen ein sechster ausgebildet, der seitlich an der Innenseite liegt und dem Daumen beziehungsweise dem großen Zeh vorangeht. Er wird entsprechend an den VorderfĂŒĂŸen als PrĂ€pollex („Vordaumen“) und am Hinterfuß als PrĂ€hallux („Vorzehe“) bezeichnet. Beide Strukturen entstehen in der Individualentwicklung aus knorpeligen Sesambeinen und verknöchern mit der Zeit. Die Bildung kann mit der Umstrukturierung des Vorder- und Hinterfußes im Laufe der Stammesgeschichte der RĂŒsseltiere in Verbindung gebracht werden, als sich der Zehenspitzengang aus dem Sohlengang der urtĂŒmlicheren VorlĂ€ufer heraus entwickelte.cite-ref-smuts-et-al-1993-37-1[36]cite-ref-smuts-et-al-1994-38-1[37]cite-ref-weissengruber-et-al-2006-11-2[10]cite-ref-hutchinson-et-al-2011-41-0[40]

Weichteile und innere Organe

RĂŒssel

Der RĂŒssel gehört zu den auffĂ€lligsten anatomischen Merkmalen der Elefanten. Er stellt eine Verwachsung der Nase mit der Oberlippe dar, welche bereits im Fötalalter miteinander verschmelzen.cite-ref-fischer-1987-42-0[41]cite-ref-fischer-et-al-1987-43-0[42] Äußerlich bildet er einen muskulĂ€ren Schlauch ohne knöchernen Unterbau, der von den NasengĂ€ngen durchzogen wird. Am unteren Ende des „Schlauches“ treten diese durch die Nasenlöcher heraus. Das FĂŒllvolumen betrĂ€gt bei einem Asiatischen Elefanten mit rund 1,8 m langem RĂŒssel etwa 2,2 bis 3,1 l. Umgeben werden die Nasenlöcher von einer breiten, ebenen FlĂ€che, an deren RĂ€ndern „fingerförmige“ AusstĂŒlpungen aufragen. Beim Afrikanischen Elefanten sind dies zwei gegenstĂ€ndige „Finger“ am oberen und unteren Rand, beim Asiatischen nur ein einzelner am oberen. Das Wollhaarmammut besaß ebenfalls nur einen „Finger“ an der oberen Kante, wies aber gegenĂŒberstehend einen breiten, schaufelförmigen Zipfel auf. Die AusstĂŒlpungen dienen primĂ€r als Greiforgan. Prinzipiell besteht der RĂŒssel aus Haut, Haaren und Muskeln sowie Blut- und LymphgefĂ€ĂŸen beziehungsweise Nerven und einem geringen Anteil an Fett. Knorpelgewebe ist nur am Nasenansatz ausgebildet. Als hochsensitives Organ wird der RĂŒssel von zwei Nerven durchzogen, dem Nervus facialis und dem Nervus trigeminus. Die Muskeln wirken unterstĂŒtzend. Es sind zwei Muskeltypen ausgebildet, die einerseits lĂ€ngs, andererseits quer beziehungsweise diagonal verlaufen. Teils wurde angenommen, dass 40.000 bis 60.000 zu BĂŒndeln verflochtene Muskeln den RĂŒssel bewegen, Extrapolationen an einem sezierten Tier ergaben dagegen bis zu 150.000 MuskelbĂŒndel. Zu den Hauptmuskelgruppen gehören die vorderen levators proboscidis, die am Stirnbein ansetzen, durch den gesamten RĂŒssel verlaufen und diesen zum Heben bringen. Weiterhin bedeutend sind die depressores proboscidis. Diese nehmen den unteren Bereich des RĂŒssels ein und sind stark mit den Quermuskeln und der Haut verbunden. Dabei scheinen beim RĂŒssel des Afrikanischen Elefanten mehr ringartige Quermuskeln aufzutreten, so dass dieser beweglicher und „lappiger“ wirkt als beim Asiatischen Elefanten.cite-ref-shoshani-1982-35-1[34]cite-ref-shoshani-1998-15-4[14]

Evolutiv entstand der RĂŒssel schon sehr frĂŒh in der Stammesgeschichte der RĂŒsseltiere. Die Herausbildung des RĂŒssels fĂŒhrte zu einigen anatomischen Änderungen im SchĂ€delbereich, die vor allem der Ausbildung der massiven Muskulatur geschuldet sind. Die markanteste findet sich in einer außerordentlichen Reduktion des Nasenbeins und einer stark vergrĂ¶ĂŸerten Nasenöffnung. SekundĂ€r kam es auch zur RĂŒckbildung des vorderen Gebisses. Da der RĂŒssel die Distanz vom Kopf zum Erdboden ĂŒberbrĂŒckt, die der kurze Hals nicht bewerkstelligen kann, ist ersterer unabdingbar bei der Nahrungsaufnahme. Die SchneidezĂ€hne, die bei zahlreichen SĂ€ugetieren hauptsĂ€chlich in schneidender Weise bei der Nahrungsaufnahme Einsatz finden, hatten bei den RĂŒsseltieren dadurch keine vordergrĂŒndige Funktion mehr. Mit Ausnahme der StoßzĂ€hne entwickelten sie sich deshalb zurĂŒck. DarĂŒber hinaus ist der RĂŒssel ein Multifunktionsorgan, welches als Tast- und Greiforgan, zur Atmung beziehungsweise Geruchswahrnehmung sowie als Waffe und Drohmittel, zusĂ€tzlich auch als Saug- und Druckpumpe beim Trinken dient. Durch die an seinem unteren Ende befindlichen Tasthaare eignet er sich auch als Tastorgan, mit dem die Tiere kleinste Unebenheiten wahrnehmen können. Er findet zudem Einsatz bei der Kontaktaufnahme zu Artgenossen in der Herde, etwa bei den komplexen BegrĂŒĂŸungsritualen und beim Spiel. Mit dem RĂŒssel werden Staub und Schmutz auf der Haut verteilt, was zum Schutz vor der starken Sonneneinstrahlung und vor Insekten geschieht. Des Weiteren wird der RĂŒssel zum Greifen von GegenstĂ€nden benutzt, beispielsweise, um sie zum Mund zu fĂŒhren. Mit seiner Hilfe kann ein Tier Äste und Pflanzen aus bis zu sieben Meter Höhe erreichen. Ähnlich einem Giraffenhals verdoppelt er damit seine Streckhöhe. Gelegentlich dient der RĂŒssel beim Baden oder Schwimmen als eine Art Schnorchel, zum Riechen wird er hoch in die Luft gehalten. Ausgebildete Arbeitselefanten können mit Hilfe des RĂŒssels und mit UnterstĂŒtzung der StoßzĂ€hne sowie in Zusammenarbeit mit dem ElefantenfĂŒhrer GegenstĂ€nde von erheblichem Gewicht manipulieren, heben und bewegen.cite-ref-milewski-et-al-2013-44-0[43]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-4[2]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-5[2]

Haut und Ohren

Die Haut eines untersuchten Asiatischen Elefanten wog insgesamt 211 kg und bedeckte eine FlĂ€che von 11,96 mÂČ. Das Gewicht der Haut entsprach demnach etwa 9,8 % des individuellen Körpergewichts.cite-ref-shoshani-1982-35-2[34] Im Vergleich dazu kann beim Afrikanischen Elefanten die HautoberflĂ€che bis zu 26 mÂČ betragen. Die Haut ist mitunter sehr dick, beim Asiatischen Elefanten bis 30 mm, beim Afrikanischen Elefanten bis zu 40 mm. Charakteristisch sind eine dicke Hornschicht, verschiedene Hautfalten und das Fehlen von Schweiß- und TalgdrĂŒsen. Die Thermoregulation erfolgt daher ĂŒber Verdunstungswasser auf der HautoberflĂ€che und durch Ohrwedeln.cite-ref-phillips-et-al-1992-45-0[44]cite-ref-dunkin-et-al-2013-46-0[45] Individuelle Maßnahmen stellen Wasser- und SchlammbĂ€der dar. ZusĂ€tzlich zu den Faltungen der Haut ist diese beim Afrikanischen Elefanten durch tiefe Furchen stark ornamentiert. Die Furchen und Risse entstehen in den obersten Schichten der Epidermis (Stratum corneum), welche bei ausgewachsenen Individuen nur wenige Hautschuppen besitzt und stark verhornt ist, wodurch sie bei Biegebelastung aufbricht. Das in den Rissen eindringende Wasser kann dort fĂŒnf- bis zehnmal so lange gespeichert werden wie jenes direkt an der OberflĂ€che und trĂ€gt so zur Regulierung der Körpertemperatur bei.cite-ref-martins-et-al-2018-47-0[46]

Die Afrikanischen und der Asiatische Elefant unterscheiden sich in der OhrgrĂ¶ĂŸe. Bei letzterem werden sie rund 60 cm breit und 55 cm hoch und bedecken eine FlĂ€che von 0,5 mÂČ (beide Seiten insgesamt).cite-ref-shoshani-1982-35-3[34] Erstere haben Ohren von bis zu 137 cm Höhe und 89 cm Breite. Sie nehmen bis zu 20 % der gesamten HautoberflĂ€che ein.cite-ref-wright-1984-48-0[47]cite-ref-phillips-et-al-1992-45-1[44] Als weiterer Unterschied kann die Faltung der Ohren genannt werden, die beim Asiatischen Elefanten den oberen Abschnitt betrifft, beim Afrikanischen hingegen den seitlichen. Die Ohren des Wollhaarmammuts sind noch einmal deutlich kleiner als beim Asiatischen Elefanten. Die OhrgrĂ¶ĂŸe lĂ€sst teilweise entsprechend der Allenschen Regel eine Anpassung an die geographische Breite erkennen, die bei den Afrikanischen Elefanten die Äquatorregion umfasst, beim Wollhaarmammut dagegen die weitgehend hohen arktischen Landschaften.cite-ref-shoshani-1996-30-2[29] Die Ohren bestehen aus einer beidseitigen Schicht an Haut und einer Lage aus Knorpelgewebe dazwischen.cite-ref-shoshani-1982-35-4[34]

TemporaldrĂŒse

Ein weiteres markantes und einzigartiges Merkmal bildet die TemporaldrĂŒse („SchlĂ€fendrĂŒse“) seitlich des Auges, die bei mĂ€nnlichen Tieren wĂ€hrend der Musth ein öliges Sekret absondert. Die DrĂŒse ist auch von fossilen Formen wie dem Wollhaarmammut ĂŒberliefert.cite-ref-shoshani-1998-15-5[14] Sie wird 13 bis 14 cm lang und ist flach, ihr Gewicht betrĂ€gt etwa 0,23 bis 1,59 kg. Im Innern besteht sie aus verschiedenen lappenartigen Strukturen, die mit Bindegewebe miteinander verbunden sind und einen Hohlraum von rund 5 cm Durchmesser einschließen. Der Hohlkörper fĂŒhrt ĂŒber eine nur 2 cm weite Öffnung an die HautoberflĂ€che. Ihn umgeben stĂ€bchen- oder röhrenförmigen Zellen und verschiedene Lumen. WĂ€hrend der ausgeprĂ€gten Musth sind die Lumen mit lockerem Zellmaterial, freien Zellkernen und Mitochondrien gefĂŒllt. Letztere weisen einen Aufbau typisch fĂŒr steroidproduzierende Zellen auf (mit kammartiger innerer Membran) wie beispielsweise Leydig-Zwischenzellen. Diese sind gemeinsam mit dem glatten endoplasmatischen Retikulum sowie den Golgi-Körpern bedeutend fĂŒr die Testosteron-Produktion. In den Zellen um den Hohlkörper sind wiederum zahlreiche Mikrovilli und Sekretvakuolen eingebettet.cite-ref-estes-et-al-1976-49-0[48]cite-ref-shoshani-1982-35-5[34]cite-ref-rajaram-et-al-2003-50-0[49]

WĂ€hrend der Testosteron-Produktion hypertrophieren die Zellen. Sowohl ihre Anzahl als auch der Anteil der mitochondrialen inneren Membran, des glatten endoplasmatischen Retikulums und der Golgi-Körper nehmen zu. Zum Höhepunkt brechen die Zellstrukturen zusammen und fĂŒllen die Lumen aus. Ihren Ursprung hat die TemporaldrĂŒse offenbar in SchweißdrĂŒsen mit apokrinem Sekretionsmechanismus.cite-ref-rajaram-et-al-2003-50-1[49] In der chemischen Zusammensetzung des produzierten Sekrets unterscheiden sich die heutigen Elefantenarten. Beim Afrikanischen Elefanten ist beispielsweise der Anteil an Proteinen, Natrium oder saurer Phosphatase deutlich geringer als beim Asiatischen Elefanten.cite-ref-easa-1987-51-0[50]cite-ref-buss-et-al-1976-52-0[51]

Innere Organe

Die inneren Organe der Elefanten sind im VerhĂ€ltnis nicht grĂ¶ĂŸer als bei anderen SĂ€ugetieren. Das Gehirn der heutigen Elefanten hat 257 Milliarden Nervenzellen, was etwa der 3-fachen Menge des Menschen entspricht. Mit rund 98 % ist der Großteil davon im Kleinhirn verteilt. Diese außergewöhnliche Konzentration wird auf die taktilen BefĂ€higungen der Tiere zurĂŒckgefĂŒhrt. In der Großhirnrinde, die etwa doppelt so groß ist wie beim Menschen, sind demgegenĂŒber nur 5,6 Milliarden Nervenzellen ausgeprĂ€gt. Hier verfĂŒgt der Mensch ĂŒber etwa das Dreifache an Zellen, was wiederum mit seinen kognitiven FĂ€higkeiten zusammenhĂ€ngt.cite-ref-huzel-et-al-2014-53-0[52] Insgesamt weist das Gehirn eines ausgewachsenen Elefanten ein Volumen zwischen 2900 und 5140 cmÂł auf, was das des Menschen um das Dreifache ĂŒbertrifft. In Relation zum Körpergewicht ist das Gehirn der Elefanten aber kleiner als beim Menschen und bei den Menschenaffen, der Enzephalisationsquotient betrĂ€gt bei den heutigen Elefanten etwa 1,7, beim Menschen 7,5.cite-ref-shoshani-1996-30-3[29] Neugeborene verfĂŒgen bereits ĂŒber 35 % der GrĂ¶ĂŸe des Gehirns eines ausgewachsenen Tieres. Bei einigen ausgestorbenen Formen erreichte das Gehirn ein Volumen von ĂŒber 6000 bis hin zu 9000 cmÂł, so etwa beim EuropĂ€ischen Waldelefanten. Der Fund eines fossilisierten Gehirns eines Wollhaarmammuts hatte rekonstruiert ein Volumen von 4100 cmÂł. Es entsprach im Bau weitgehend dem der heutigen Elefanten.cite-ref-kharlamova-et-al-2015-54-0[53] Bemerkenswert ist, dass einige Zwergformen ungewöhnlich große Gehirne in Bezug auf das Körpergewicht besaßen. So wog der Sizilianische Zwergelefant nur rund 189 kg, sein Gehirn erreichte aber ein Volumen von 1800 cmÂł. Der Enzephalisationsquotient steigt dadurch auf bis zu 3,75 an.cite-ref-lyras-2019-55-0[54]

Das Herz wiegt zwischen 12 und 27 kg, in der LĂ€nge erreicht es 45 bis 57 cm, in der Breite 32 bis 48 cm. Es besitzt ein zweigeteiltes spitzes Ende, Ă€hnlich wie es auch bei den SeekĂŒhen beobachtet wird. Des Weiteren tritt eine paarige Hohlvene auf. Beide Merkmale gelten als relativ ursprĂŒnglich. Es schlĂ€gt im Ruhezustand 28 bis 35 Mal pro Minute, was weniger als bei einem Menschen ist. Der Magen fasst rund 77 l und der Darmtrakt ĂŒber 610 l. Die GesamtlĂ€nge des Darmtraktes betrĂ€gt rund 18 bis 35 m, davon beansprucht der DĂŒnndarm mit bis zu 22 m den grĂ¶ĂŸten Teil. Der Dickdarm kann bis zu 14 m LĂ€nge erreichen. Der Blinddarm ist groß und sackartig geformt, ebenso wie das vordere Ende des Dickdarms. In der Mitte des Blinddarms befindet sich eine Falte, die möglicherweise darauf hindeutete, dass er ursprĂŒnglich aus zwei Kammern bestand.cite-ref-shoshani-1982-35-6[34]cite-ref-clauss-et-al-2007-56-0[55] Die Harnblase nimmt eine FĂŒllmenge von etwa 18 l auf.cite-ref-yang-et-al-2014-57-0[56]cite-ref-yang-et-al-2014b-58-0[57] Die Leber ist einfach aufgebaut und teilt sich in zwei unterschiedlich große Kammern.cite-ref-laursen-et-al-1978-17-1[16]cite-ref-shoshani-et-al-1982-18-1[17] Eine Gallenblase ist nicht oder nur rudimentĂ€r ausgebildet. Die beiden FlĂŒgel der Lunge wiegen rund 98 kg und sind jeweils 1 m lang sowie 1,2 m breit. Als Besonderheit kann herausgestellt werden, dass die Lunge im Unterschied zu den meisten anderen SĂ€ugetieren direkt mit der Brusthöhle verbunden ist. Es besteht daher kein Pleuraspalt, da der Zwischenraum durch lockeres Bindegewebe ĂŒberbrĂŒckt ist. Die PleurablĂ€tter sind dadurch weiterhin gegeneinander verschiebbar, aber bei Weitem nicht so empfindlich. Dies ermöglicht es Elefanten beispielsweise, einen Fluss zu durchqueren und wĂ€hrenddessen mit ihrem langen RĂŒssel zu „schnorcheln“. Dabei atmen die Tiere Luft mit atmosphĂ€rischem Druck ein, wĂ€hrend sich ihr Körper, und damit insbesondere die Lunge, etwa 2 m unter Wasser befindet. Diese Druckdifferenz wĂŒrde bei jedem anderen SĂ€ugetier (mit „normalem“ Pleuraspalt) die BlutgefĂ€ĂŸe, die das Wandblatt der Pleura versorgen, förmlich „ausquetschen“ und zerstören.cite-ref-short-1962-59-0[58]cite-ref-shoshani-et-al-1982-18-2[17]cite-ref-west-2001-60-0[59]cite-ref-west-2002-61-0[60]

Die Hoden der mĂ€nnlichen Tiere haben eine LĂ€nge von 17 und eine Breite von 15 cm, ihr Gewicht variiert zwischen 1,36 und 3,18 kg. Sie liegen in der Bauchhöhle zwischen und leicht hinter den Nieren.cite-ref-johnson-et-al-1967-62-0[61] Der Penis ist gut entwickelt und muskulös, er wiegt rund 49 kg bei einer LĂ€nge von 100 cm und einem Durchmesser von 15 cm. Eine Penisvorhaut ist gut ausgebildet, der Ausgang der Harnröhre hat einen Y-artigen Verlauf mit der Gabelung zum RĂŒcken zeigend. Der Musculus levator penis ist gedoppelt, beide StrĂ€nge vereinen sich rĂŒckenseitig auf dem Corpus cavernosum penis und sind wohl dafĂŒr verantwortlich, dass der Penis im erigierten Zustand einen S-förmigen Verlauf mit der Spitze nach oben aufweist. Dies ist behilflich, um den Penis beim Paarungsakt in der bauchseitig, zwischen den Hinterbeinen liegenden Vulva der weiblichen Tiere einzufĂŒhren.cite-ref-short-et-al-1967-63-0[62] Die deutliche Vorverlagerung der Vulva beim weiblichen Tier zwischen die Hinterbeine ist auf den stark verlĂ€ngerten Urogenitaltrakt zurĂŒckzufĂŒhren, der bis zu 130 cm lang wird und rund die HĂ€lfte der LĂ€nge des gesamten Genitaltraktes ausmacht. Die Öffnung der Vulva ist zwischen den Beinen verlĂ€ngert. Die Klitoris besitzt eine Vorhaut und zeigt mit rund 50 cm eine langgestreckte Gestalt. Der Uterus der weiblichen Tiere ist zweihörnig, die Hörner ziehen lang aus, wĂ€hrend der Uteruskörper mit rund 15 cm LĂ€nge relativ kurz bleibt. Der gefaltete GebĂ€rmutterhals wird ebenfalls rund 15 cm lang und ist auffallend konisch geformt.cite-ref-allen-2006-64-0[63]cite-ref-hildebrandt-et-al-2011-65-0[64] Im Gegensatz zu den meisten anderen SĂ€ugetieren befindet sich das GesĂ€uge bei den ElefantenkĂŒhen wie bei den Primaten und SeekĂŒhen zwischen den VorderextremitĂ€ten.cite-ref-shoshani-1996-30-4[29]cite-ref-balke-et-al-1988-66-0[65]cite-ref-perry-1953-67-0[66]cite-ref-perry-1964-68-0[67]cite-ref-laursen-et-al-1978-17-2[16]cite-ref-shoshani-et-al-1982-18-3[17]

Zytologie

Sowohl der Afrikanische als auch der Asiatische Elefant besitzen einen Chromosomensatz von 2n = 56. Beim Afrikanischen Elefanten besteht der diploide Karyotyp aus 25 akrozentrischen/telozentrischen Paaren sowie zwei metazentrischen/submetazentrischen Paaren. DemgegenĂŒber hat der Asiatische Elefant ein acrozentrisches Paar weniger und ein submetazentrisches Paar mehr. In beiden Arten ist das X-Chromosom groß und submetazentrisch, das Y-Chromosom klein und akrozentrisch. Unterschiede bestehen darin, dass beim Asiatischen Elefanten das entsprechende mĂ€nnliche Geschlechtschromosom etwas grĂ¶ĂŸer ist und deutlichere G-Banden aufweist als beim Afrikanischen Elefanten.cite-ref-hungerford-et-al-1966-69-0[68]cite-ref-houck-et-al-2001-70-0[69]

Verbreitung

Elefanten sind heute in Asien und Afrika verbreitet. Das natĂŒrliche Vorkommen des Asiatischen Elefanten erstreckte sich frĂŒher vom östlichen ĂŒber das sĂŒdöstliche bis zum sĂŒdlichen Asien, möglicherweise auch durchgĂ€ngig bis zum westlichen Teil des Kontinents. Heute ist es stark fragmentiert und beschrĂ€nkt es sich auf den indischen Subkontinent sowie auf einzelne Teile Hinterindiens, auf Sri Lanka sowie einige der großen Sundainseln beziehungsweise den sĂŒdlichsten Bereich Chinas. Die Tiere bewohnen sowohl offenere Landschaften als auch waldreichere Gebiete. Der Afrikanische Elefant besiedelte einst nahezu den gesamten afrikanischen Kontinent, heute tritt er in ebenfalls stark zersplitterten Habitaten sĂŒdlich der Sahara auf. Die nördliche Verbreitungsgrenze befindet sich im SĂŒden des Sudans. Von hier dehnt sich der Lebensraum ĂŒber Ost- und Westafrika bis nach SĂŒdafrika aus. Er bewohnt eine Vielzahl von verschiedenen LebensrĂ€umen wie Savannen, tropische RegenwĂ€lder und wĂŒstenartige Gebiete. Der Waldelefant lebt wiederum in den RegenwĂ€ldern West- und Zentralafrikas.cite-ref-wittemyer-2011-1-3[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-6[2]

In ihrer stammesgeschichtlichen Vergangenheit waren die Elefanten insgesamt deutlich weiter verbreitet und kamen nicht nur in ihren heutigen Kerngebieten, sondern auch ĂŒber weite Teile des nördlichen Eurasiens vor. Die meisten Arten lassen sich allerdings fossil nur in bestimmten Regionen nachweisen und blieben dadurch lokal beschrĂ€nkt, einige Zwergformen lebten nur auf einzelnen Inseln endemisch.cite-ref-palombo-et-al-2010-9-1[8]cite-ref-sen-2017-71-0[70]cite-ref-athanassiou-et-al-2019-7-1[6] Manche Vertreter erreichten aber auch eine sehr weite Verbreitung wie der EuropĂ€ische Waldelefant (Palaoloxodon antiquus), der im westlichen Eurasien auftrat,cite-ref-palombo-et-al-2010b-72-0[71]cite-ref-fischer-2010-73-0[72] oder das Steppenmammut (Mammuthus trogontherii), das verschiedene LebensrĂ€ume von Westeuropa bis Ostasien erschlossen hatte. Einige Angehörige der Mammute (Mammuthus) drangen zudem ĂŒber die Beringstraße nach Nordamerika vor und besaßen so eine paneurasische und nordamerikanische Verbreitung. Hier ist vor allem das Wollhaarmammut (Mammuthus primigenius) zu nennen, das hauptsĂ€chlich wĂ€hrend der letzten Kaltzeit die offenen Steppenlandschaften, die sogenannte Mammutsteppe, besiedelte.cite-ref-lao-et-al-2009-74-0[73]cite-ref-kahlke-2015-75-0[74]cite-ref-puzachenko-et-al-2017-76-0[75]

Lebensweise

Territorial- und Sozialverhalten

Allgemein

Die Lebensweise der heutigen Elefanten ist vergleichsweise gut erforscht. Sie haben eine circadiane Lebensweise. AktivitĂ€ten finden sowohl tagsĂŒber als auch nachts statt. Den grĂ¶ĂŸten Teil verbringen die Tiere mit der Nahrungsaufnahme, was etwa zwei Drittel bis drei Viertel ihrer aktiven Phase ausmachen kann. Schlaf nimmt in der Regel nur wenige Stunden in Anspruch und erfolgt hĂ€ufig in der spĂ€ten Nacht oder um die Mittagszeit. WĂ€hrenddessen stehen die Tiere zumeist, eine REM-Phase wird selten erreicht.cite-ref-gravett-et-al-2017-77-0[76]cite-ref-wittemyer-2011-1-4[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-7[2]

Elefanten bewegen sich ĂŒblicherweise im Passgang gehend fort, so dass immer wenigstens zwei Beine den Boden berĂŒhren. Die durchschnittliche Geschwindigkeit betrĂ€gt dann rund 1,4 km/h. Generell können die Tiere auch recht hohe Geschwindigkeiten erreichen, die bei etwa 14 bis 24 km/h liegen. Bedingt durch ihre GrĂ¶ĂŸe und enormes Gewicht rennen Elefanten dabei nicht, das heißt, es kommt nicht zu einer Sprungphase, bei der alle vier Beine gleichzeitig vom Boden abheben. Auch bleibt der Passgang weitgehend erhalten und es gibt keinen Übergang zu einer anderen Fortbewegungsform typisch fĂŒr höhere Geschwindigkeiten (Trab oder Galopp). Vergleichbar zu anderen vierfĂŒĂŸigen Tieren nimmt bei einer höheren Geschwindigkeit die Taktfrequenz der Beinbewegungen und die SchrittlĂ€nge zu, in der Regel bleibt aber immer ein Bein im Bodenkontakt. Untersuchungen zum Bewegungsmuster der Elefanten bei höheren Geschwindigkeiten ergaben, dass die Vorderbeine eher gehende Bewegungen ausĂŒben, die Hinterbeine dagegen rennende.cite-ref-hutchinson-et-al-2003-78-0[77]cite-ref-hutchinson-et-al-2006-79-0[78]cite-ref-genin-et-al-2010-80-0[79] Alle vier Beine ĂŒben dabei die gleiche Funktion aus, das heißt, es findet im Unterschied zu anderen vierfĂŒĂŸigen SĂ€ugetieren auch bei höheren Geschwindigkeiten keine Aufteilung in vorantreibende und abbremsende Gliedmaßen statt. Allerdings in Übereinstimmung mit anderen SĂ€ugetieren ist die Arbeitsleistung der Vorderbeine höher als die der Hinterbeine, was der allgemeinen Gewichtsverteilung entspricht.cite-ref-ren-et-al-2010-81-0[80]

Dagegen sind Elefanten sehr gute Schwimmer, die sich mit stĂŒrzenden, den TĂŒmmlern Ă€hnlichen Bewegungen durch das Wasser bewegen. Sie bewegen sich dabei mit circa 2,7 km/h fort. Der RĂŒssel wird als Schnorchel ĂŒber die WasseroberflĂ€che gehalten. Beobachtungen zufolge ĂŒberwinden die Tiere dabei Distanzen von bis zu 48 km ĂŒber die offene WasserflĂ€che. Es ist daher plausibel, dass diese SchwimmbefĂ€higung es den Elefanten ermöglichte, in erdgeschichtlicher Vergangenheit abgelegenere Inseln zu erreichen und darauffolgend verschiedene Zwergformen auszubilden. Über die GrĂŒnde dafĂŒr liegen allerdings nur Vermutungen vor. Angenommen wird, dass die Tiere Nahrungsduft von Inseln in Sichtkontakt witterten und diese dann gezielt ansteuerten.cite-ref-johnson-1980-82-0[81]

Sozialstruktur und Raumnutzung

Elefanten sind allgemein gesellige Tiere, die in komplexen Sozialgemeinschaften leben. Es gibt aber Unterschiede zwischen mĂ€nnlichen und weiblichen Tieren. KĂŒhe bilden mit den KĂ€lbern SozialverbĂ€nde. Die engste Bindung besteht zwischen dem Muttertier und seinem Nachwuchs. DarĂŒber hinaus können verschiedene Stufen der Gruppenbildung unterschieden werden. Beim Afrikanischen Elefanten umfassen diese als untere Einheit Familiengruppen oder Herden, die mehrere Mutter-Jungtier-Gruppen vereinen. Diese können sich wiederum zu grĂ¶ĂŸeren FamilienverbĂ€nden und schließlich als oberste Einheit zu Clans zusammenschließen. In der Regel sind die Individuen solcher Gruppen nĂ€her miteinander verwandt. Die Familiengruppen oder Herden werden von einer Leitkuh angefĂŒhrt, bei der es sich meist um ein Ă€lteres und erfahreneres Individuum handelt. Ihre Rolle ist nicht nur beim AnfĂŒhren der Familiengruppe bedeutend, sie vermittelt auch wichtige Verhaltensweisen an die KĂ€lber.cite-ref-bradshaw-et-al-2005-83-0[82] Die Hierarchie innerhalb der Herde ist linear organisiert, so dass beim Tod der Leitkuh ĂŒberwiegend die Ă€lteste Tochter deren Rolle ĂŒbernimmt. Herden stellen demnach die stabile Einheit innerhalb des SozialgefĂŒges des Afrikanischen Elefanten dar. Beim Asiatischen Elefanten hingegen bestehen innerhalb der Familiengruppen verschiedene engere oder weitere individuelle Bindungen. Eine Leitkuh hat hier nicht die dominante Rolle. Sowohl beim Afrikanischen als auch beim Asiatischen Elefanten kommt es in loser Abfolge zu einem Zusammengehen und wieder Aufbrechen der höheren sozialen Einheiten, was allgemein als Fission-fusion-SozialgefĂŒge („Trennen und wieder Zusammenkommen“) bezeichnet wird.cite-ref-silva-et-al-2012-84-0[83] Bullen hingegen leben bei allen Elefantenarten einzelgĂ€ngerisch oder organisieren sich in Junggesellengruppen, die wiederum aus Individuen verschiedener Altersstufen bestehen.cite-ref-wittemyer-2011-1-5[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-8[2]

Die verschiedenen Elefantengruppen nutzen AktionsrĂ€ume, deren GrĂ¶ĂŸe in der Regel vom Nahrungsangebot der entsprechenden Region abhĂ€ngig ist. Sie sind umso kleiner, je feuchter und vegetationsreicher die Umgebung ist. In bewaldeten Gebieten umfassen sie hĂ€ufig nur einige Dutzend bis hunderte Quadratkilometer, dehnen sich aber in wĂŒstenartigen Landschaften auf ĂŒber zehntausend Quadratkilometer aus. Zumeist schließen die AktionsrĂ€ume verschiedene Landschaftstypen ein, die jeweils nach Bedarf aufgesucht werden. Innerhalb ihrer AktionsrĂ€ume wandern die Elefantengruppen auf der Suche nach Nahrungsquellen umher. Die zurĂŒckgelegten Entfernungen sind meist gering, vielfach nur wenige Kilometer am Tag. Das Wanderungsverhalten kann aber durch Ă€ußere UmstĂ€nde stark beeinflusst werden, etwa durch die Anwesenheit menschlicher Siedlungen und Nutzungsareale. Über das Jahr gesehen ĂŒberwinden Elefanten aber Entfernungen von teils mehreren tausend Kilometern. An vielfach begangenen Wegen bilden sich dann sogenannte Elefantenstraßen, die ĂŒber lange Zeit bestehen können und mitunter auch von anderen Tierarten genutzt werden.cite-ref-wittemyer-2011-1-6[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-9[2]

Kommunikation und kognitive FĂ€higkeiten

Das Zusammenleben innerhalb der Gruppe und zwischen den einzelnen Familiengruppen ist in der Regel friedlich und kooperativ. Die Kommunikation untereinander verlĂ€uft ĂŒber verschiedene optische Signale, taktile und chemische Reize sowie Lautgebungen. Wichtige Elemente fĂŒr die visuelle Kommunikation sind der RĂŒssel und die Ohren sowie variierende Kopf- und Körperstellungen, hĂ€ufig auch in unterschiedlichster Kombination miteinander. So drĂŒckt etwa ein hoch oder niedrig gehaltener Kopf dominantes oder unterwĂŒrfiges Gebaren aus. Sich aus Konfliktsituationen ergebende KĂ€mpfe verlaufen hochritualisiert, Ausnahmen stellen hier Bullen in der Musth dar, bei denen KĂ€mpfe mitunter lebensbedrohlich sein können. Auch fĂŒr die taktile Kommunikation spielt der RĂŒssel eine zentrale Rolle, etwa beim komplexen BegrĂŒĂŸungsritual verwandter Familiengruppen. Die chemische Kommunikation beinhaltet Urin- und Kotmarken sowie die Sekrete der Temporal- beziehungsweise der ZwischenzehendrĂŒsen. Sie ist dabei mitunter sehr zielgerichtet, da die enthaltenen Pheromone teilweise nur auf sexuell aktive Individuen stimulierend wirken.cite-ref-rasmussen-et-al-1998-85-0[84] Andererseits unterscheiden die Mitglieder einer Familiengruppe anhand des Geruchs mehrere dutzend enger und entfernter verwandter Tiere und auch artfremde Lebewesen.cite-ref-bates-et-al-2008-86-0[85]cite-ref-polla-et-al-2008-87-0[86]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-10[2]

Die Elefanten nutzen eine sehr umfangreiche Lautkommunikation, die allerdings beim Afrikanischen Elefanten weitaus besser untersucht ist als beim Asiatischen. Ein Großteil der VerstĂ€ndigung findet im Infraschallbereich statt. Diese fĂŒr Menschen unhörbaren Schwingungen werden durch die Luft und durch das Erdreich ĂŒber mehrere Kilometer ĂŒbertragen und sind wenig anfĂ€llig fĂŒr Störungen etwa durch Reflexion oder Absorption. Außerdem funktionieren sie sowohl im freien GelĂ€nde wie auch in dichten WĂ€ldern.cite-ref-hildebrandt-et-al-2011-65-1[64] Charakteristisch ist vor allem ein soziales Grollen, dessen Frequenzbereich bei 10 bis 200 Hz liegt. Dieses wird in verschiedenen Situationen angewandt, dient aber zumeist dem Kontakt innerhalb und außerhalb der Familiengruppe. Die Laute variieren individuell deutlich, so dass sich die Tiere gegenseitig unterscheiden können. Zudem reagieren gerufene Individuen auf die spezifisch modulierten Kontaktlaute, womit dies gemessen am menschlichen Verhaltensmuster einer Namensgebung gleichkommt.cite-ref-pardo-et-al-2024-88-0[87] Das soziale Grollen kann sowohl ĂŒber den RĂŒssel (nasal) als auch ĂŒber den Kehlkopf (oral) erzeugt werden. Beide Laute unterscheiden sich in der LĂ€nge des Erzeugungsweges, der beim nasalen Grollen mindestens doppelt so lang ist. Sie weisen daher unterschiedliche Frequenzen auf und werden von den Tieren unterschiedlich eingesetzt. Nasales Grollen ertönt hĂ€ufig bei Kontaktsuchen, orales Grollen jedoch innerhalb der Familiengruppe.cite-ref-nair-et-al-2009-89-0[88]cite-ref-stoeger-et-al-2012b-90-0[89]cite-ref-stoeger-et-al-2014-91-0[90] Neben diesen Lauten im niedrigen Frequenzbereich kommen auch höherfrequente vor, die teilweise bis zu 9000 Hz erreichen. Diese umfassen verschiedene GerĂ€usche, angefangen vom bekannten Trompeten ĂŒber ein Bellen, Röhren oder Schreien bis hin zu einem Schnauben oder KrĂ€chzen. Ihre Wiedergabe ist von verschiedenen Faktoren abhĂ€ngig, hĂ€ufig fungieren sie als Alarm- oder Warnsignale beziehungsweise stehen mit Unbehagen sowie Aufregung in Verbindung.cite-ref-stoeger-et-al-2014-91-1[90] Das soziale Grollen tritt bei allen Elefantenarten am hĂ€ufigsten auf, untergeordnet werden die niederfrequenten Laute auch mit den höherfrequenten verbunden. Hier sind gewisse Unterschiede zwischen den Arten zu beobachten, da sowohl beim Afrikanischen wie auch beim Asiatischen Elefanten eine Kombination höher-/niederfrequenter gegenĂŒber nieder-/höherfrequenter besteht. Beim Waldelefanten ist dies nicht der Fall. Eventuell sind die Unterschiede landschaftsbedingt, da die eher offeneren Gebiete, die der Afrikanische und Asiatische Elefant bewohnen, einen stĂ€rkeren Windeinfluss aufweisen als die geschlossenen WĂ€lder des Waldelefanten. Wind allerdings ĂŒberprĂ€gt niederfrequente Laute stĂ€rker, so dass eine Lautfolge mit hohen Frequenzen am Anfang bei potentiellen Zuhörern eher Aufmerksamkeit erzeugt.cite-ref-pardo-et-al-2019-92-0[91] Eine Besonderheit stellt das Imitieren fremder Laute bis hin zur menschlichen Sprache dar, eine BefĂ€higung, die ansonsten nur selten unter SĂ€ugetieren auftritt. Eventuell steht dies im Zusammenhang mit dem individuellen Erkennen innerhalb des Fission-fusion-SozialgefĂŒges.cite-ref-poole-et-al-2005-93-0[92]cite-ref-stoeger-et-al-2012-94-0[93] Anhand akustischer Signale unterscheiden Elefanten nicht nur arteigene, sondern auch artfremde Lebewesen und können diese zusĂ€tzlich je nach eigenen Erfahrungen bestimmten Kategorien zuordnen.cite-ref-comb-et-al-2014-95-0[94]

Neben der komplexen Kommunikation besitzen Elefanten auch bemerkenswerte kognitive FĂ€higkeiten. So erbrachte ein Spiegeltest an Zootieren des Asiatischen Elefanten, dass diese ĂŒber ein Ichbewusstsein verfĂŒgen und sich selbst im Spiegel erkennen können, vergleichbar zu Elstern, Delfinen und Menschenaffen.cite-ref-plotnik-et-al-2006-96-0[95]cite-ref-plotnik-et-al-2010-97-0[96] Bei weiteren Untersuchungen erlernten sie das Unterscheiden von verwandten Musterpaaren wie „schwarz/weiß“ oder „klein/groß“ und konnten sich an diese ĂŒber einen langen Zeitraum erinnern. Außerdem ist nachgewiesen worden, dass Elefanten in der Lage sind, zu zĂ€hlen und einfachste Additionsaufgaben zu lösen sowie unterschiedliche Mengen zu vergleichen.cite-ref-perdue-et-al-2012-98-0[97]cite-ref-irie-et-al-2012-99-0[98]cite-ref-irie-et-al-2019-100-0[99] Die GedĂ€chtnisleistungen der Elefanten sind insofern besonders, als sie die Rufe abgewanderter oder verstorbener Familienangehöriger noch nach mehreren Jahren wiedererkennen und beantworten.cite-ref-comb-et-al-2000-101-0[100] Unter Einfluss extrem negativer Erfahrungen erleiden die Tiere unter UmstĂ€nden Traumata, deren Ursachen bis in das Fötalstadium zurĂŒckreichen oder deren Auswirkungen noch Jahre nach dem Ereignis auftreten können. Des Weiteren zeigen die Tiere verschiedene altruistische Verhaltensweisen, erkennen die BedĂŒrfnisse anderer Gruppenmitglieder oder sind in der Lage, Koalitionen auf Zeit einzugehen. Weitere Studien erbrachten die Verwendung von Werkzeugen oder gar Luft zum Erreichen bestimmter Ziele. Vor allem Letzteres ist hervorzuheben, da es ein gewisses VerstĂ€ndnis fĂŒr die physikalische Umwelt voraussetzt.cite-ref-mizuno-et-al-2016-102-0[101] Ein ĂŒberaus bemerkenswertes Verhalten ist das Aufsuchen von Knochen und StoßzĂ€hnen verstorbener Tiere, wobei sich das nicht nur auf Familienangehörige, sondern auch auf andere Artgenossen bezieht. Verbunden sind diese Handlungen mit einem verstĂ€rkten Sekretfluss aus der TemporaldrĂŒse und intensiven sozialen Interaktionen im Umfeld des verstorbenen Individuums.cite-ref-comb-et-al-2006-103-0[102]cite-ref-hamilton-et-al-2006-104-0[103]cite-ref-nissani-2008-105-0[104]cite-ref-goldenberg-et-al-2020-106-0[105]

ErnÀhrung und Verdauung

Die Elefanten sind ausnahmslos Pflanzenfresser. Sie haben ein umfangreiches Nahrungsspektrum, das von weichen Pflanzenteilen wie BlĂ€ttern, Zweigen, Rinde, Samen und FrĂŒchten bis hin zu harten Pflanzen wie GrĂ€sern reicht. Dadurch können sie als auf gemischte Pflanzenkost spezialisiert angesehen werden. Das Nahrungsspektrum umfasst mehrere hundert verschiedene Pflanzenarten. Die jahreszeitliche Zusammensetzung der Nahrung variiert, in der Regel nehmen die Tiere in den Regenzeiten eher grashaltige Nahrung zu sich, in den Trockenzeiten steigt der Anteil an weichen Pflanzen. DarĂŒber hinaus gibt es auch starke rĂ€umliche Variationen, was dem jeweiligen lokalen Nahrungsangebot geschuldet ist. Die jahreszeitlichen Unterschiede im ErnĂ€hrungsverhalten werden hĂ€ufig mit der chemischen Zusammensetzung der Pflanzen in Verbindung gebracht, vor allem mit dem Protein- und Kohlenhydrat­gehalt. Generell haben GrĂ€ser einen niedrigeren Proteingehalt gegenĂŒber weicheren Pflanzen, dafĂŒr ist ihr Anteil an Kohlenhydraten höher. Kohlenhydrate wiederum sind von Elefanten aller Altersstufen leichter verdaubar. Ein zu hoher Proteinkonsum wiederum benötigt grĂ¶ĂŸere Mengen an Wasser, was in trockeneren Regionen möglicherweise problematisch ist. TĂ€glich benötigt ein einzelnes Tier durchschnittlich 3 g an Proteinen je Kilogramm Körpergewicht. Durch eine Aufnahme von GrĂ€sern in ausreichender Menge kann ein Individuum prinzipiell seinen Bedarf sowohl an Proteinen als auch an Kohlenhydraten decken. In der Trockenzeit allerdings, wenn frische GrĂ€ser schwerer verfĂŒgbar sind, reicht dann ein nur geringer Anstieg an weichen Pflanzen in der Nahrungsmenge, um den Proteinbedarf auszugleichen.cite-ref-baskaran-et-al-2010-107-0[106]cite-ref-wittemyer-2011-1-7[1]

Durchschnittlich benötigt ein Individuum tĂ€glich rund 150 kg Nahrung (Feuchtmasse). Die Aufnahme dieser hohen Menge nimmt zwischen 17 und 19 Stunden am Tag in Anspruch.cite-ref-vancuylenberg-1977-108-0[107] Bei der Nahrungsaufnahme kommt der RĂŒssel zum Einsatz, insbesondere die „fingerartigen“ FortsĂ€tze, die einzelne Halme und GrĂ€ser ergreifen können. Rinde schaben die Tiere hĂ€ufig mit Hilfe der StoßzĂ€hne ab. Die Grasnahrung wird zu etwa 45 % verwertet, da die Tiere ein weniger effizientes Verdauungssystem haben als etwa die WiederkĂ€uer. Im Ruhezustand benötigt ein Tier etwa 49.000 Kilokalorien tĂ€glich.cite-ref-shoshani-et-al-1982-18-4[17] PrimĂ€r fungiert der Magen als Reservoir fĂŒr die Nahrung, die in dem sauren Milieu bei einem pH-Wert von circa 2 vorverdaut wird. Der wesentliche Teil der Nahrungszersetzung findet erst nach Passage durch den Magen in Blinddarm und Colon unter Beteiligung von Mikroorganismen (Bakterien und Protozoen) statt. Der gesamte Prozess dauert von der Nahrungsaufnahme bis zum Ausscheiden etwa 33 Stunden. Der Kot der Elefanten ist relativ grob und enthĂ€lt viel faserhaltiges Material.cite-ref-hoven-et-al-1981-109-0[108]cite-ref-hoven-et-al-1985-110-0[109] Ähnlich wie bei den Pferden kann er teilweise wieder aufgenommen werden, damit die enthaltenen Nahrungsstoffe besser genutzt werden.cite-ref-geel-et-al-2008-111-0[110] Ebenso fressen Elefanten gelegentlich mineralhaltige Böden oder suchen Salzquellen auf, wodurch dem Körper wichtige NĂ€hrstoffe zugefĂŒhrt werden.cite-ref-houston-et-al-2001-112-0[111]cite-ref-wittemyer-2011-1-8[1]

Elefanten sind wasserabhĂ€ngig. In der Regel trinken Elefanten einmal tĂ€glich Wasser und benötigen dabei bis zu 140 l. Mit zunehmender Trockenheit eines Landschaftsraumes halten sich die Tiere nĂ€her an GewĂ€ssern auf, in feuchteren Gebieten steigen die Entfernungen zu SĂŒĂŸwasserquellen an. In Gebieten, wo keine WasserflĂ€chen zur VerfĂŒgung stehen, graben Elefanten mit den FĂŒĂŸen kleine Löcher, wodurch sie wiederum anderen Tierarten den Zugang ermöglichen.cite-ref-wittemyer-2011-1-9[1]

Fortpflanzung

Brunft, Musth und Paarung

Elefanten können sich allgemein ganzjĂ€hrig fortpflanzen, in Regionen mit stĂ€rker ausgeprĂ€gten Jahreszeiten zeichnet sich aber eine gewisse Saisonalisierung ab. Die Brunftphase der KĂŒhe gehört zu den lĂ€ngsten unter den SĂ€ugetieren und wĂ€hrt zwischen 13 und 18 Wochen. Sie teilt sich in eine luteale Phase, die zwischen 6 und 12 Wochen anhĂ€lt, und in eine folliculare Phase von 4 bis 6 Wochen Dauer. Zwischen beiden Abschnitten liegt eine kurze, nichtluteale Phase, wĂ€hrend deren es zu einer zweimaligen erhöhten Produktion luteinisierender Hormone kommt. Erst der zweite Produktionsschub fĂŒhrt letztendlich nach einem Zeitraum von 12 bis 24 Stunden zur Ovulation. Wozu der erste Hormonanstieg dient, ist nicht eindeutig geklĂ€rt. Womöglich gehört er zur Fortpflanzungsstrategie der Elefanten und ermöglicht es den KĂŒhen, frĂŒhzeitig die Aufmerksamkeit paarungsbereiter Bullen zu erwecken. Eine andere ErklĂ€rung wĂ€re die einer physischen Vorbereitung des Körpers auf eine bevorstehende Befruchtung. Aufgrund dieses langen Zyklus sind KĂŒhe in der Regel nur drei- bis viermal im Jahr empfangsbereit. Im ĂŒberwiegenden Teil der FĂ€lle bildet sich eine befruchtete Eizelle, der Follikel hat einen Durchmesser von 21 mm, was relativ klein ist fĂŒr Tiere dieser KörpergrĂ¶ĂŸe. Der Status des Sexualzyklus wird ĂŒber Laute im niederfrequenten Bereich und durch chemische Signale wie Pheromone im Urin mitgeteilt. Beide Kommunikationsmethoden können ĂŒber lange Distanzen genutzt werden.cite-ref-hildebrandt-et-al-2011-65-2[64]cite-ref-wittemyer-2011-1-10[1]

Elefantenbullen erleben periodisch eine sexuelle VerhaltensĂ€nderung, deren Dauer stark variieren kann und die als Musth bezeichnet wird. Die Musth setzt im Unterschied zur Brunft zahlreicher Huftiere nicht synchron ein, sondern verlĂ€uft individuell, so dass in intakten Populationen zu jedem Zeitpunkt des Jahres wenigstens ein fortpflanzungsbereiter Bulle vorkommt. Die AsynchronitĂ€t reduziert wiederum die energetischen Kosten bei DominanzkĂ€mpfen und RivalitĂ€t. Besondere Kennzeichen der Musth finden sich in der erhöhten AggressivitĂ€t der mĂ€nnlichen Tiere. Dadurch können Bullen in der Musth auch physisch stĂ€rkere Individuen dominieren. Äußerlich markiert ein erhöhter Sekretausfluss an den TemporaldrĂŒsen den Musth-Status. Einher geht die Musth mit einem extremen Anstieg des Testosteronspiegels, dabei kann die Hormonkonzentration um bis zu das 100fache gegenĂŒber den Werten außerhalb der Musth-Phase zunehmen.cite-ref-jainudeen-et-al-1972-113-0[112]cite-ref-poole-et-al-1981-114-0[113]cite-ref-rasmussen-et-al-1996-115-0[114] Bullen wandern wĂ€hrend der Musth verstĂ€rkt umher und suchen verschiedene Herden auf, wo sie die Geschlechtsteile und andere Körperpartien der KĂŒhe nach paarungsbereiten Individuen kontrollieren. Dabei signalisiert der Bulle selbst durch Abtasten oder RingkĂ€mpfe mit dem RĂŒssel und Nackenbisse sein eigenes Interesse. GrĂ¶ĂŸere Aufmerksamkeit erlangen bei ihm weibliche Tiere im mittleren Abschnitt der Brunft. Beim Geschlechtsakt ist er auf die Mitarbeit der Kuh angewiesen, da sein S-förmig gewundener Penis nur bei Stillstand in die Vulva eingefĂŒhrt werden kann.cite-ref-hildebrandt-et-al-2011-65-3[64]cite-ref-wittemyer-2011-1-11[1]

Geburt und Entwicklung

Die Tragzeit betrĂ€gt 640 bis 660 Tage oder rund 22 Monate, was die lĂ€ngste unter allen landlebenden SĂ€ugetieren ist. In der Regel wird nur ein Junges geboren, dessen Gewicht bis zu 100 kg betragen kann. Anfangs gibt es kaum Unterschiede in der Entwicklung zwischen mĂ€nnlichen und weiblichen KĂ€lbern. Ab einem Alter von fĂŒnf bis sechs Jahren wachsen mĂ€nnliche Jungtiere aber deutlich schneller als weibliche. Die Entwicklung hĂ€lt bei Bullen bis ins hohe Alter an, da diese fast ihr gesamtes Leben lang an KörpergrĂ¶ĂŸe und -gewicht zunehmen können. Bei KĂŒhen hingegen erlahmt dieser Prozess etwa mit dem 30. Lebensjahr. Bullen sind daher im höheren Alter deutlich grĂ¶ĂŸer und schwerer als KĂŒhe. Auch die soziale Entwicklung verlĂ€uft nicht gleichgerichtet. So sind die AktivitĂ€ten junger weiblicher Tiere stets auf den Familienverband orientiert. Teilweise ĂŒbernehmen sie auch die Betreuung des jĂŒngsten Nachwuchses („allomaternale Pflege“). Nach der Geschlechtsreife verbleiben JungkĂŒhe in der Regel in der Mutterherde. Junge mĂ€nnliche KĂ€lber hingegen suchen AktivitĂ€ten hĂ€ufig außerhalb des Familienverbandes, wo sie Kontakt zu gruppenfremden Individuen aufnehmen. Im Alter von etwa neun Jahren trennen sich Jungbullen von ihrer Mutterherde und schließen sich hĂ€ufig Junggesellengruppen an. Sie treten mit etwa 14 Jahren in die PubertĂ€t ein. Ihre Fortpflanzungsaussichten sind zu diesem Zeitpunkt aber noch gering, da ihnen die körperlichen Voraussetzungen fehlen, um mit Altbullen konkurrieren zu können. Die erste Musth-Phase zeichnet sich daher auch erst in den 20er Lebensjahren ab. Generell sind Elefanten, sowohl KĂŒhe als auch Bullen, bis ins hohe Alter fortpflanzungsfĂ€hig. Zwischen zwei Geburten können bei KĂŒhen dreieinhalb bis neun Jahre vergehen. Dieses ausgesprochen lange Geburtsintervall macht paarungswillige KĂŒhe relativ selten in einer Elefantenpopulation und zwingt Bullen dazu, weite Wanderungen zu unternehmen, um verschiedene Herden aufzusuchen. Das Höchstalter in freier Wildbahn wird in intakten Landschaften mit rund 60 bis 65 Jahren angenommen, was einhergeht mit dem Ausfall des letzten Mahlzahns. In Gebieten mit hohem Jagddruck seitens des Menschen, aber unter UmstĂ€nden auch in menschlicher Obhut, kann die Lebenserwartung rapide zurĂŒckgehen.cite-ref-wittemyer-2011-1-12[1]cite-ref-hinweis2-116-0[Anm 2]

NatĂŒrliche Feinde und ökologische Bedeutung

Durch ihre GrĂ¶ĂŸe und ihr Leben im Herdenverband haben Elefanten wenige natĂŒrliche Feinde. Nur den grĂ¶ĂŸten Raubkatzen wie Löwen und Tigern gelingt es bisweilen, Jungtiere zu erbeuten.cite-ref-der-tiger-117-0[115]cite-ref-loveridge-et-al-2006-118-0[116] In einigen Gebieten Afrikas stellen Löwen Elefanten hĂ€ufiger nach als bisher angenommen. Es handelt sich hierbei um eine Anpassung an die trockenen Jahreszeiten, wenn die meisten Huftiere in nahrungsreichere Gebiete abgewandert sind. Der Großteil der erbeuteten Elefanten wird durch Jungtiere gebildet, die gerade ihre mĂŒtterliche Herde verlassen haben.cite-ref-power-et-al-2009-119-0[117] Im Eiszeitalter hatten Elefanten darĂŒber hinaus wohl noch die mittlerweile ausgestorbenen SĂ€belzahnkatzen zu fĂŒrchten. Insbesondere fĂŒr die Gattung Homotherium konnte zumindest lokal aufgezeigt werden, dass die Tiere gelegentlich ein junges RĂŒsseltier erlegten.cite-ref-anton-et-al-2005-120-0[118]

Elefanten spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Netzwerk ihrer jeweiligen Region. Sie werden daher als ecosystem engineers angesehen. Ihre Funktion Ă€ußert sich beispielsweise im Transport gefressener Samen ĂŒber teils erhebliche Distanzen, was zur Weiterverbreitung von Pflanzen fĂŒhrt.cite-ref-arceiz-et-al-2011-121-0[119] Als ein weiterer Effekt erreichen die Samen einzelner Pflanzen eine höhere KeimfĂ€higkeit, nachdem sie den Magen-Darm-Trakt der Elefanten passiert haben. Das Entrinden oder Umknicken von BĂ€umen öffnet geschlossene Waldlandschaften und schafft so NutzungsrĂ€ume fĂŒr andere Tierarten, da mitunter stĂ€rker strukturierte Habitate entstehen.cite-ref-pringle-2008-122-0[120] ZusĂ€tzlich können derartig geöffnete FlĂ€chen von Pionierpflanzen besiedelt werden.cite-ref-hawthorne-et-al-2000-123-0[121]cite-ref-chapman-et-al-1992-124-0[122] Viel begangene Wege und Pfade sind in manchen Landschaften ĂŒber Dutzende Kilometer sichtbar und werden auch von anderen SĂ€ugetieren frequentiert. ZusĂ€tzlich dienen angelegte Wasserlöcher, PfĂŒtzen in Trittsiegeln oder selbst Kotreste als RĂŒckzugs- oder FortpflanzungsrĂ€ume verschiedener Lebewesen.cite-ref-arceiz-2009-125-0[123]cite-ref-platt-et-al-2018-126-0[124] Neben den zahlreichen positiven Effekten kann eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Population an Elefanten in einer Region auch verheerende Folgen fĂŒr die Landschaft mit dramatischen VerĂ€nderungen haben. Vor allem die Wechselwirkung von Elefanten und Graslandschaft beziehungsweise Baumbestand sind bisher nur unvollstĂ€ndig untersucht.cite-ref-wittemyer-2011-1-13[1]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-11[2]

Systematik

Äußere Systematik

Die Elefanten (Elephantidae) sind eine Familie innerhalb der Ordnung der RĂŒsseltiere (Proboscidea). Sie bilden heute das einzige Mitglied dieser taxonomischen Gruppe, weshalb diese als gegenwĂ€rtig monotypisch aufgefasst werden kann. Die RĂŒsseltiere wiederum gruppieren sich zusammen mit den SeekĂŒhen (Sirenia) und den Schliefern (Hyracoidea) zur ĂŒbergeordneten Gruppe der Paenungulata, Letztere stellen gemeinsam mit den Afroinsectiphilia die Afrotheria, eine der vier Hauptlinien der Höheren SĂ€ugetiere mit einem weitgehend originĂ€r afrikanischen Ursprung. Laut molekulargenetischen Untersuchungen entstanden die Afrotheria bereits in der Oberkreide vor 90,4 bis 80,9 Millionen Jahren. Etwa 15 Millionen Jahre spĂ€ter teilte sich diese Ursprungsgruppe in die beiden heutigen Hauptlinien auf. Innerhalb der Paenungulata sind die SeekĂŒhe und die RĂŒsseltiere als engere Verwandtschaftseinheit zu betrachten, die als Tethytheria bezeichnet wird. Ihre Aufspaltung setzte in PalĂ€ozĂ€n vor rund 64 Millionen Jahren ein.cite-ref-springer-et-al-2003-128-0[126]cite-ref-meredith-et-al-2011-129-0[127]cite-ref-kuntner-et-al-2011-130-0[128]cite-ref-leary-et-al-2013-131-0[129]cite-ref-springer-et-al-2015-132-0[130] Etwa so weit reicht auch der Fossilbericht der RĂŒsseltiere zurĂŒck, womit diese eine sehr alte Gruppe darstellen. Im Laufe ihrer Stammesgeschichte erwiesen sie sich als sehr formenreich, wobei der hohe Diversifizierungsgrad als Resultat mehrerer Radiationsphasen entstand. Die einzelnen Vertreter zeigten vielfĂ€ltige Anpassungen an unterschiedliche Biotope und Klimaregionen. Die einstige Verbreitung der RĂŒsseltiere reichte dabei von Afrika ĂŒber weite Teile Eurasiens und Amerikas. Die Elefanten sind innerhalb der RĂŒsseltiere als relativ junge Entwicklungslinie anzusehen und formen einen Teil der letzten Ausbreitungsphase, die im Verlauf des MiozĂ€n begann. Systematisch gehören sie zur Überfamilie der Elephantoidea. Zu dieser zĂ€hlen ebenfalls die Stegodontidae, welche als die Schwestergruppe der Elefanten aufzufassen sind. Die frĂŒhesten Fossilnachweise der Elefanten sind rund 7 Millionen Jahren alt.cite-ref-made-2010-133-0[131]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-12[2]

Innere Systematik

Innerhalb der Elefanten werden zwei Unterfamilien unterschieden: die Stegotetrabelodontinae und die Elephantinae. Erstere sind nur fossil belegt und waren weitgehend auf Afrika und die Arabische Halbinsel beschrĂ€nkt. Sie kennzeichnen sich durch eine lange Unterkiefersymphyse, ausgebildete untere StoßzĂ€hne sowie durch niederkronige BackenzĂ€hne mit nur wenigen Schmelzfalten, die im nicht abgekauten Zustand zudem in der Mittelachse des Zahns unterbrochen sind – ein urtĂŒmliches Merkmal fĂŒr RĂŒsseltiere. Der SchĂ€del wies aber bereits die fĂŒr Elefanten typische Stauchung vorn und hinten auf. Teilweise wird angenommen, dass es sich bei den Stegotetrabelodontinae um die Stammgruppe der Elefanten handelt, wahrscheinlicher reprĂ€sentieren sie aber nur einen Seitenzweig. Die Gruppe trat im Oberen MiozĂ€n auf und verschwand im PliozĂ€n wieder.cite-ref-sanders-2004-135-0[133]cite-ref-sanders-et-al-2010-136-0[134] Die Elephantinae wiederum zeigen eine Tendenz zur Reduktion der unteren StoßzĂ€hne und zu Aufhöhung der Zahnkronen der Molaren. Die BackenzĂ€hne bestehen aus zahlreicheren Schmelzfalten mit einer Minimalanzahl von sieben auf dem hintersten Zahn. Außerdem verschwindet die mediane Einkerbung auf den Zahnkronen. Die Unterfamilie umfasst die heute noch lebenden Vertreter, die sich auf zwei Gattungen mit drei Arten verteilen. Die beiden afrikanischen Vertreter werden dabei in der Gattung der Afrikanischen Elefanten (Loxodonta) eingegliedert, die einzige asiatische Form gehört der Gattung Elephas an. Ihre Abspaltung voneinander setzte gemĂ€ĂŸ molekulargenetischen Daten vor rund 7,6 Millionen Jahren ein.cite-ref-rohland-et-al-2007-137-0[135]cite-ref-rohland-et-al-2010-138-0[136] Daneben sind noch einzelne ausgestorbene Gattungen belegt, die in mehr oder weniger engen Beziehungen zu den heutigen Gattungen stehen. So gehören die Mammute (Mammuthus) zu den nĂ€chsten Verwandten der Gattung Elephas, wĂ€hrend Palaeoloxodon neueren Erkenntnissen zufolge eine gemeinsame Gruppe mit den Afrikanischen Elefanten bildet. Der engere Verwandtschaftskreis um die heutigen afrikanischen Elefantenvertreter wird daher der Tribus der Loxodontini zugewiesen, der der asiatischen der Elephantini.cite-ref-shoshani-et-al-2005-139-0[137]

Überblick ĂŒber die Unterfamilien und Gattungen der Elefanten

Die Familie der Elefanten gliedert sich demnach heute folgendermaßen:cite-ref-shoshani-et-al-2005-139-1[137]cite-ref-sanders-et-al-2010-136-1[134]

‱ Familie Elephantidae Gray, 1821

Unterfamilie Stegotetrabelodontinae Aguirre, 1969 Stegotetrabelodon Petrocchi, 1941 Stegodibelodon Coppens, 1972 Unterfamilie Elephantinae Gray, 1821 Primelephas Maglio, 1970 Loxodonta Anonymous, 1827 Stegoloxodon Kretzoi, 1950 Palaeoloxodon Matsumoto, 1924 Elephas Linnaeus, 1758 Mammuthus Brookes, 1828

Die Stellung von Stegodibelodon innerhalb der Stegotetrabeldontinae ist nicht ganz eindeutig, da einige Autoren ihn auch zu den Elephantinae zĂ€hlen.cite-ref-sanders-et-al-2010-136-2[134] Die tatsĂ€chlichen Verwandtschaftsbeziehungen der einzelnen Vertreter der Elefanten vor allem aus der Unterfamilie der Elephantinae sind genetischen Untersuchungen zufolge komplex. So kommt es verschiedentlich zu Hybridisierungen zwischen den beiden afrikanischen Elefantenarten,cite-ref-debruyne-2005-140-0[138]cite-ref-murata-et-al-2009-141-0[139]cite-ref-mondol-et-al-2015-142-0[140] ebenso auch zwischen den höheren taxonomischen Gruppen des Asiatischen Elefanten.cite-ref-fickel-et-al-2007-143-0[141] DarĂŒber hinaus sind derartige genetische Vermischungen zwischen verschiedenen Mammutformen belegt.cite-ref-enk-et-al-2011-144-0[142]cite-ref-enk-et-al-2016-145-0[143]cite-ref-chang-et-al-2017-146-0[144] Der Nachweis einzelner gemeinsamer Haplotypen sowohl bei rezenten als auch fossilen Elefantenarten reicht derzeit bis in die Stammlinie der Elefanten zurĂŒck und lĂ€sst annehmen, dass Hybridisierung zwischen einzelnen Arten bereits sehr frĂŒh einsetzte und offensichtlich auch ĂŒber die Gattungsgrenzen hinweg wirkte.cite-ref-palkopoulou-et-al-2018-147-0[145] Aus der heutigen Zeit wurde der einzige bekannte Hybride zwischen einer asiatischen Elefantenkuh und einem afrikanischen Elefantenbullen 1978 im Zoo von Chester geboren. Es handelte sich um das Bullenkalb „Motty“, das Mischmerkmale beider Arten trug, etwa in Bezug auf die OhrgrĂ¶ĂŸe, aber bereits nach zehn Tagen verstarb.cite-ref-howard-1979-148-0[146]cite-ref-jerold-et-al-1996-149-0[147]

Stammesgeschichte

UrsprĂŒnge und Entwicklungstendenzen

Die RĂŒsseltiere sind eine vergleichsweise alte Ordnung der SĂ€ugetiere. Ihre UrsprĂŒnge reichen bis in das PalĂ€ozĂ€n des nördlichen Afrikas vor rund 60 Millionen Jahren zurĂŒck.cite-ref-gheerbrant-etal-2009-150-0[148] Innerhalb der Ordnung werden verschiedene Familien unterschieden, etwa die Deinotheriidae, die Gomphotheriidae, die Mammutidae und die Stegodontidae, die wĂ€hrend verschiedener Radiationsphasen entstanden. Die Elefanten sind aus dieser Sicht relativ jung, sie gehören in die dritte und damit letzte Radiationsphase der Ordnung, die im Verlauf des MiozĂ€ns wiederum in Afrika einsetzte. Einige der Ă€lteren, bereits genannten RĂŒsseltierlinien, die noch aus den vorgehenden Radiationsphasen stammen, waren aber teilweise bis in das ausgehende PleistozĂ€n Zeitgenossen der Elefanten. Evolutive Trends innerhalb der Elefanten finden sich in der VerschmĂ€lerung des SchĂ€dels vorn und hinten, der dadurch an Höhe zunahm. Die KĂŒrzungen in der LĂ€nge hatten zur Folge, dass auch der Unterkiefer gestaucht wurde, wodurch die unteren StoßzĂ€hne kaum mehr Platz fanden und sich zurĂŒckbildeten. In der Struktur der BackenzĂ€hne ist die VergrĂ¶ĂŸerung der Zahnkronenhöhe in Richtung Hypsodontie sowie die Zunahme der Anzahl der Schmelzfalten zu nennen. Bei letzterem Prozess verringerte sich die Schmelzbanddicke einer jeden Lamelle. Beide VerĂ€nderungen – Zunahme der Zahnkronenhöhe und der Lamellenanzahl – stehen in Zusammenhang mit einer stĂ€rkeren Anpassung an Grasnahrung.cite-ref-maglio-1973-28-1[27]cite-ref-made-2010-133-1[131]cite-ref-sanders-et-al-2010-136-3[134]

MiozÀn

Die Entwicklungslinie der Elefanten begann im spĂ€ten MiozĂ€n vor etwa 7 Millionen Jahren in Afrika. Die neuen RĂŒsseltiere unterschieden sich von anderen Vertretern der Ordnung durch die fehlende ZahnschmelzhĂŒlle der StoßzĂ€hne und das Vorhandensein von Schmelzlamellen auf den BackenzĂ€hnen. Beide Merkmale gelten als besonders charakteristisch fĂŒr die Angehörigen der Elefanten, allerdings entwickelten die Stegodonten unabhĂ€ngig den Schmelzlamellen Ă€hnliche Strukturen. Zu den frĂŒhesten Formen der Elefanten gehören die Vertreter der Stegotetrabelodontinae. Deren Charakterform Stegotetrabelodon besaß noch untere StoßzĂ€hne und hatte BackenzĂ€hne mit sehr niedrigen Kronen sowie nur wenigen Lamellen, die aber in der Mitte der ZahnlĂ€ngsachse geteilt waren. Trotz der niedrigen Zahnkronen verweist die Lamellenstruktur auf einen bereits zunehmenden Grasanteil im Nahrungsspektrum. Der ĂŒberwiegende Teil der Funde ist auf das östliche Afrika und die Arabische Halbinsel beschrĂ€nkt, einige Reste sind aber auch aus dem sĂŒdlichen Europa belegt. Hervorzuheben ist etwa Lothagam in Kenia, in Europa ist Stegotetrabelodon unter anderem aus Cessaniti in Italien belegt.cite-ref-ferretti-et-al-2003-151-0[149]cite-ref-ferretti-etal-2017-152-0[150]cite-ref-made-2010-133-2[131]cite-ref-sanders-et-al-2010-136-4[134]

Mit Primelephas trat dann erstmals ein Vertreter der modernen Elephantinae im Oberen MiozĂ€n im östlichen Afrika in Erscheinung. Diese weitgehend nur ĂŒber Gebissreste bekannte Form ist relativ gut aus der Region Djourab im nördlichen Tschad dokumentiert. Die Funde verteilen sich hier auf mehrere Fundstellen wie Toros-Menalla, Kossom-Bogoudi oder KoulĂ , die zwischen 7,4 und 4 Millionen Jahre alt sind. Weiteres Material fand sich im Afar-Dreieck in Äthiopien, unter anderem im Awash-Gebiet, und zusĂ€tzlich auch in Lothagam und in den Tugen Hills in Kenia. Ob die Tiere noch untere StoßzĂ€hne trugen, ist dem palĂ€ontologischen Befund nicht eindeutig zu entnehmen. Ein charakteristisches Merkmal findet sich in den durch tiefe V-förmige Einbuchtungen getrennten Schmelzlamellen der BackenzĂ€hne.cite-ref-maglio-1970-153-0[151]cite-ref-mackaye-et-al-2008-154-0[152]cite-ref-sanders-et-al-2010-136-5[134]

Fast zeitgleich zu Primelephas bildete sich Loxodonta heraus, nachgewiesen ĂŒber einzelne Funde im östlichen Afrika wie etwa aus der Lukeino- und der Chemeron-Formation im westlichen Kenia, deren Alter zwischen 6,2 und 4 Millionen Jahren datiert. Ähnlich alte Funde frĂŒher Angehöriger der Afrikanischen Elefanten barg die Fundstelle Langebaanweg im sĂŒdwestlichen Teil des Kontinentes.cite-ref-sanders-2007-155-0[153] In der Regel handelt es sich bei den frĂŒhen Funden um isolierte ZĂ€hne, die teilweise der Art Loxodonta cookei zugewiesen werden. Das typische Kennzeichen der einzelnen Angehörigen von Loxodonta zeigt sich in der rautenförmigen Ausbuchtung des Zahnschmelzes der Schmelzlamellen der BackenzĂ€hne.cite-ref-sanders-et-al-2010-136-6[134]

Auch die bekannteste ausgestorbene Elefantenform, die Gattung Mammuthus (Mammute), hat ihren Ursprung in Afrika. Die frĂŒheste hier auftretende Form ist Mammuthus subplanifrons, von der beispielsweise Reste in Langebaanweg zu Tage traten,cite-ref-sanders-2007-155-1[153] ebenso wie im Awash-Gebiet oder in der Nkondo-Formation in Uganda. Die entsprechenden Alterswerte variieren zwischen 6 und 5 Millionen Jahren. Mammuthus subplanifrons war sehr urtĂŒmlich fĂŒr ein Mammut, es besaß noch niedrige Molaren mit nur wenigen, aber dicken Schmelzlamellen. Bisher ist die Art weitgehend ĂŒber ZĂ€hne und Unterkiefer bekannt, ein SchĂ€del liegt nicht vor. Jedoch zeigt ein Stoßzahnfragment assoziiert mit einigen BackenzĂ€hnen aus Virginia im sĂŒdlichen Afrika bereits die markante Spiraldrehung, wie sie auch fĂŒr die anderen Gattungsvertreter typisch ist. Insgesamt erwiesen sich die BackenzĂ€hne von Mammuthus subplanifrons als stark variabel. Das eher geringe Fundmaterial schrĂ€nkt aber die Aussagemöglichkeiten ein, so dass momentan unklar ist, ob das Taxon nicht eventuell mehrere Arten einschließt.cite-ref-maglio-1973-28-2[27]cite-ref-sanders-et-al-2010-136-7[134]

Plio- und PleistozÀn

Im frĂŒhen PliozĂ€n Afrikas lĂ€sst sich noch Stegodibelodon aus der Gruppe der Stegotetrabelodontinae nachweisen, bei dem die unteren StoßzĂ€hne bereits reduziert waren. Die Unterkiefersympphyse zeigte sich jedoch vergleichsweise lang, ebenso bestand die mittige Teilung der Schmelzlamellen noch. Die Form ist aus dem zentralen Afrika ĂŒberliefert, etwa aus den SteinbrĂŒchen von KollĂ© im Tschad. Von hier wurden auch spĂ€te Nachweise von Primelephas erbracht.cite-ref-mackaye-et-al-2005-156-0[154]

Loxodonta erreichte im PliozĂ€n und im PleistozĂ€n eine weite Verbreitung in Afrika, Fossilbelege liegen vom Norden ĂŒber den Osten bis zum SĂŒden vor. ZunĂ€chst trat Loxodonta adaurora in Erscheinung, eine Form Ă€hnlich den heutigen Afrikanischen Elefanten, aber noch mit niedrigen BackenzĂ€hnen. Die Tiere bewohnten Mosaiklandschaften, bedeutende Fundstellen mit Resten der Art liegen aus dem Awash- und dem Omo-Gebiet in Äthiopien, aus Kanapoi oder vom westlichen Turkanasee in Kenia vor. Ähnlich alt wie Loxodonta adaurora ist Loxodonta exoptata. Im Unterschied zu ersterer Art hatte letztere höhere Zahnkronen und mehr Zahnlamellen auf den BackenzĂ€hnen. Das Verbreitungsgebiet der beiden Formen war relativ Ă€hnlich, zusĂ€tzlich drang Loxodonta exoptata bis in das zentrale Afrika vor, wie Funde aus Koro-Toro im Tschad zeigen. Loxodonta atlantica trat wiederum hauptsĂ€chlich im Oberen PliozĂ€n und im PleistozĂ€n sowohl in Nord- wie auch in SĂŒdafrika auf. Die Form lĂ€sst eine starke Spezialisierung erkennen mit extrem hochkronigen Molaren und einer höheren Anzahl an Lamellen als bei jedem anderen Gattungsvertreter. Dies verweist auf eine ĂŒberwiegend grasfressende ErnĂ€hrung. Der heutige Afrikanische Elefant ist erstmals im AltpleistozĂ€n belegbar, zu nennen wĂ€re hier wiederum das Awash-Gebiet. Abweichend dazu verfĂŒgt der Waldelefant ĂŒber keinen Fossilnachweis. Bemerkenswert ist des Weiteren, dass Loxodonta im Gegensatz zu anderen Elefantenformen bisher nicht außerhalb Afrikas dokumentiert wurde.cite-ref-sanders-et-al-2010-136-8[134]

Die Gattung Palaeoloxodon, die mit den Afrikanischen Elefanten nahe verwandt ist, entstand ebenfalls in Afrika, wo sie sich im Verlauf des Unteren PliozĂ€n herausbildete. Ihre Vertreter entwickelten sehr frĂŒh hochkronige ZĂ€hne mit bis zu 19 Schmelzlamellen auf dem letzten Mahlzahn, was als Anpassung an das zunehmend trockener werdende Klima in Afrika anzusehen ist.cite-ref-larramendi-et-al-2020-157-0[155] FrĂŒhe Vertreter in Afrika werden zur Art Palaeoloxodon eokorensis gezĂ€hlt. EingefĂŒhrt wurde die Form anhand von ZĂ€hnen aus Kanapoi in Kenia (eine ursprĂŒnglich noch Ă€ltere angenommene Art aus Ostafrika, Palaeoloxodon nawataensis, ist heute nicht mehr anerkanntcite-ref-sanders-et-al-2010-136-9[134]).cite-ref-maglio-1970-153-1[151] Palaeoloxodon war im Verlauf des PliozĂ€ns und des PleistozĂ€ns eine der dominanten Elefantenformen Afrikas. Hierzu gehört auch das riesige Palaeoloxodon recki, das beispielsweise an bedeutenden Fundstellen wie Olorgesailie oder Olduvai nachgewiesen ist. Die Art bestand ĂŒber einen langen Zeitraum vom ausgehenden PliozĂ€n bis zum MittelpleistozĂ€n und wurde in Afrika dann durch Palaeoloxodon jolensis abgelöst. Letzterer hielt sich noch bis in den Übergang vom Mittel- zum OberpleistozĂ€n, wie junge Funde unter anderem aus der Kibish-Formation von Natodomeri im nördlichen Kenia anzeigen. Prinzipiell bisher nur ĂŒber ZĂ€hne ĂŒberliefert, verweist deren hochkroniger Bau und zusĂ€tzlich vorgenommene Isotopenanalysen auf eine ĂŒberwiegend grasfressende Lebensweise.cite-ref-manthi-et-al-2019-158-0[156] Palaeoloxodon erreichte im PleistozĂ€n auch Eurasien, von wo mit dem gleichfalls sehr großen Palaeoloxodon antiquus (EuropĂ€ischer Waldelefant) der bekannteste Vertreter ĂŒberliefert ist. Dessen Verbreitungsgebiet umspannte große Areale Europas und des westlichen Asiens. Eine bedeutende Fundkollektion liegt mit mehreren vollstĂ€ndigen Skeletten aus dem Geiseltal vor.cite-ref-marano-et-al-2013-159-0[157] Die hauptsĂ€chliche Nahrung bestand aus gemischter weicher und harter Pflanzenkost,cite-ref-grube-2010-160-0[158] dementsprechend kam die Art in den Gebieten nördlich der Alpen weitgehend nur wĂ€hrend der Warmzeiten des Mittel- und JungpleistozĂ€ns vor. Weiter östlich, in Zentral- und SĂŒdasien, wurde der EuropĂ€ische Waldelefant vom (eventuell konspezifischen) Palaeoloxodon namadicus ersetzt. Vom EuropĂ€ischen Waldelefanten stammen einige Zwergelefanten ab, die im Verlauf des PleistozĂ€ns verschiedene Inseln des Mittelmeers besiedelten. Genannt seien hier stellvertretend Palaeoloxodon falconeri (Sizilianischer Zwergelefant) von Sizilien und Malta, Palaeoloxodon tiliensis von der Insel Tilos sowie Palaeoloxodon cypriotes von Zypern.cite-ref-palombo-2010-161-0[159]cite-ref-sen-2017-71-1[70]cite-ref-made-2010-133-3[131]

Neben Mammuthus subplanifrons war in Afrika noch Mammuthus africanavus prĂ€sent, letzteres beschrĂ€nkte sich aber weitgehend auf das PliozĂ€n des nördlichen und zentralen Afrikas.cite-ref-sanders-et-al-2010-136-10[134] SpĂ€testens vor rund 3 Millionen Jahren erreichten die Mammute auch das eurasische Gebiet. In der Regel werden diese Ă€ltesten Vertreter der Mammute außerhalb Afrikas mit Mammuthus meridionalis (SĂŒdelefant) assoziiert, alternativ besteht auch die Möglichkeit einer stĂ€rkeren Aufsplitterung der FrĂŒhformen, die dann unter den Bezeichnungen Mammuthis rumanus und Mammuthus gromovi gefĂŒhrt werden. Unterschiede finden sich unter anderem in der Anzahl der Schmelzlamellen. Zu den frĂŒhesten Funden in Eurasien zĂ€hlen einige ZĂ€hne von Cernătești in der Kleinen Walachei in RumĂ€nien, andere nur wenig jĂŒngere Fundstellen liegen im zentralen Italien und in England.cite-ref-lister-et-al-2005-162-0[160]cite-ref-lister-et-al-2003-163-0[161] Innerhalb der eurasischen Mammut-Linie bildete sich zunĂ€chst Mammuthus trogontherii (Steppenmammut) heraus, das weitgehend wĂ€hrend des frĂŒhen und mittleren Abschnitts des PleistozĂ€ns lebte und mit einer Schulterhöhe von 4,5 m zu den grĂ¶ĂŸten RĂŒsseltiervertretern gehört.cite-ref-shoshani-1998-15-6[14] Die Terminalform wird durch Mammuthus primigenius (Wollhaarmammut) reprĂ€sentiert, welches die Charakterform der kaltzeitlichen eurasischen Offenlandschaften darstellt. Sie werden als Mammutsteppe bezeichnet und beherbergten den sogenannten Mammuthus-Coelodonta-Faunenkomplex, dem als weitere namensgebende Form das Wollnashorn angehörte.cite-ref-kahlke-1994-27-1[26] Als Hinweise auf diese kaltzeitliche Lebensgemeinschaft und die weit nördliche Verbreitung des Wollhaarmammuts werden noch heute gelegentlich Eismumien der Tiere im sibirischen Dauerfrostboden gefunden, die zum Teil eine hervorragende Weichteilerhaltung besitzen. Aufgrund der Anpassungen des Wollhaarmammuts an die unwirtlichen Bedingungen der Kaltzeiten gilt die Art als am stĂ€rksten spezialisierter Elefantenvertreter. Dies drĂŒckt sich unter anderem in den BackenzĂ€hnen mit ihren extrem hohen Zahnkronen und der großen Anzahl an Schmelzlamellen aus, die mitunter mehr als dreißig umfassten. Das Wollhaarmammut ĂŒberquerte im OberpleistozĂ€n auch die Beringstraße und besiedelte weite Teile von Nordamerika. Bereits zuvor hatte dies der SĂŒdelefant oder das Steppenmammut bewĂ€ltigt und sich vor 1,5 bis 1,3 Millionen Jahren in Nordamerika ausgebreitet. Dort entstand mit Mammuthus columbi (PrĂ€riemammut) eine eigenstĂ€ndige Linie.cite-ref-lister-1997-20-1[19]cite-ref-lister-et-al-2015-164-0[162] Im Verlauf des Oberen PleistozĂ€ns ĂŒberschnitten sich in Nordamerika die Verbreitungsgebiete von sowohl Wollhaar- als auch PrĂ€riemammut und es kam gelegentlich zur Vermischung.cite-ref-enk-et-al-2011-144-1[142]cite-ref-enk-et-al-2016-145-1[143] Ähnlich wie bei Palaeoloxodon entstanden innerhalb der Mammuthus-Linie einzelne Zwergformen, darunter etwa Mammuthus creticus von Kreta, Mammuthus lamarmorai von Sardinien und Mammuthus exilis auf den kalifornischen Kanalinseln.cite-ref-roth-1996-165-0[163]cite-ref-herridge-et-al-2012-8-1[7]

Die Gattung Elephas als nĂ€chstverwandte Form der Mammute ist vergleichsweise spĂ€t erstmals nachweisbar. FrĂŒhe Funde fallen in das ausgehende PliozĂ€n und kamen in den Siwalik-Bergen in SĂŒdasien zu Tage. Sie gehören der Art Elephas planifrons an. Diese wurde dann zu Beginn des UnterpleistozĂ€ns durch Elephas hysudricus ersetzt, der von SĂŒd- bis nach Westasien vorkam. Andere Vertreter wie Elephas platycephalus traten zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf, sind aber bisher Ă€ußerst selten nachgewiesen.cite-ref-maglio-1973-28-3[27] Der heutige Asiatische Elefant ist erstmals gesichert aus dem OberpleistozĂ€n belegt, einzelne Funde verweisen eventuell schon auf das MittelpleistozĂ€n. Die Malaiische Inselwelt beherbergte mit Stegoloxodon eine eigene Form, dessen ZĂ€hne ein wenig an die der Afrikanischen Elefanten erinnern. Es handelt sich um eine Zwergform, von der aber bisher nur wenige Fossilmaterial von Sulawesi und Java bekannt ist.cite-ref-markov-et-al-2008-166-0[164]

HolozÀn und Aussterben verschiedener Elefantenformen

Über das Verschwinden der verschiedenen Elefantenformen im Laufe der Stammesgeschichte liegen aufgrund des teils wenig ergiebigen Fossilberichts nur vereinzelte Informationen vor. Dies betrifft vor allem die Vertreter des afrikanischen sowie des sĂŒd- und sĂŒdostasiatischen Raumes. Vergleichsweise gut ist dagegen das Aussterben einzelner Elefantenarten (und anderer RĂŒsseltiergruppen) im Übergang vom PleistozĂ€n zum HolozĂ€n untersucht wie etwa verschiedener Angehöriger der Gattungen Mammuthus und Palaeoloxodon, deren Entwicklungslinien vollstĂ€ndig erloschen. In Eurasien verschwand das Wollhaarmammut im Zeitraum von etwa 12.300 bis 8700 Jahren vor heute. Der RĂŒckzug der Art erfolgte dabei wohl von West nach Ost, da die letzten Daten des Auftretens in Westeuropa durchschnittlich Ă€lter sind als im nordöstlichen Asien. Im festlĂ€ndischen Teil Nordasiens, etwa auf der Taimyrhalbinsel, hielt sich das Wollhaarmammut bis in das Untere HolozĂ€n.cite-ref-stuart-2002-167-0[165]cite-ref-kuzmin-168-0[166] Eine kleine Population ĂŒberlebte auf der Wrangelinsel noch bis in das Mittlere HolozĂ€n vor 3700 Jahren.cite-ref-lister-1993-169-0[167] Eine weitere weit ins HolozĂ€n ĂŒberlebende Gruppe war auf den Pribilof-Inseln vor der KĂŒste Alaskas heimisch und trat dort bis um 5700 Jahre vor heute auf.cite-ref-enk-et-al-2009-170-0[168]cite-ref-veltre-et-al-2008-171-0[169] Die jĂŒngsten Daten fĂŒr das PrĂ€riemammut in Nordamerika dagegen liegen zwischen 11.400 und 9300 Jahren vor heute, die von Mammuthus exilis bei rund 11.000 Jahren.cite-ref-deviese-et-al-2018-172-0[170]cite-ref-agenbroad-et-al-2003-173-0[171]

WĂ€hrend der EuropĂ€ische Waldelefant in Eurasien spĂ€testens vor rund 33.000 Jahren auf der Iberischen Halbinsel letztmals nachweisbar ist,cite-ref-mol-et-al-2007-174-0[172] ĂŒberlebten seine Abkömmlinge auf den Inseln des Mittelmeers teilweise erheblich lĂ€nger. Auf Zypern war Palaeoloxodon cypriotes noch vor rund 11.500 Jahren anwesend, Palaeoloxodon tiliensis von Tilos verschwand dagegen in einem Zeitraum von vor 4400 bis 3300 Jahren.cite-ref-palombo-2010-161-1[159]

Das Ende mehrerer Elefantenlinien im Oberen PleistozĂ€n und im Verlauf des HolozĂ€ns fĂ€llt mit der QuartĂ€ren Aussterbewelle zusammen, deren Ursachen vielfach diskutiert werden. Insgesamt zog sich aber das Aussterben der Mammute und der Vertreter von Palaeoloxodon ĂŒber einen mehrere Tausend Jahre langen Zeitraum hin und ist so kein einmaliges Ereignis. Hier spielen vermutlich mehrere Faktoren eine Rolle. Sie setzten sich vor allem aus KlimaverĂ€nderungen, die die ausgehende letzte Kaltzeit bedingte, und den damit verbundenen HabitatĂŒberprĂ€gungen zusammen. Gemeinsam mit diesen hat wohl auch zumindest lokal der Mensch einen Einfluss auf das Verschwinden oder Aussterben einzelner Elefantengruppen ausgeĂŒbt, etwa durch aktive Jagd.cite-ref-macdonald-et-al-2012-175-0[173]

Forschungsgeschichte

Die Bezeichnung „Elefant“ geht ĂŒber mittelhochdeutsch/althochdeutsch (h)Ă«lfant und lateinisch elephantus auf das griechische Wort ጐλέφας (elĂ©phas) zurĂŒck.cite-ref-kluge-et-al-1967-176-0[174] Dessen Ursprung ist unbekannt; möglicherweise leitet es sich von dem hebrĂ€ischen ibah her, das wiederum ĂŒber das Sanskrit mit ibhas oder Ă­bhah vermittelt wurde. Es fand Einzug in die lateinische Sprache, in der ebur fĂŒr das „Elfenbein“ steht. Elephas wurde bereits in antiker Zeit verwendet, bezog sich aber zumeist auf die StoßzĂ€hne und weniger auf das Tier selbst (so etwa bei Homer, Hesiod und Pindar nur in der Bedeutung „Elfenbein“ beziehungsweise „Elefantenzahn“).cite-ref-pape-177-0[175]cite-ref-peris-1994-178-0[176] Als zusammenfassende und ĂŒbergeordnete Bezeichnung fĂŒr die Elefanten diente Elephas bereits im 17. Jahrhundert. Im Jahr 1758 etablierte dann Linnaeus in seinem wegweisenden Werk Systema NaturĂŠ die Gattung Elephas, in der er sowohl die asiatischen als auch die afrikanischen Tiere einschloss und sie unter der Bezeichnung Elephas maximus vereinte.cite-ref-linne-1758-179-0[177] Erst 45 Jahre spĂ€ter trennte Johann Friedrich Blumenbach die asiatischen und afrikanischen Formen auf artlicher Ebene.cite-ref-blumenbach-1779-und-1797-180-0[178] Die generische Unterscheidung geht mit der offiziellen EinfĂŒhrung der Gattung Loxodonta auf einen unbekannten Autor 1827 zurĂŒck,cite-ref-anonym-1827-181-0[179] der aber wiederum einen zwei Jahre zuvor von FrĂ©dĂ©ric Cuvier gebrauchten Begriff verwendete.cite-ref-cuvier-1825-182-0[180] Die auf den Gattungsnamen Elephas basierende Familienbezeichnung Elephantidae wurde im Jahr 1821 von John Edward Gray eingefĂŒhrt. Gray definierte die Elefanten folgendermaßen: Teeth, two grinders in each jaw, composed of transverse vertical lamina, enveloped in enamel, and soldered together by a cortical substance („ZĂ€hne, zwei MahlzĂ€hne in jedem Kiefer, bestehend aus quergestellten, senkrechten BlĂ€ttern, umhĂŒllt von Zahnschmelz und zusammengehalten von einer Ă€ußeren Substanz“).cite-ref-gray-1821-183-0[181]

Die systematische Zuweisung der Elefanten variierte im Laufe der Zeit. Linnaeus sah die Tiere innerhalb einer Bruta genannten Gruppe, die unter anderem auch die SeekĂŒhe, Faultiere und Schuppentiere einschloss.cite-ref-linne-1758-179-1[177] Blumenbach stellte ihnen noch verschiedene Huftiere wie die Tapire, Nashörner, Flusspferde und die Schweine zur Seite.cite-ref-blumenbach-1779-und-1797-180-1[178] Dies blieb die prinzipielle Verwandtschaftszuordnung zum Ende des 18. und im Verlauf des 19. Jahrhunderts. Étienne Geoffroy Saint-Hilaire und Georges Cuvier fassten alle von Blumenbach genannten Huftiere im Jahr 1795 zu den Pachydermata (DickhĂ€uter) zusammen,cite-ref-hilaire-et-al-1795-184-0[182] einer aus heutiger Sicht in sich nicht geschlossenen Gruppe. SpĂ€ter fĂŒgte Cuvier noch die Pekaris, Schliefer und einige ausgestorbene Formen hinzu.cite-ref-cuvier-1817-185-0[183] Im Jahr 1811 fĂŒhrte Johann Karl Wilhelm Illiger die Bezeichnung Proboscidea ein, in der er die Elefanten einordnete und sie nach ihrem auffĂ€lligsten Kennzeichen benannte. Illiger wies noch keine Fossilformen zu den Proboscidea.cite-ref-illiger-1811-186-0[184] Gray ĂŒbernahm 1821 Illigers Ordnungseinheit und schloss in ihr neben den Elefanten zusĂ€tzlich noch die „Mastodonten“ ein, eine altertĂŒmliche und heute nicht mehr gebrĂ€uchliche RĂŒsseltiergruppe.cite-ref-gray-1821-183-1[181] In seiner Schrift von 1811 hatte Illiger die Proboscidea in einer Gruppe namens Multungulata („Vielhufer“) eingegliedert, die aber konzeptionell den Pachydermata entsprachen. Bereits fĂŒnf Jahre spĂ€ter brach Henri Marie Ducrotay de Blainville erstmals das Konstrukt der Pachydermata auf, in dem er mehrere Gruppen an Huftieren unterschied. Hierzu gehörten unter anderem Tiere mit einer geraden Anzahl an Zehen (onguligrades Ă  doigts pairs) und solche mit einer ungeraden Anzahl (onguligrades Ă  doigts impairs). Die Elefanten gruppierte er als einzige Mitglieder in eine höhere Einheit namens Gravigrades.cite-ref-blainville-1816-187-0[185] SpĂ€ter, im Jahr 1848, griff Richard Owen den Ansatz auf und trennte die Paarhufer (Artiodactyla) und die Unpaarhufer (Perissodactyla) ab, womit er die Pachydermata endgĂŒltig aufspaltete. Die RĂŒsseltiere sah er zwar als prinzipiell Ă€hnlich zu den Unpaarhufern, beließ sie aber aufgrund zahlreicher EigentĂŒmlichkeiten wie des RĂŒssels in einer eigenstĂ€ndigen Ordnungseinheit.cite-ref-owen-1848-188-0[186]cite-ref-simpson-1945-189-0[187]

Die Nahverwandtschaft der Elefanten beziehungsweise der Proboscidea mit den Huftieren blieb nachfolgend weitgehend bestehen. Allerdings merkte Theodore Gill im Jahr 1870 eine engere Bindung zwischen den RĂŒsseltieren, den SeekĂŒhen und den Schliefern an, ohne dieser Gruppe einen speziellen Namen zu geben.cite-ref-gill-1870-190-0[188] Andere Autoren belegten Ă€hnliche VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse mit Bezeichnungen wie Taxeopoda (Edward Drinker Cope 1880 und 1890er Jahre) oder Subungulata (Richard Lydekker 1890er Jahre und Max Schlosser 1920er Jahre), die sich aber jeweils als problematisch erwiesen. George Gaylord Simpson etablierte daher im Jahr 1945 in seiner generellen Taxonomie der SĂ€ugetiere die Paenungulata als eine neue ĂŒbergeordnete Gruppe fĂŒr die Elefanten, Schliefer und SeekĂŒhe nebst diversen ausgestorbenen Formen.cite-ref-simpson-1945-189-1[187] Die Paenungulata sah Simpson als Bestandteil der Protungulata.cite-ref-simpson-1945-189-2[187] Dagegen fĂŒhrten Malcolm C. McKenna und Susan K. Bell die Paenungulata (hier als Uranotheria benannt) einschließlich der Elefanten allgemein innerhalb der Ungulata.cite-ref-mckenna-et-al-1997-191-0[189] In zahlreichen Systematiken wurden die Paenungulata als nĂ€her verwandt mit den Unpaarhufern erachtet. Erst biochemische und molekulargenetische Studien aus dem Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert deckten auf, dass die Paenungulata und somit auch die Elefanten einer Gruppe angehören, die originĂ€r in Afrika verbreitet ist und folglich als Afrotheria bezeichnet wird.cite-ref-jong-et-al-1981-192-0[190]cite-ref-mckenna-1992-193-0[191]cite-ref-springer-et-al-1997-194-0[192]cite-ref-stanhope-et-al-1998-195-0[193]cite-ref-stanhope-et-al-1998b-196-0[194]cite-ref-springer-et-al-2003-128-1[126]

Zahlreiche Wissenschaftler haben die Elefanten als zentrales Forschungsthema. In der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts leistete vor allem Vincent J. Maglio herausragende Arbeit zur Evolutionsgeschichte der Elefanten.cite-ref-maglio-1973-28-4[27] Er erstellte dabei auch ein Verwandtschaftsschema, das weitgehend bis heute besteht und auf Vorarbeiten von Emiliano Aguirre aus den 1960er Jahren beruht.cite-ref-aguirre-1969-197-0[195] In der Folgezeit wurde dieses weiter verfeinert, unter anderem durch die Untersuchungen von Michel Beden in den 1970er und 1980er Jahren an afrikanischen Fossilfunden.cite-ref-beden-1979-198-0[196] Studien jĂŒngeren Datums zur Thematik wurden durch Jeheskel Shoshani und Pascal Tassy im Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert vorgelegt, die Autoren boten im Jahr 2005 einen breiten Überblick an.cite-ref-shoshani-et-al-2005-139-2[137] Zunehmend verleihen auch genetische Untersuchungen an rezenten und fossilen Arten der Systematik der Elefanten einen Feinschliff, federfĂŒhrend ist hier Nadin Rohland.cite-ref-rohland-et-al-2007-137-1[135]cite-ref-rohland-et-al-2010-138-1[136] Mit den rezenten Arten beschĂ€ftigten sich im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert neben Shoshani vor allem George Wittemyer und Raman Sukumar.cite-ref-shoshani-et-al-1982-18-5[17]cite-ref-shoshani-et-al-2013-2-13[2]cite-ref-wittemyer-2011-1-14[1]cite-ref-sukumar-2003-199-0[197] Hervorgehoben werden mĂŒssen hier des Weiteren die Feldforschungen von Joyce H. Poole und Cynthia J. Moss, die wichtige Erkenntnisse zur Lebensweise und Sozialstruktur der Elefanten beitrugen.cite-ref-poole-et-al-1981-114-1[113] Überwiegend die frĂŒhen Elefantenformen als Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit haben William J. Sanders und Adrian Lister.cite-ref-sanders-2007-155-2[153]cite-ref-sanders-et-al-2010-136-11[134]cite-ref-lister-1997-20-2[19]

Elefanten und Menschen

Elefanten in der menschlichen Geschichte

Vorgeschichte

Die Beziehungen zwischen Menschen und Elefanten reichen mehrere hunderttausend Jahre zurĂŒck. Dabei diente der Körper des Elefanten als wichtige Rohstoffressource, sei es fĂŒr Nahrungszwecke (Elefantenfleisch) oder zur Herstellung von Werkzeugen oder KunstgegenstĂ€nden aus Knochen und Elfenbein. Reste von Elefanten finden sich relativ hĂ€ufig an Fundstellen frĂŒher Menschengruppen des Alt- und MittelpalĂ€olithikums (vor 2,5 Millionen bis vor 40.000 Jahren), hier beispielhaft erwĂ€hnt der SĂŒdelefant in Barranc de la Boella in Katalonien,cite-ref-mosquera-et-al-2015-200-0[198] der EuropĂ€ische Waldelefant an der Station von Weimar-Ehringsdorf in ThĂŒringencite-ref-blancke-1960-201-0[199] oder in Ficoncella sowie in Polledrara, beide in Mittelitalien,cite-ref-aureli-et-al-2012-202-0[200]cite-ref-anzidel-et-al-2012-203-0[201] wie auch Palaeoloxodon recki an der Station Namib IV in der Namibcite-ref-shackley-1980-204-0[202] im sĂŒdlichen oder in Fejej in Äthiopien im östlichen Afrika.cite-ref-moulle-et-al-2001-205-0[203] An einzelnen Fundstellen lĂ€sst sich eine eindeutige Kadavernutzung feststellen, so wie in Gröbern in Sachsen-Anhalt.cite-ref-mania-et-al-1990-206-0[204] Hierzu gehört auch der Befund aus dem Geiseltal in Sachsen-Anhalt mit mehr als 3120 Knochenresten von rund 70 Individuen des EuropĂ€ischen Waldelefanten. Sie stammen zum Großteil von mĂ€nnlichen Tieren und tragen hĂ€ufig Schnittmarken als Hinweise auf menschliche Manipulation. Interpretiert werden sie als Jagdreste, die verschiedene JĂ€gergruppen ĂŒber einen Zeitraum von mehr als 2000 Jahren hinterließen.cite-ref-marano-et-al-2013-159-1[157]cite-ref-gaudzinski-et-al-2023-207-0[205] Ob die Tiere damals tatsĂ€chlich schon gejagt wurden, ist nicht ganz schlĂŒssig geklĂ€rt, jedoch deutet die rund 120.000 Jahre alte Lanze von Lehringen, die in einem Skelett eines EuropĂ€ischen Waldelefanten steckte und mit mehr als zwei Dutzend Feuersteinartefakten assoziiert war, darauf hin.cite-ref-thieme-et-al-1985-208-0[206] Die zuletzt genannten Fundstellen von Gröbern, dem Geiseltal und Lehringen gehören alle der vorletzten oder letzten Warmzeit vor 240.000 beziehungsweise 120.000 Jahren an. Die an diesen Stationen mehrfach belegten Manipulationen der Elefantenknochen zeigen, dass die RĂŒsseltiere bereits von den Neandertalern jener Zeit vergleichsweise regelmĂ€ĂŸig als Rohstoffquelle genutzt wurden.cite-ref-gaudzinski-et-al-2023b-209-0[207] Das gelegentliche Herstellen von GerĂ€ten und Werkzeugen aus Elefantenknochen als Verhaltensmuster des frĂŒhen Menschen ist aber wesentlich Ă€lter und lĂ€sst sich erstmals in Form von schaberartigen Objekten aus dem Bed II der Olduvai-Schlucht in Tansania vor rund 1,5 Millionen Jahren fassen.cite-ref-torre-et-al-2025-210-0[208] Eine darĂŒber hinausgehende Einbindung der Reste der Tiere in einem möglicherweise symbolischen oder kĂŒnstlerischen Kontext deuten ein mit strichmusterartigen Ritzungen versehener Schienbeinknochen aus der rund 350.000 Jahre alten Fundstelle Bilzingsleben in ThĂŒringencite-ref-mania-et-al-1999-211-0[209] oder eine polierte und mit Ocker bedeckte Mammutzahnlamelle aus der rund 100.000 Jahre alten Station Tata in Ungarn an.cite-ref-dobosi-2001-212-0[210]

Intensiver wurden die Beziehungen zu den Elefanten im nachfolgenden JungpalĂ€olithikum (vor rund 40.000 bis 10.000 Jahren). Nicht nur verdichten sich die Hinweise auf eine aktive Jagd auf Elefanten wie dies etwa Funde von Mammutkadavern mit eingeschlagenen Projektilspitzen aus verschiedenen Fundstellen Sibiriens oder des östlichen Europas zeigen,cite-ref-agam-et-al-2018-213-0[211] auch wurden Elefantenteile wesentlich hĂ€ufiger als Rohmaterialquelle fĂŒr die Werkzeug- und GerĂ€teproduktion eingesetzt. Die Knochen und StoßzĂ€hne fanden darĂŒber hinaus Verwendung in der Kleinkunst. Sie wurden bemalt oder teilweise mit Ritzmustern versehen, andere wiederum zu Kleinfiguren ĂŒberarbeitet. Herausragend sind etwa der Löwenmensch aus dem Hohlenstein-Stadel in Baden-WĂŒrttemberg oder verschiedene Venusstatuetten wie die Venus von Brassempouy in Frankreich. Gleichzeitig fallen darunter auch Darstellungen von Elefanten selbst, wobei in nahezu allen bekannten FĂ€llen das Wollhaarmammut Pate stand. Diese liegen sowohl als Ritzzeichnung als auch als Kleinplastik vor und können als die Ă€ltesten Abbildungen der Tiere angesehen werden. Bekannt sind jene aus der Vogelherdhöhle in Baden-WĂŒrttemberg oder aus DolnĂ­ Věstonice in MĂ€hren, die zwischen 40.000 und 20.000 Jahre vor heute datieren, beziehungsweise etwas jĂŒnger aus Gönnersdorf in Rheinland-Pfalz. Mitunter sind es nicht nur Objekte mit kĂŒnstlerische Bedeutung, sondern auch solche mit praktischer Funktion wie es die Speerschleuder von Bruniquel in Frankreich beweist.cite-ref-bosinski-1987-214-0[212] Relativ einmalig ist eine Mammutritzung aus Old Vero in Florida, die wohl ein PrĂ€riemammut darstellt und eines der wenigen bekannten palĂ€oindianischen Kunstobjekte reprĂ€sentiert.cite-ref-purdy-et-al-2010-215-0[213] Neben der mobilen Kleinkunst wurden Mammute auch in der Höhlenkunst portrĂ€tiert, Darstellungen sind von der Iberischen Halbinsel bis zum Ural ĂŒberliefert. Herausragend sind hier die Grotte Chauvet, die Höhle von Rouffignac mit besonders vielen Mammutzeichnungen, beide in Frankreich, oder die Höhle von Kapowa in Russland. Allein in der Frankokantabrischen Höhlenkunst finden sich Mammute in rund einem Sechstel der rund 300 bekannten Höhlen mit Wandkunst und erreichen einen Anteil von 6 % aller Tierdarstellungen, sie gehören somit neben Wildpferden, Auerochsen und Wisenten, Steinböcken sowie Hirschen zu den am hĂ€ufigsten portrĂ€tierten Tieren.cite-ref-lorblanchet-1997-216-0[214]cite-ref-braun-et-al-2012-217-0[215] Als weitere Besonderheit können die MammutknochenhĂŒtten von Mesyn und Meschyritsch in der Ukraine genannt werden.cite-ref-bosinski-1987-214-1[212] Mit dem Aussterben der Mammute endete auch deren bildliche Wiedergabe. Aus prĂ€historischer Zeit sind aber Darstellungen auch aus dem nördlichen und sĂŒdlichen Afrika sowie aus Indien belegt, die sowohl den Afrikanischen als auch den Asiatischen Elefanten betreffen.cite-ref-clarkson-et-al-2009-218-0[216]cite-ref-coulson-et-al-2001-219-0[217]

Altertum

Eine grĂ¶ĂŸere Bedeutung erreichten Elefanten wieder ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. In der bronzezeitlichen Indus-Kultur im heutigen Pakistan wurden die Tiere auf kleinen Siegeln aus Speckstein eingraviert. Die Funde deuten darauf hin, dass möglicherweise bereits zu dieser Zeit der Asiatische Elefant gezĂ€hmt und eventuell als Arbeitstier gehalten wurde.cite-ref-kenoyer-2006-220-0[218] SpĂ€testens seit Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. berichten indische Schriften ĂŒber ZĂ€hmung und Haltung von Elefanten. Ihrer großen Kraft wegen fanden sie vorwiegend Einsatz als Arbeitstiere. Überlieferungen ĂŒber eine Verwendung als Kriegselefanten reichen bis in das 4. vorchristliche Jahrhundert zurĂŒck.cite-ref-gr-ning-et-al-1998-221-0[219]cite-ref-sukumar-2016-222-0[220] Von Indien aus breitete sich das Wissen um die ZĂ€hmung des Asiatischen Elefanten ĂŒber SĂŒdost- bis nach Ostasien aus. Er wurde dabei in der Folgezeit auch in religiöse Zeremonien integriert. Seine teils heilige Bedeutung in der Region spiegelt sich im elefantengesichtigen Gott Ganesha des Hinduismus und in der Geburtslegende des Siddhartha Gautama im Buddhismus wider. Ihm zu Ehren zieren unter anderem steinerne Skulpturen Tempel und PalĂ€ste, und bis in die Gegenwart (Stand 2024) leben in vielen hinduistischen und buddhistischen Tempeln Indiens und Sri Lankas Tempelelefanten, die bei Ritualen, Prozessionen und großen religiösen Festivals mitwirken.

Zur ZĂ€hmung wilder Tiere wurden spezielle Elefantenschulen eingerichtet, die Trainer von Tieren werden als Mahuts bezeichnet. Diese jahrhundertealte Tradition wird weitgehend in der Familie weitervererbt.cite-ref-hart-et-al-2000-223-0[221] EinschrĂ€nkend muss gesagt werden, dass trotz einer weitverbreiteten Annahme der Asiatische Elefant nie domestiziert wurde, sondern es sich vielmehr um die ZĂ€hmung von Wildtieren handelt. Nach dem Tod eines Elefanten mĂŒssen daher in der Regel neue Individuen aus den WildbestĂ€nden eingefangen werden.cite-ref-gr-ning-et-al-1998-221-1[219]cite-ref-sukumar-2016-222-1[220]

Im Alten Ägypten waren Elefanten bekannt, spielten aber im Alltag keine Rolle. Gelegentlich finden sich jedoch Tempelreliefs der Tiere. Sehr begehrt war allerdings das Elfenbein der StoßzĂ€hne. Unter anderem von Thutmosis III. ist um 1446 v. Chr. die Jagd auf 120 Tiere in Syrien ĂŒberliefert.cite-ref-gr-ning-et-al-1998-221-2[219]cite-ref-cakirlar-et-al-2016-224-0[222] Dort waren in flussnahen Regionen noch bis ins 8./7. Jahrhundert v. Chr. Elefanten heimisch.cite-ref-becker-1994-225-0[223] Deren nĂ€chste genetische Verwandte sind heute in SĂŒdostasien zu finden, weswegen einige Wissenschaftler annehmen, die Tiere wĂ€ren anthropogen in Westasien eingefĂŒhrt worden.cite-ref-cakirlar-et-al-2016-224-1[222]cite-ref-girdland-et-al-2018-226-0[224] Die antiken Griechen kannten zunĂ€chst nur das Elfenbein als Handelsobjekt. Erste exakte Beschreibungen der Tiere datieren in das frĂŒhe 4. Jahrhundert v. Chr., als der Gelehrte Ktesias von Knidos vom Hof des persischen Großkönigs Dareios II. zurĂŒckgekehrt war. Bei den FeldzĂŒgen Alexanders des Großen gegen das Perserreich begegneten die Griechen erstmals dessen Kriegselefanten, angefangen mit der Schlacht von Gaugamela. Beeindruckt von der Effizienz der Tiere begann Alexander ein eigenes Elefantenheer aufzubauen. Nach seinem Tod 323 v. Chr. wurden die Kriegselefanten in den Diadochenkriegen eingesetzt. Durch den Sieg von Ptolemaios I. ĂŒber Perdikkas gelangten die Tiere nach Nordafrika. In der Folgezeit versuchten die PtolemĂ€er, da abgeschnitten von der Verbreitung des Asiatischen Elefanten, diese durch Afrikanische zu ersetzen, die sie im heutigen Eritrea einfingen. Durch die Nutzung des Afrikanischen Elefanten seitens der PtolemĂ€er standen sich in der Schlacht bei Raphia im Jahr 217 v. Chr. erstmals Vertreter beider Arten als Kriegsbeteiligte gegenĂŒber. Etwa im selben Zeitraum ĂŒberquerte der karthagische Feldherr Hannibal mit Kriegselefanten die Alpen gen Rom, um die Tiere im Zweiten Punischen Krieg einzusetzen.cite-ref-casson-1993-227-0[225]cite-ref-brandt-et-al-2013-228-0[226]cite-ref-schneider-2016-229-0[227]

Die Römer selbst waren Elefanten erstmals in der Schlacht von Heraclea um 280 v. Chr. begegnet. Die gegnerische Seite unter Pyrrhos I. setzte in dieser Auseinandersetzung zahlreiche Kriegselefanten ein und schlug die römischen Truppen, die angesichts der ihnen unbekannten riesigen Tiere (von den Römern als „lukanische Ochsen“ bezeichnet, benannt nach der dortigen Landschaft Lukaniencite-ref-huttner-2013-230-0[228]) flohen. FĂŒnf Jahre spĂ€ter siegte der römische HeerfĂŒhrer Manius Curius Dentatus ĂŒber Pyrrhus in der Schlacht bei Beneventum und zeigte den Einwohnern Roms erstmals einige gefangene Tiere bei seinem Triumphzug. Um 250 v. Chr. bezwang der römische Konsul Lucius Caecilius Metellus im Ersten Punischen Krieg auf Sizilien den karthagischen Feldherren Hasdrubal und dessen Heer, dem 120 Kriegselefanten angehörten. Metellus brachte die Elefanten auf FlĂ¶ĂŸen nach Italien und fĂŒhrte sie ebenfalls in seinem Triumphzug mit. SpĂ€testens um 200 v. Chr. hatten die Römer Kriegselefanten in ihr Heer eingegliedert, die unter anderem wĂ€hrend des Zweiten Makedonisch-Römischen Krieges aufmarschierten.cite-ref-murphy-2017-231-0[229]cite-ref-h-nem-rder-1997-232-0[230] Elefanten wurden aber nicht nur als Kriegswaffen eingesetzt, sondern dienten ab 169 v. Chr. auch bei SchaukĂ€mpfen gegen Tiere und Menschen. Zu erwĂ€hnen ist hier die Einweihung des ersten steinernen Theaters in Rom durch Gnaeus Pompeius Magnus 55 v. Chr., bei der unter anderem 20 Elefanten geschlachtet wurden. DarĂŒber hinaus wurden zumindest in der Römischen Kaiserzeit auch KunststĂŒcke von Elefanten zur Belustigung vorgefĂŒhrt.cite-ref-h-nem-rder-1997-232-1[230]cite-ref-shelton-1999-233-0[231]

Nach Ktesias von Knidos befassten sich in der Antike vor allem Aristoteles in seinem zoologischen Werk Historia animalium und Plinius der Ältere in seiner Naturalis historia mit Elefanten, wobei Letzterer auf das heute verlorene Werk des mauretanischen Königs Juba II. zurĂŒckgriff. Wiederholt wurden die Tiere im Altertum auf MĂŒnzen dargestellt, vor allem bei den MĂ€chten, die Elefanten in ihrem Heer hatten (PtolemĂ€er, Seleukiden, Karthager), aber auch bei den Etruskern und spĂ€ter den römischen Kaisern. Auch auf antiken Gemmen finden sich Ă€hnliche kleinformatige Darstellungen. In der SpĂ€tantike kamen großformatigere Abbildungen von Elefanten auf, in Mosaiken mit Jagdszenen sowie in dem neuen Genre der Buchmalerei.cite-ref-h-nem-rder-1997-232-2[230]

Mittelalter und Neuzeit

Die Bedeutung des Elefanten als Kriegs- und heiliges Tier sowie als Statussymbol setzte sich fort. Akbar, einer der bedeutendsten Mogule, besiegte 1556 in der Zweiten Schlacht von Panipat seinen Gegner Hemu, in dessen Armee auch 1500 Kriegselefanten mitwirkten. SpĂ€ter, um 1580 marschierte Akbar selbst mit rund 500 Kriegselefanten und 50.000 Soldaten Richtung Kabul und vereinte endgĂŒltig das Reich.cite-ref-jamsari-et-al-2017-234-0[232] Die verschiedenen Mogulherrscher hatten hunderte Elefanten in ihren StĂ€llen, die teilweise in bis zu sieben Rangklassen eingestuft waren. Besondere Verdienste wurden manchmal mit dem Geschenk eines Elefanten belohnt. Des Weiteren fanden Elefanten neben dem Krieg als Reittiere bei der Jagd sowie bei SchaukĂ€mpfen Einsatz.cite-ref-gr-ning-et-al-1998-221-3[219] Die Darstellung imperialer GrĂ¶ĂŸe durch Elefanten ging auf die europĂ€ischen Gebiete ĂŒber und verstĂ€rkte sich vor allem wĂ€hrend der Kolonialzeit, wo die Tiere zum Teil diplomatische Geschenke bildeten. Dadurch sind einzelne Elefanten namentlich in die europĂ€ische Geschichte eingegangen. Zu nennen wĂ€ren hier „Abul Abbas“ (9. Jahrhundert), „Hanno“ (16. Jahrhundert), „Soliman“ (16. Jahrhundert) und „Hansken“ (17. Jahrhundert). In der Regel handelte es sich um Vertreter des Asiatischen Elefanten, seltener wie im Falle des Elefanten Ludwigs XIV. um solche des Afrikanischen. Einige Elefanten besaßen zeitgenössische BerĂŒhmtheit und PopularitĂ€t. Hierzu zĂ€hlt beispielsweise „Hanno“, der unter anderem von Raffael mehrfach portrĂ€tiert wurde, darunter auch in einem lebensgroßen Fresko am Eingang des Vatikanischen Palastes, das allerdings nicht mehr erhalten ist.cite-ref-winner-1965-235-0[233]cite-ref-m-rtl-2004-236-0[234] Bei anderen wiederum zeigte sich ihre Bedeutung erst im Nachhinein, wie etwa bei „Hansken“, dessen Skelett im Jahr 2014 zum Typusexemplar des Asiatischen Elefanten erhoben wurde.cite-ref-cappellini-et-al-2014-237-0[235] Ein Großteil der verschenkten Tiere gelangte in die Menagerien der europĂ€ischen AdelshĂ€user, andere gingen als Attraktion auf Rundreise. Die Menagerien wurden im Übergang von 18. zum 19. Jahrhundert durch weitgehend öffentlich zugĂ€ngliche Zoos ersetzt, wobei StĂ€dte wie Wien, Paris und London den Auftakt bildeten. Bereits sehr frĂŒh wurden dabei speziell Einrichtungen fĂŒr Elefanten geschaffen, so etwa 1808 in Paris oder 1831 in London.cite-ref-haywood-2011-238-0[236]

In der modernen Entwicklung zĂ€hlen die Elefanten aufgrund ihrer beeindruckenden GrĂ¶ĂŸe zu den beliebtesten Tieren im Zoo. Durch ihre Intelligenz eignen sie sich fĂŒr Dressuren im Zirkus. Allerdings ist die Haltung derart großer Tiere nicht unproblematisch. Sie fĂŒhrt einerseits zu Konflikten und UnfĂ€llen mit Menschen, andererseits kann eine schlechte und nicht artgerechte Unterbringung zu verschiedenen Verhaltensstörungen fĂŒhren, von denen das rhythmische Hin- und Herbewegen (Weben) vielleicht die bekannteste ist.cite-ref-kurt-et-al-2001-239-0[237]cite-ref-dornbusch-2012-240-0[238]

Mensch-Elefant-Konflikte

Heute ist der Asiatische Elefant in rund einem Dutzend LĂ€ndern in SĂŒd-, SĂŒdost- und Ostasien heimisch, der Afrikanische Elefant bewohnt rund drei Dutzend LĂ€nder im Afrika sĂŒdlich der Sahara. Das Vorkommen des Waldelefanten in Zentral- und Westafrika ist dagegen wenig untersucht. Im sĂŒdlichen Asien deckt sich das Vorkommen des Asiatischen Elefanten teilweise mit der höchsten Besiedlungsdichte des Menschen. Mehrere LĂ€nder mit Elefantenpopulationen wiederum gehören zu den Ă€rmsten der Welt. Insbesondere durch die zunehmende Einengung der LebensrĂ€ume der Elefanten kommt es immer wieder zu Konflikten mit lokal ansĂ€ssigen Menschen. Erfasst werden diese durch die „Human-Elephant-Conflict“-Statistik (HEC).cite-ref-perera-2009-241-0[239] Dabei stehen die Elefanten bedingt durch ihre KörpergrĂ¶ĂŸe und soziale Lebensweise und den daraus resultierenden Platz- und Nahrungsbedarf hĂ€ufig in Konkurrenz um Nahrungsressourcen zum Menschen. Dies fĂŒhrt beispielsweise zu PlĂŒnderung von Feldern oder zur ĂŒbermĂ€ĂŸigen Nutzung von Wasserquellen in trockenen Gebieten durch Elefanten. Außerdem sind Elefanten vergleichbar dem Menschen befĂ€higt, starken Einfluss auf ihre unmittelbare Umgebung zu nehmen (ecosystem engineering). Die sich daraus ergebenden Konflikte fĂŒhren nicht nur zu wirtschaftlichem Schaden der betroffenen Menschen, sondern können im Extremfall auch einen tödlichen Ausgang haben. Nach SchĂ€tzungen sterben allein in Indien jĂ€hrlich zwischen 150 und 400 Menschen bei ZusammenstĂ¶ĂŸen mit Elefanten, bis zu 500.000 Familien sind zusĂ€tzlich durch SchĂ€den bei FeldplĂŒnderungen betroffen. FĂŒr Sri Lanka liegt die Anzahl der getöteten Menschen bei jĂ€hrlich bis zu 70, wĂ€hrend in Kenia zwischen den Jahren 2010 und 2017 rund 200 Menschen ihr Leben verloren.cite-ref-sukumar-2003-199-1[197]cite-ref-schaffer-et-al-2019-242-0[240] Andererseits werden jĂ€hrlich mehrere hunderte bis tausende Elefanten durch Menschen getötet – vielfach durch Bauern, die ihre FeldertrĂ€ge schĂŒtzen wollen, oder als Vergeltung fĂŒr menschliche Todesopfer. Weitere Tiere sterben durch die Auswirkungen menschlicher Auseinandersetzungen, etwa durch Landminen.cite-ref-perera-2009-241-1[239] Im zusĂ€tzlichen Maße kommt noch die Wilderei hinzu. Im Jahr 2009 wurde die Zahl der fĂŒr den Elfenbeinhandel in Afrika gewilderten Elefanten auf 38.000 Tiere pro Jahr geschĂ€tzt.cite-ref-wasser-et-al-2009-243-0[241]

Die Vermeidung oder Verringerung von Mensch-Elefant-Konflikten ist eine der Herausforderungen des Naturschutzes. Es bestehen momentan verschiedene Möglichkeiten, ZusammenstĂ¶ĂŸe mit beziehungsweise die SchĂ€digung wirtschaftlicher NutzflĂ€chen durch Elefanten zu minimieren. Einen Vorrang haben beispielsweise die Erhaltung oder Einrichtung von Schutzgebieten und Migrationskorridoren, welche die umfassenden Wanderungen der einzelnen Familiengruppen ermöglichen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Menschen gehören hierzu des Weiteren physische Barrieren wie ZĂ€une und GrĂ€ben sowie Abschreckung durch Feuer, LĂ€rm, Licht oder Schaffung von Pufferzonen mit ungenießbaren Pflanzen wie Chili. Derartige Hindernisse können lokal starken Einfluss auf die Wanderungsbewegungen der Tiere ausĂŒben. Andere Maßnahmen betreffen den Einsatz von SummgerĂ€uschen von Bienen oder GerĂŒchen großer Beutegreifer, da Elefanten in beiden FĂ€llen durch negative Erfahrungen abweisend auf diese reagieren.cite-ref-king-et-al-2007-244-0[242]cite-ref-valenta-et-al-2020-245-0[243] Auch besteht die Möglichkeit der Installation von Detektoren, die rechtzeitig vor dem Eintreffen von Elefantengruppen warnen. Eine in der Vergangenheit vor allem in Afrika hĂ€ufiger angewandte Maßnahme ist die Keulung ganzer Herden. Sie ist aber rĂŒcklĂ€ufig, vielmehr werden heute problematische Individuen oder Gruppen umgesiedelt. FĂŒr eine weitere Reduzierung der Mensch-Elefant-Konflikte ist eine bessere Untersuchung und Ausweisung möglicher Konfliktherde erforderlich. Das Erkennen derartig potentiell problematischer Regionen ermöglicht dann, Alternativen sowohl fĂŒr die betroffenen Menschen als auch fĂŒr die Tiere zu schaffen.cite-ref-sukumar-2003-199-2[197]cite-ref-schaffer-et-al-2019-242-1[240]

Bedrohung und Schutz

Die grĂ¶ĂŸte GefĂ€hrdung fĂŒr die drei heute existierenden Elefantenarten ist die illegale Jagd. Diese erfolgt vor allem wegen der StoßzĂ€hne, untergeordnet spielen auch das Fleisch als Nahrungsressource sowie Haut und Knochen als Rohstoffquelle eine Rolle. Des Weiteren wirken sich die Lebensraumzerstörung durch Abholzung der WĂ€lder und Zersiedelung der Landschaften infolge der Ausbreitung menschlicher Siedlungen beziehungsweise WirtschaftsflĂ€chen Ă€ußerst negativ auf die BestĂ€nde aus. Dies fĂŒhrt auch zu den bereits erwĂ€hnten Mensch-Elefant-Konflikten. Die IUCN stuft den Asiatischen Elefanten als „bedroht“ (endangered) ein. Der Wildbestand umfasst schĂ€tzungsweise 48.320 bis 51.680 Tiere, von denen die HĂ€lfte ungefĂ€hr in Indien lebt. Hinzu kommen etwa 14.500 bis 16.000 Individuen, die als Nutztiere gehalten werden. Der Afrikanische Elefant gilt als „stark gefĂ€hrdet“ (endangered), der Waldelefant als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered). Insgesamt leben in Afrika vermutlich rund 352.000 Elefanten mit dem grĂ¶ĂŸten Anteil im nördlichen Teil des sĂŒdlichen Afrikas und in Ostafrika.cite-ref-chase-et-al-2016-246-0[244] Alle drei heutigen Arten werden im Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommen (CITES) im Anhang I gefĂŒhrt, womit der ĂŒberregionale sowie internationale Handel mit lebenden Exemplaren oder Teilen toter Individuen verboten ist.cite-ref-cites-247-0[245] Sowohl der Asiatische als auch die beiden afrikanischen Elefanten sind in zahlreichen Naturschutzgebieten prĂ€sent. Zu den wichtigen Herausforderungen gehören der Erhalt und Schutz der Lebens- und MigrationsrĂ€ume der einzelnen Populationen auch ĂŒber Grenzen hinweg sowie die Reduktion von Konflikten zwischen Elefanten und Menschen.cite-ref-iucn-em-248-0[246]cite-ref-iucn-la-249-0[247]cite-ref-iucn-lc-250-0[248]

Literatur

‱ Larry Laursen, Marc Bekoff: Loxodonta africana. In: Mammalian Species. Band 92, 1978, S. 1–8.
‱ Adrian Lister, Paul Bahn: Mammuts – Riesen der Eiszeit. Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1997, ISBN 3-7995-9050-1, S. 1–168.
‱ Jeheskel Shoshani, John F. Eisenberg: Elephas maximus. In: Mammalian Species. Band 182, 1982, S. 1–8.
‱ Jeheskel Shoshani, Pascal Tassy (und weitere Autoren): Order Proboscidea – Elephants. In: Jonathan Kingdon, David Happold, Michael Hoffmann, Thomas Butynski, Meredith Happold und Jan Kalina (Hrsg.): Mammals of Africa Volume I. Introductory Chapters and Afrotheria. Bloomsbury, London, 2013, S. 173–200.
‱ G. Wittemyer: Family Elephantidae (Elephants). In: Don E. Wilson, Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 2: Hooved Mammals. Lynx Edicions, Barcelona 2011, ISBN 978-84-96553-77-4, S. 50–79.

Anmerkungen

cite-note-hinweis1-6Anm 1. ↑ HĂ€ufig in der Literatur angegebene Rekordwerte mit Körperhöhen von 4,16 bis 4,42 m wurden an erlegten Tieren aus dem sĂŒdwestlichen Afrika in seitlich liegender Position genommen; die liegende Position fĂŒhrt zu anatomischen VerĂ€nderungen, wodurch die Maße nicht als korrekt anzusehen sind. GesamtlĂ€ngenangaben bei diesen Tieren von 10,4 bis zu 10,7 m sind ebenfalls ungenau, da diese von der RĂŒssel- bis zur Schwanzspitze gemessen wurden (Werte aus dem Guinness-Buch der Rekorde 1992 und Animal Records 2007). Die genannten Verfahren entsprechen nicht den korrekten anatomischen Messmethoden der Schulterhöhe, Kopf-Rumpf-LĂ€nge und der SchwanzlĂ€nge, die auf Bezugspunkte des Skeletts bei Wirbeltieren beruhen und unter anderem vorgegebene Körperpositionen voraussetzen. Bei der Messung werden Weichteile in der Regel nicht berĂŒcksichtigt, dies betrifft auch den RĂŒssel, der keinen knöchernen Unterbau besitzt.
cite-note-hinweis2-116Anm 2. ↑ Das maximal erreichbare individuelle Alter eines Elefanten war hĂ€ufig Gegenstand von Debatten. In der Antike ging man von bis zu 200 Jahren aus, was teilweise von einigen Naturforschern des 18. und 19. Jahrhunderts ĂŒbernommen wurde. Mitte der 1890er wurde dies auf rund 150 Jahre beschrĂ€nkt, wobei dies auf der Annahme beruhte, dass die Lebensspanne eines SĂ€ugetieres die 5-fache Zeit betrĂ€gt, die die Epyphysen eines Knochens zum Verwachsen brauchen (bei Elefanten ungefĂ€hr im Alter von 30 Jahren). Noch in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts berichteten manche Forscher von ĂŒber 100 Jahre alten Tieren. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigten Untersuchungen von Zootieren, dass kaum eines Ă€lter als 50 Jahre wurde (vergleiche auch Glover M. Allen: Zoological results of the George Vanderbilt African Expedition of 1934. Part II: The forest elephant of Africa. Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia 88, 1936, S. 15–44). Die auch in neuerer Zeit teilweise angegebenen Alterswerte von ĂŒber 80 Jahren fĂŒr einige Zootiere oder Individuen in Obhut von Mahouts werden von offizieller Seite kritisch gesehen. In der Regel handelt es sich um WildfĂ€nge, deren Alter nur schwer einschĂ€tzbar ist (vergleiche auch HAGR: An Age entry for Elephas maximus. ([1])).

Einzelnachweise

cite-note-wittemyer-2011-11. ↑ G. Wittemyer: Family Elephantidae (Elephants). In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World.Volume 2: Hooved Mammals. Lynx Edicions, Barcelona 2011, S. 50–79, ISBN 978-84-96553-77-4
cite-note-shoshani-et-al-2013-22. ↑ Jeheskel Shoshani und Pascal Tassy (plus weitere Autoren): Order Proboscidea – Elephants. In: Jonathan Kingdon, David Happold, Michael Hoffmann, Thomas Butynski, Meredith Happold und Jan Kalina (Hrsg.): Mammals of Africa Volume I. Introductory Chapters and Afrotheria. Bloomsbury, London 2013, S. 173–200
cite-note-larramendi-2016-33. ↑ Asier Larramendi: Shoulder height, body mass, and shape of proboscideans. Acta Palaeontologia Polonica 61 (3), 2016, S. 537–574
cite-note-prothero-2013-44. ↑ Donald R. Prothero: Rhino giants: The palaeobiology of Indricotheres. Indiana University Press, 2013, S. 1–141 (S. 105), ISBN 978-0-253-00819-0
cite-note-prothero-et-al-2003-55. ↑ Donald R. Prothero und Robert M. Schoch: Horns, tusks, and flippers. The evolution of hoofed mammals. Johns Hopkins University Press, Baltimore, 2003, S. 1–315 (S. 182–183), ISBN 0-8018-7135-2
cite-note-athanassiou-et-al-2019-76. ↑ Athanassios Athanassiou, Alexandra A. E. van der Geer und George A. Lyras: Pleistocene insular Proboscidea of the Eastern Mediterranean: A review and update. Quaternary Science Reviews 218, 2019, S. 306–321
cite-note-herridge-et-al-2012-87. ↑ Victoria L. Herridge und Adrian M. Lister: Extreme insular dwarfism evolved in a mammoth. Proceedings of the Royal Society series B 279 (1741), 2012, S. 3193–3200, doi:10.1098/rspb.2012.0671
cite-note-palombo-et-al-2010-98. ↑ Maria Rita Palombo: Elephants in miniature. In: Harald Meller (Hrsg.): Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa. Halle/Saale 2010, S. 275–295
cite-note-christiansen-2004-109. ↑ Per Christiansen: Body size in proboscideans, with notes on elephant metabolism. Zoological Journal of the Linnean Society 140, 2004, S. 523–549
cite-note-weissengruber-et-al-2006-1110. ↑ G. E. Weissengruber, G. F. Egger, J. R. Hutchinson, H. B. Groenewald, L. ElsĂ€sser, D. Famini und G. Forstenpointner: The structure of the cushions in the feet of African elephants (Loxodonta africana). Journal of Anatomy 209, 2006, S. 781–792
cite-note-parker-et-al-2017-1211. ↑ Ian S. C. Parker und Alistair D. Graham: The African elephants‘ toe nails. Journal of East African Natural History 106 (1), 2017, S. 47–51
cite-note-benz-et-al-2009-1312. ↑ Andreas Benz, Wolfgang Zenker, Thomas B. Hildebrandt, Gerald Weissengruber, Klaus Eulenberger und Hans Geyer: Microscopic morphology of the elephant’s hoof. Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40 (4), 2009, S. 711–725
cite-note-maglio-1972-1413. ↑ Vincent J. Maglio: Evolution of Mastication in the Elephantidae. Evolution 26, 1972, S. 638–658
cite-note-shoshani-1998-1514. ↑ Jeheskel Shoshani: Understanding proboscidean evolution: a formidable task. Tree 13, 1998, S. 480–487
cite-note-todd-2010-1615. ↑ Nancy E. Todd: Qualitative Comparison of the Cranio-Dental Osteology of the Extant Elephants, Elephas Maximus (Asian Elephant) and Loxodonta africana (African Elephant). The Anatomical Record 293, 2010, S. 62–73
cite-note-laursen-et-al-1978-1716. ↑ Larry Laursen und Marc Bekoff: Loxodonta africana. Mammalian Species 92, 1978, S. 1–8
cite-note-shoshani-et-al-1982-1817. ↑ Jeheskel Shoshani und John F. Eisenberg: Elephas maximus. Mammalian Species 182, 1982, S. 1–8
cite-note-larramendi-2023-1918. ↑ Asier Larramendi: Estimating tusk masses in proboscideans: a comprehensive analysis and predictive model. Historical Biology, 2023, doi:10.1080/08912963.2023.2286272
cite-note-lister-1997-2019. ↑ Adrian Lister und Paul Bahn: Mammuts – Die Riesen der Eiszeit. Sigmaringen 1997, S. 1–168 (S. 28–29 und 80)
cite-note-pfeifer-et-al-2019-2120. ↑ Sebastian J. Pfeifer, Wolfram L. Hartramph, Ralf-Dietrich Kahlke und Frank A. MĂŒller: Mammoth ivory was the most suitable osseous raw material for the production of Late Pleistocene big game projectile points. Scientific Reports 9, 2019, S. 2303, doi:10.1038/s41598-019-38779-1
cite-note-banerjee-1994-2221. ↑ Arun Banerjee: Das Mammutelfenbein. In: Ulrich Joger und Ute Koch (Hrsg.): Mammuts aus Sibirien. Darmstadt, 1994, S. 38–42
cite-note-banerjee-2004-2322. ↑ Arun Banerjee: Vergleichende Untersuchung der „Schreger-Struktur“ an StoßzĂ€hnen von Elefanten. Mainzer Naturwissenschaftliches Archiv 42, 2004, S. 77–88
cite-note-alberic-et-al-2017-2423. ↑ Marie AlbĂ©ric, Mason N. Dean, AurĂ©lien Gourrier, Wolfgang Wagermaier, John W. C. Dunlop, Andreas Staude, Peter Fratzl und Ina Reiche: Relation between the Macroscopic Pattern of Elephant Ivory and Its Three-Dimensional Micro-Tubular Network. PLoS ONE 12 (1), 2017, S .e0166671, doi:10.1371/journal.pone.0166671
cite-note-alberic-et-al-2018-2524. ↑ Marie AlbĂ©ric, AurĂ©lien Gourrier, Wolfgang Wagermaier, Peter Fratzl und Ina Reiche: The three-dimensional arrangement of the mineralized collagen fibers in elephant ivory and its relation to mechanical and optical properties. Acta Biomaterialia 72, 2018, S. 342–351, doi:10.1016/j.actbio.2018.02.016
cite-note-paulut-et-al-2011-2625. ↑ Achim Paululat und GĂŒnter Purschke: Wörterbuch der Zoologie. 8. Auflage, Springer, Heidelberg 2011, S. 267, ISBN 978-3-8274-2115-9
cite-note-kahlke-1994-2726. ↑ Ralf-Dietrich Kahlke: Die Entstehungs-, Entwicklungs- und Verbreitungsgeschichte des OberpleistozĂ€nen Mammuthus-Coelodonta-Faunencomplexes in Eurasien (GroßsĂ€uger). Abhandlungen der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft 546, 1994, S. 1–64
cite-note-maglio-1973-2827. ↑ Vincent J. Maglio: Origin and evolution of the Elephantidae. Transactions of the American Philosophical Society 63, 1973, S. 1–149 (S. 14–66)
cite-note-todd-2010b-2928. ↑ Nancy E. Todd: New phylogenetic analysis of the family Elephantida based on cranial-dental morphology. The anatomical Record 293, 2010, S. 74–90
cite-note-shoshani-1996-3029. ↑ Jeheskel Shoshani: Skeletal and other basic anatomical features of elephants. In: Jeheskel Shoshani und Pascal Tassy (Hrsg.): The Proboscidea. Evolution and palaeoecology of elephants and their relatives. Oxford University Press, 1996, S. 9–20
cite-note-sanders-2018-3130. ↑ William J. Sanders: Horizontal tooth displacement and premolar occurrence in elephants and other elephantiform proboscideans. Historical Biology 30 (1–2), 2018, S. 137–156, doi:10.1080/08912963.2017.1297436
cite-note-dumonceaux-2006-3231. ↑ Genevieve A. Dumonceaux: Digestive System. In: M. E. Fowler und S. K. Mikota (Hrsg.): Biology, Medicine, and Surgery of Elephants. Blackwell Publishing Ltd, Oxford UK 2006, S. 299–308, doi:10.1002/9780470344484.ch22
cite-note-shoshani-et-al-2006-3332. ↑ Jeheskel Shoshani, Robert C. Walter, Michael Abraha, Seife Berhe, Pascal Tassy, William J. Sanders, Gary H. Marchant, Yosief Libsekal, Tesfalidet Ghirmai und Dietmar Zinner: A proboscidean from the late Oligocene of Eritrea, a “missing link” between early Elephantiformes and Elephantimorpha, and biogeographic implications. PNAS 103 (46), 2006, S. 17296–17301, doi:10.1073/pnas.0603689103
cite-note-schiffmann-et-al-2019-3433. ↑ Christian Schiffmann, Jean-Michel Hatt, Daryl Codron und Marcus Clauss: Elephant body mass cyclity suggests effect of molar progressionon chewing efficiensy. Mammalian Biology 96, 2019, S. 81–86, doi:10.1016/j.mambio.2018.12.004
cite-note-shoshani-1982-3534. ↑ Jeheskel Shoshani: On the Dissection of a Female Asian Elephant (Elephas maximus maximus Linnaeus, 1758) and Data from Other Elephants. Elephant 2 (1), 1982, S. 3–93
cite-note-weissengruber-et-al-2006b-3635. ↑ G. E. Weissengruber, F. K. Fuss, G. Egger, G. Stanek, K. M. Hittmair und G. Forstenpointner: The elephant knee joint: morphological and biomechanical considerations. Journal of Anatomy 208, 2006, S. 59–72
cite-note-smuts-et-al-1993-3736. ↑ Malie M. S. Smuts und A. J.Bezuidenhout: Osteology of the thoracic limb of the African elephant (Loxodonta africana). Onderstepoort Journal of Veterinary Research 60, 1993, S. 1–14
cite-note-smuts-et-al-1994-3837. ↑ Malie M. S. Smuts und A. J.Bezuidenhout: Osteology of the pelvic limb of the African elephant (Loxodonta africana). Onderstepoort Journal of Veterinary Research 61, 1994, S. 51–66
cite-note-court-1994-3938. ↑ Nicholas Court: Limb posture and gait in Numidotherium koholense, a primitive proboscideanfrom the Eocene of Algeria. Zoological Journal of the Lineean Society 111, 1994, S. 297–338
cite-note-regmault-et-al-2017b-4039. ↑ Sophie Regnault, Jonathon J. I. Dixon, Chris Warren-Smith, John R. Hutchinson und Renate Weller: Skeletal pathology and variable anatomy in elephant feet assessed using computed tomography. PeerJ 5, 2017, S. e2877, doi:10.7717/peerj.2877
cite-note-hutchinson-et-al-2011-4140. ↑ John R. Hutchinson, Cyrille Delmer, Charlotte E. Miller, Thomas Hildebrandt, Andrew A. Pitsillides und Alan Boyde: From Flat Foot to Fat Foot: Structure, Ontogeny, Function, and Evolution of Elephant ‚Sixth Toes‘. Science 334 (6063), 2011, S. 1699–1703, doi:10.1126/science.1211437
cite-note-fischer-1987-4241. ↑ Martin S. Fischer: Die Oberlippe des Elefanten. Zeitschrift fĂŒr SĂ€ugetierkunde 52, 1987, S. 262–263 ([2])
cite-note-fischer-et-al-1987-4342. ↑ Martin S. Fischer und Uschi Trautmann: Fetuses of African elephants (Loxodonta africana) in photographs. Elephant 2, 1987, S. 40–45
cite-note-milewski-et-al-2013-4443. ↑ Antoni V. Milewski und Ellen S. Dierenfeld: Structural and functional comparison of the proboscis between tapirs and other extant and extinct vertebrates. Integrative Zoology 8, 2013, S. 84–94
cite-note-phillips-et-al-1992-4544. ↑ Polly K. Phillips und James Edward Heath: Heat exchange by the pinna of the African elephant (Loxodonta africana). Comparative Biochemy and Physiology 101 (4), 1992, S. 693–699
cite-note-dunkin-et-al-2013-4645. ↑ Robin C. Dunkin, Dinah Wilson, Nicolas Way, Kari Johnson und Terrie M. Williams: Climate influences thermal balance and water use in African and Asian elephants: physiology can predict drivers of elephant distribution. The Journal of Experimental Biology 216, 2013, S. 2939–2952
cite-note-martins-et-al-2018-4746. ↑ António F. Martins, Nigel C. Bennett, Sylvie Clavel, Herman Groenewald, Sean Hensman, Stefan Hoby, Antoine Joris, Paul R. Manger und Michel C. Milinkovitch: Locally-curved geometry generates bending cracks in the African elephant skin. Nature Communications 9, 2018, S. 3865, doi:10.1038/s41467-018-06257-3
cite-note-wright-1984-4847. ↑ P. G.Wright: Why do elephants flap their ears? South African Journal of Zoology 19 (4), 1984, S. 266–269
cite-note-estes-et-al-1976-4948. ↑ J. A. Estes und I. 0. Buss: Microanatomical structure and development of the African elephant’s temporal gland. Mammalia 40 (3), 1976, S. 429–436
cite-note-rajaram-et-al-2003-5049. ↑ A. Rajaram und V. Krishnamurthy: Elephant temporal gland ultrastructure and androgen secretion during musth. Current Science 85 (10), 2003, S. 1467–1471
cite-note-easa-1987-5150. ↑ P. S. Easa: Chemical composition of the Temporal Gland Secretion of an Asian elephant (Elephas maximus). Elephant 2 (3),1987, S. 67–68
cite-note-buss-et-al-1976-5251. ↑ I. O. Buss, L. E. Rasmussen und G. L. Smuts: Role of stress and individual recognition in the function of the African elephants' temporal gland. Mammalia 40 (3), 1976, S. 437–451
cite-note-huzel-et-al-2014-5352. ↑ Suzana Herculano-Huzel, Kamilla Avelino-de-Souza, Kleber Neves, Jairo PorfĂ­rio, DĂ©bora Messeder, Larissa Mattos FeijĂł, JosĂ© Maldonado und Paul R. Manger: The elephant brain in numbers. Frontiers in Neuroanatomy 8, 2014, S. 46, doi:10.3389/fnana.2014.00046
cite-note-kharlamova-et-al-2015-5453. ↑ Anastasia S. Kharlamova, Sergei V. Saveliev, Albert V. Protopopov, Busisiwe C. Maseko, Adhil Bhagwandin, und Paul R. Manger: The Mummified Brain of a Pleistocene Woolly Mammoth (Mammuthus primigenius) Compared With the Brain of the Extant African Elephant (Loxodonta africana). The Journal of Comparative Neurology 523, 2015, S. 2326–2343
cite-note-lyras-2019-5554. ↑ George A. Lyras: Brain Changes during Phyletic Dwarfing in Elephants and Hippos. Brain, Behavior and Evolution 92, 2018, S. 167–181, doi:10.1159/000497268
cite-note-clauss-et-al-2007-5655. ↑ Marcus Clauss, Hanspeter Steinmetz, Ulrike Eulenberger, Pete Ossent, Robert Zingg, JĂŒrgen Hummel und Jean-Michel Hatt: Observations on the length of the intestinal tract of African Loxodonta africana (Blumenbach 1797) and Asian elephants Elephas maximus (LinnĂ© 1735). European Journal of Wildlife Research 53, 2007, S. 68–72
cite-note-yang-et-al-2014-5756. ↑ Patricia J. Yang, Jonathan Pham, Jerome Choo und David L. Hu: Duration of urination does not change with body size. PNAS 111 (33), 2014, S. 11932–11937
cite-note-yang-et-al-2014b-5857. ↑ Patricia J. Yang, Jonathan C. Pham, Jerome Choo und David L. Hu: Law of Urination: all mammals empty their bladders over the same duration. arXiv:1310.3737v3 [physics.flu-dyn] ([3])
cite-note-short-1962-5958. ↑ R. V. Short: The peculiar lungs of the elephant. New Scientist 316, 1962, S. 570–572
cite-note-west-2001-6059. ↑ John B. West: Snorkel breathing in the elephant explains the unique anatomy of its pleura. Respiration Physiology 126, 2001, S. 1–8
cite-note-west-2002-6160. ↑ John B. West: Why Doesn’t the Elephant Have a Pleural Space? News in Physiological Sciences 17, 2002, S. 47–50
cite-note-johnson-et-al-1967-6261. ↑ Oscar W. Johnson und Irven O. Buss: The testis of the African elephant (Loxodonta africana). Journal of Reproduction and Fertility 13, 1967, S. 23–30
cite-note-short-et-al-1967-6362. ↑ R. V. Short, T. Mann und Mary F. Hay: Male reproductive organs of the African elephant, Loxodonta africana. Journal of Reproduction and Fertility 13, 1967, S. 527–536
cite-note-allen-2006-6463. ↑ W. R. Allen: Ovulation, pregnancy, placentation and husbandry in the African elephant (Loxodonta africana). Philosophical Transactions of the Royal Society of London, Series B 361, 2006, S. 821–834
cite-note-hildebrandt-et-al-2011-6564. ↑ Thomas B. Hildebrandt, Imke Lueders, Robert Hermes, Frank Goeritz und Joseph Saragusty: Reproductive cycle of the elephants. Animal Reproduction Science 124, 201, S. 176–183
cite-note-balke-et-al-1988-6665. ↑ J. M. E.Balke, W. J. Boever, M. R. Ellersieck, U. S. Seal und D. A. Smith: Anatomy of the reproductive tract of the female African elephant (Loxodonta africana) with reference to development of the techniques for artificial breeding. Journal of Reproduction and Fertility 84, 1988, S. 485–492
cite-note-perry-1953-6766. ↑ J. S. Perry: The reproduction of the African elephant, Loxodonta africana. Philosophical Transactions of the Royal Society of London, Series B, Biological Sciences 237 (643), 1953, S. 93–149
cite-note-perry-1964-6867. ↑ J. S. Perry: The structure and development of the reproductive organs of the female African elephant. Philosophical Transactions of the Royal Society of London, Series B, Biological Sciences 248 (743), 1964, S. 35–51
cite-note-hungerford-et-al-1966-6968. ↑ D. A. Hungerford, Chandra H. Sharat, R.L.Snyder und F. A. Ulmer Jr.: Chromosomes of three elephants, two Asian (Elephas maximus) and one African (Loxodonta africana). Cytogenetics 5, 1966, S. 243–246
cite-note-houck-et-al-2001-7069. ↑ M. L. Houck, A. T. Kumamoto, D. S. Gallagher Jr. und K.Benirschke: Comparative cytogenetics of the African elephant (Loxodonta africana) and Asiatic elephant (Elephas maximus). Cytogenetic and Cell Genetics 93 (3), 2001, S. 249–252
cite-note-sen-2017-7170. ↑ Sevket Sen: A review of the Pleistocene dwarfed elephants from the Aegean islands, and their paleogeographic context. Fossil Imprint 73 (1/2), 2017, S. 76–92
cite-note-palombo-et-al-2010b-7271. ↑ Maria Rita Palombo, Ebru Albayrak und Federica Marano: The straight-tusked Elephants from Neumark-Nord. A glance into a lost world. In: Harald Meller (Hrsg.): Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa. Halle/Saale 2010, S. 219–251
cite-note-fischer-2010-7372. ↑ Karlheinz Fischer: Die Waldelefanten von Neumark-Nord und Gröbern. In: Dietrich Mania (Hrsg.): Neumark-Nord – Ein interglaziales Ökosystem des mittelpalĂ€olithischen Menschen. Veröffentlichungen des Landesmuseums fĂŒr Vorgeschichte in Halle 62, Halle/Saale 2010, S. 61–374
cite-note-lao-et-al-2009-7473. ↑ Diego J. Álvarez-Lao, Ralf-Dietrich Kahlke, Nuria García und Dick Mol: The Padul mammoth finds — On the southernmost record of Mammuthus primigenius in Europe and its southern spread during the Late Pleistocene. Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 278, 2009, S. 57–70
cite-note-kahlke-2015-7574. ↑ Ralf-Dietrich Kahlke: The maximum geographic extension of Late Pleistocene Mammuthus primigenius (Proboscidea, Mammalia) and its limiting factors. Quaternary International 379, 2015, S. 147–154
cite-note-puzachenko-et-al-2017-7675. ↑ A. Yu. Puzachenko, A. K. Markova, P. A. Kosintsev, T. van Kolfschoten, J. van der Plicht, T. V. Kuznetsova, A. N. Tikhonov, D. V. Ponomarev, M. Kuitems und O. P. Bachura: The Eurasian mammoth distribution during the second half of the Late Pleistocene and the Holocene: Regional aspects. Quaternary International 445, 2017, S. 71–88
cite-note-gravett-et-al-2017-7776. ↑ Nadine Gravett, Adhil Bhagwandin, Robert Sutcliffe, Kelly Landen, Michael J. Chase, Oleg I. Lyamin, Jerome M. Siegel und Paul R. Manger: Inactivity/sleep in two wild free-roaming African elephant matriarchs – Does large body size make elephants the shortest mammalian sleepers? PLoS ONE 12 (3), 2017, S. e0171903, doi:10.1371/journal.pone.0171903
cite-note-hutchinson-et-al-2003-7877. ↑ John R. Hutchinson, Dan Famini, Richard Lair und Rodger Kram: Are fast-moving elephants really running? Nature 422, 2003, S. 493–494
cite-note-hutchinson-et-al-2006-7978. ↑ John R. Hutchinson, Delf Schwerda, Daniel J. Famini, Robert H. I. Dale, Martin S. Fischer und Rodger Kram: The locomotor kinematics of Asian and African elephants: changes with speed and size. The Journal of Experimental Biology 209, 2006, S. 3812–3827, doi:10.1242/jeb.02443
cite-note-genin-et-al-2010-8079. ↑ J. J. Genin, P. A. Willems, G. A. Cavagna, R. Lair und N. C. Heglund: Biomechanics of locomotion in Asian elephants. The Journal of Experimental Biology 213, 2010, S. 694–706, doi:10.1242/jeb.035436
cite-note-ren-et-al-2010-8180. ↑ Lei Ren, Charlotte E. Miller, Richard Lair und John R. Hutchinson: Integration of biomechanical compliance, leverage, and power in elephant limbs. PNAS 107 (15), 2010, S. 7078–7082
cite-note-johnson-1980-8281. ↑ Donald Lee Johnson: Problems in the Land Vertebrate Zoogeography of Certain Islands and the Swimming Powers of Elephants. Journal of Biogeography 7 (4), 1980, S. 383–398
cite-note-bradshaw-et-al-2005-8382. ↑ G. A. Bradshaw, Allan N. Schore, Janine L. Brown, Joyce H. Poole und Cynthia J. Moss: Elephant breakdown. Nature 433 (7028), 2005, S. 807, doi:10.1038/433807a
cite-note-silva-et-al-2012-8483. ↑ Shermin de Silva und George Wittemyer: A Comparison of Social Organization in Asian Elephants and African Savannah Elephants. International Journal of Primatology 33 (5), 2012, S. 1125–1141
cite-note-rasmussen-et-al-1998-8584. ↑ L. E. L. Rasmussen und B. A. Schulte: Chemical signals in the reproduction of Asian (Elephas maximus) and African (Loxodonta africana) elephants. Animal Reproduction Science 53, 1998, S. 19–34
cite-note-bates-et-al-2008-8685. ↑ Lucy A. Bates, Katito N. Sayialel, Norah W. Njiraini, Joyce H. Poole, Cynthia J. Moss und Richard W. Byrne: African elephants have expectations about the locations of out-of-sight family members. Biology Letters 4, 2008, S. 34–36
cite-note-polla-et-al-2008-8786. ↑ Emily J. Polla, Cyril C. Grueter und Carolynn L. Smith: Asian Elephants (Elephas maximus) Discriminate Between Familiar and Unfamiliar Human Visual and Olfactory Cues. Animal Behavior and Cognition 5 (3), 2008, S. 279–291
cite-note-pardo-et-al-2024-8887. ↑ Michael A. Pardo, Kurt Fristrup, David S. Lolchuragi, Joyce H. Poole, Petter Granli, Cynthia Moss, Iain Douglas-Hamilton und George Wittemyer: African elephants address one another with individually specific name-like calls. Nature Ecology & Evolutio 8, 2024, S. 1353–1364, doi:10.1038/s41559-024-02420-w
cite-note-nair-et-al-2009-8988. ↑ Smita Nair, Rohini, Chandra Sekhar Seelamantula und Raman Sukumar: Vocalizations of wild Asian elephants (Elephas maximus): Structural classification and social context. Journal of the Acoustic Society of America 126, 2009, S. 2768–2778
cite-note-stoeger-et-al-2012b-9089. ↑ Angela S. Stoeger, Gunnar Heilmann, Matthias Zeppelzauer, Andre Ganswindt, Sean Hensman und Benjamin D. Charlton: Visualizing sound emission of elephant vocalizations: evidence for two rumble production types. PLoS ONE 7 (11), 2012, S. e48907, doi:10.1371/journal.pone.0048907
cite-note-stoeger-et-al-2014-9190. ↑ Angela S. Stoeger und Shermin de Silva: African and Asian Elephant Vocal Communication: A Cross-Species Comparison. In: G. Witzany (Hrsg.): Biocommunication of Animals. Springer Science & Media Press, 2014, S. 21–39
cite-note-pardo-et-al-2019-9291. ↑ Michael A. Pardo, Joyce H. Poole, Angela S. Stoeger, Peter H. Wrege, Caitlin E. O’Connell-Rodwell, Udaha Kapugedara Padmalal und Shermin de Silva: Differences in combinatorial calls among the 3 elephant species cannot be explained by phylogeny. Behavioral Ecology 30 (3), 2019, S. 809–820, doi:10.1093/beheco/arz018
cite-note-poole-et-al-2005-9392. ↑ Joyce H. Poole, Peter L. Tyack, Angela S. Stoeger-Horwath und Stephanie Watwood: Elephants are capable of vocal learning. Nature 434, 2005, S. 455–456
cite-note-stoeger-et-al-2012-9493. ↑ Angela S. Stoeger, Daniel Mietchen, Sukhun Oh, Shermin de Silva, Christian T. Herbst, Soowhan Kwon und W. Tecumseh Fitch: An Asian Elephant Imitates Human Speech. Current Biology 22, 2012, S. 2144–2148
cite-note-comb-et-al-2014-9594. ↑ Karen McComb, Graeme Shannon, Katito N. Sayialei und Cynthia Moss: Elephants can determine ethnicity, gender, and age from acoustic cues in Human voices. PNAS 111 (14), 2014, S. 5433–5438
cite-note-plotnik-et-al-2006-9695. ↑ Joshua M. Plotnik, Frans B. de Waal und Diana Reiss: Self-recognition in an Asian elephant. PNAS 103 (45), 2006, S. 17053–17057, doi:10.1073/pnas.0608062103
cite-note-plotnik-et-al-2010-9796. ↑ Joshua M. Plotnik, Frans B. de Waal, Donald Moore III. und Diana Reiss: Self-recognition in the Asian elephant and future directions for cognitive research with elephants in zoological settings. Zoo Biology 29, (2), 2010, S. 179–191, doi:10.1002/zoo.20257
cite-note-perdue-et-al-2012-9897. ↑ Bonnie M. Perdue, Catherine F. Talbot, Adam M. Stone und Michael J. Beran: Putting the elephant back in the herd: elephant relative quantity judgments match those of other species. Animal Cognition 15, 2012, S. 955–961, doi:10.1007/s10071-012-0521-y
cite-note-irie-et-al-2012-9998. ↑ Naoko Irie und Toshikazu Hasegawa: Summation by Asian Elephants (Elephas maximus). Behavioral Sciences 2, 2012, S. 50–56, doi:10.3390/bs2020050
cite-note-irie-et-al-2019-10099. ↑ Naoko Irie, Mariko Hiraiwa-Hasegawa und Nobuyuki Kutsukake: Unique numerical competence of Asian elephants on the relative numerosity judgment task. Journal of Ethology 37 (1), 2019, S. 111–115, doi:10.1007/s10164-018-0563-y
cite-note-comb-et-al-2000-101100. ↑ Karen McComb, Cynthia Moss, Soila Sayialel und Lucy Baker: Unusually extensive networks of vocal recognition in African elephants. Animal Behaviour 59, 2000, S. 1103–1109
cite-note-mizuno-et-al-2016-102101. ↑ Kaori Mizuno, Naoko Irie, Mariko Hiraiwa-Hasegawa und Nobuyuki Kutsukake: Asian elephants acquire inaccessible food by blowing. Animal Cognition 19 (1), 2016, S. 215–222; doi:10.1007/s10071-015-0929-2
cite-note-comb-et-al-2006-103102. ↑ Karen McComb, Lucy Baker und Cynthia Moss: African elephants show high levels of interest in the skulls and ivory of their own species. Biology Letters 2, 2006, S. 26–28
cite-note-hamilton-et-al-2006-104103. ↑ Iain Douglas-Hamilton, Shivani Bhalla, George Wittemyer und Fritz Vollrath: Behavioural reactions of elephants towards a dying and deceased matriarch. Applied Animal Behaviour Science 100, 2006, S. 87–102
cite-note-nissani-2008-105104. ↑ Moti Nissani: Elephant Cognition: A Review of Recent Experiments. Gajah 28, 2008, S. 44–52
cite-note-goldenberg-et-al-2020-106105. ↑ Shifra Z. Goldenberg und George Wittemyer: Elephant behavior toward the dead: A review and insights from field observations. Primates 61 (1), 2020, S. 119–128, doi:10.1007/s10329-019-00766-5
cite-note-baskaran-et-al-2010-107106. ↑ Nagarajan Baskaran, M. Balasubramanian, S. Swaminathan und Andajaya Desai: Feeding ecology of the Asian elephant Elephas maximus in the Nilgiri Biosphere Reserve, Southern India. Journal of the Bombay Natural History Society, 107 (1), 2010, S. 3–13
cite-note-vancuylenberg-1977-108107. ↑ B. W. B. Vancuylenberg: Feeding behaviour of the Asiatic elephant in South-East Sri Lanka in relation to conservation. Biological Conservation 12, 1977, S. 33–55
cite-note-hoven-et-al-1981-109108. ↑ W. van Hoven, R. A. Prins und A. Lankhorst: Fermentative digestion in the African elephant. South African Journal of Wildlife Research 11 (3), 1981, S. 78–86
cite-note-hoven-et-al-1985-110109. ↑ W. van Hoven und E. A. Boomker: Digestion. In: R. J. Hudson und R. G. White, R.G. (Hrsg.): Bioenergetics of Wild Herbivores. CRC Press, Boca Raton 1985, S. 103–120
cite-note-geel-et-al-2008-111110. ↑ Bas van Geel, AndrĂ© Aptroot, Claudia Baittinger, Hilary H. Birks, Ian D. Bull, Hugh B. Cross, Richard B. Evershed, Barbara Gravendeel, Erwin J. O. Kompanje, Peter Kuperus, Dick Mol, Klaas G. J. Nierop, Jan Peter Pals, Alexei N. Tikhonov, Guido van Reenen und Peter H. van Tienderen: The ecological implications of a Yakutian mammoth’s last meal. Quaternary Research 69, 2008, S. 361–376
cite-note-houston-et-al-2001-112111. ↑ D. C. Houston, J. D. Gilardi und A. J. Hall: Soil consumption by elephants might help to minimize the toxic effect of plant secondary compounds in forest browse. Mammal Review 31 (3/4), 2001, S. 249–254
cite-note-jainudeen-et-al-1972-113112. ↑ M. R. Jainudeen, C. B. Katongole und R. V. Short: Plasma testosterone levels in relation to musth and sexual activity in the male Asian elephant (Elephas maximus). Journal of Reproduction and Fertility 29, 1972, S. 99–103
cite-note-poole-et-al-1981-114113. ↑ Joyce H. Poole und Cynthia J. Moss: Musth in the African elephant, Loxodonta africana. Nature 292, 1981, S. 830–831
cite-note-rasmussen-et-al-1996-115114. ↑ L. E. L. Rasmussen, Anthony J. Hall-Martin and David L. Hess: Chemical profiles of male African elephants, Loxodonta africana: Physiological and ecological implications. Journal of Mammalogy 77 (2), 1996, S. 422–439
cite-note-der-tiger-117115. ↑ Vratislav Mazak: Der Tiger. Nachdruck der 3. Auflage von 1983. Westarp Wissenschaften Hohenwarsleben, 2004, ISBN 3-89432-759-6
cite-note-loveridge-et-al-2006-118116. ↑ A. J. Loveridge, J. E. Hunt, F. Murindagomo und D. W. Macdonald: Influence of drought on predation of elephant (Loxodonta africana) calves by lions (Panthera leo) in an African wooded savannah. Journal of Zoology 270 (3), 2006, S. 523–530
cite-note-power-et-al-2009-119117. ↑ R. John Power und R. X. Shem Compion: Lion Predation on Elephants in the Savuti, Chobe National Park, Botswana. African Zoology 44 (1), 2009, S. 36–44
cite-note-anton-et-al-2005-120118. ↑ Mauricio Anton, Angel Galobart und Alan Turner: Co-existence of scimitar-toothed cats, lions and hominins in the European Pleistocene. Implications of the post-cranial anatomy of Homotherium latidens (Owen) for comparative palaeoecology. Quaternary Science Reviews 24, 2005, S. 1287–1301
cite-note-arceiz-et-al-2011-121119. ↑ Ahimsa Campos-Arceiz und Steve Blake: Megagardeners of the forest – the role of elephants in seed dispersal. Acta Oecologia 37, 2011, S. 542–553
cite-note-pringle-2008-122120. ↑ Robert M. Pringle: Elephants as agents of habitat creation for small vertebrates at the patch scale. Ecology 89 (1), 2008, S. 26–33
cite-note-hawthorne-et-al-2000-123121. ↑ William D. Hawthorne und Marc P. E. Parren: How important are forest elephants to the survival of woody plant species in Upper Guinean forests? Journal of Tropical Ecology 16, 2000, S. 133–150.
cite-note-chapman-et-al-1992-124122. ↑ Lauren J. Chapman, Colin A. Chapman und Richard W. Wrangham: Balanites wilsoniana – elephant dependent dispersal? Journal of Tropical Ecology 8, 1992, S. 275–283
cite-note-arceiz-2009-125123. ↑ Ahimsa Campos-Arceiz: Shit happens (to be useful)! Use of elephant dung as habitat by amphibians. Biotropica 41, 2009, S. 406–407
cite-note-platt-et-al-2018-126124. ↑ Steven G. Platt, David P. Bickford, Myo Min Win und Thomas R. Rainwater: Water-filled Asian elephant tracks serve as breeding sites for anurans in Myanmar. Mammalia 83 (3) 2019, S. 287–289, doi:10.1515/mammalia-2017-0174
cite-note-cozzuol-et-al-2012-1271. Mario A. Cozzuol, Dimila MothĂ© und Leonardo S. Avilla: A critical appraisal of the phylogenetic proposals for the South American Gomphotheriidae (Proboscidea: Mammalia). Quaternary International 255, 2012, S. 36–41
cite-note-springer-et-al-2003-128126. ↑ Mark S. Springer, William J. Murphy, Eduardo Eizirik und Stephen J. O’Brian: Placental mammal diversification and the Cretaceous-Tertiary boundary. PNAS 100 (3), 2003, S. 1056–1061
cite-note-meredith-et-al-2011-129127. ↑ Robert W. Meredith, Jan E. Janečka, John Gatesy, Oliver A. Ryder, Colleen A. Fisher, Emma C. Teeling, Alisha Goodbla, Eduardo Eizirik, Taiz L. L. Simão, Tanja Stadler, Daniel L. Rabosky, Rodney L. Honeycutt, John J. Flynn, Colleen M. Ingram, Cynthia Steiner, Tiffani L. Williams, Terence J. Robinson, Angela Burk-Herrick, Michael Westerman, Nadia A. Ayoub, Mark S. Springer und William J. Murphy: Impacts of the Cretaceous Terrestrial Revolution and KPg Extinction on Mammal Diversification. Science 334, 2011, S. 521–524
cite-note-kuntner-et-al-2011-130128. ↑ Matjaz Kuntner, Laura J. May-Collado und Ingi Agnarsson: Phylogeny and conservation priorities of afrotherian mammals (Afrotheria, Mammalia). Zoologica Scripta 40 (1), 2011, S. 1–15
cite-note-leary-et-al-2013-131129. ↑ Maureen A. O’Leary, Jonathan I. Bloch, John J. Flynn, Timothy J. Gaudin, Andres Giallombardo, Norberto P. Giannini, Suzann L. Goldberg, Brian P. Kraatz, Zhe-Xi Luo, Jin Meng, Xijun Ni, Michael J. Novacek, Fernando A. Perini, Zachary S. Randall, Guillermo W. Rougier, Eric J. Sargis, Mary T. Silcox, Nancy B. Simmons, Michelle Spaulding, PaĂșl M. Velazco, Marcelo Weksler, John R. Wible und Andrea L. Cirranello: The Placental Mammal Ancestor and the Post–K-Pg Radiation of Placentals. Science 339, 2013, S. 662–667
cite-note-springer-et-al-2015-132130. ↑ Mark S. Springer, Anthony V. Signore, Johanna L.A. Paijmans, Jorge Velez-Juarbe, Daryl P. Domning, Cameron E. Bauer, Kai He, Lorelei Crerar, Paula F. Campos, William J. Murphy, Robert W. Meredith, John Gatesy, Eske Willerslev, Ross D. E. MacPhee, Michael Hofreiter und Kevin L. Campbell: Interordinal gene capture, the phylogenetic position of Steller’s sea cow based on molecular and morphological data, and the macroevolutionary history of Sirenia. Molecular Phylogenetics and Evolution 91, 2015, S. 178–193
cite-note-made-2010-133131. ↑ Jan van der Made: The evolution of the elephants and their relatives in the context of a changing climate and geography. In: Harald Meller (Hrsg.): Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa. Halle/Saale 2010, S. 340–360
cite-note-meyer-et-al-2017-1342. Matthias Meyer, Eleftheria Palkopoulou, Sina Baleka, Mathias Stiller, Kirsty E. H. Penkman, Kurt W. Alt, Yasuko Ishida, Dietrich Mania, Swapan Mallick, Tom Meijer, Harald Meller, Sarah Nagel, Birgit Nickel, Sven Ostritz, Nadin Rohland, Karol Schauer, Tim SchĂŒler, Alfred L Roca, David Reich, Beth Shapiro und Michael Hofreiter: Palaeogenomes of Eurasian straight-tusked elephants challenge the current view of elephant evolution. eLife 6, 2017, S. e25413, doi:10.7554/eLife.25413
cite-note-sanders-2004-135133. ↑ William Sanders: Taxonomic and systematic review of Elephantidae based on Late Miocene-Early Pliocene fossil evidence from Afro-Arabia. Journal of Vertebrater Paleontology 24 (3 suppl.), 2004, S. 109A
cite-note-sanders-et-al-2010-136134. ↑ William J. Sanders, Emmanuel Gheerbrant, John M. Harris, Haruo Saegusa und Cyrille Delmer: Proboscidea. In: Lars Werdelin und William Joseph Sanders (Hrsg.): Cenozoic Mammals of Africa. University of California Press, Berkeley, London, New York, 2010, S. 161–251 (S. 223–234)
cite-note-rohland-et-al-2007-137135. ↑ Nadin Rohland, Anna-Sapfo Malaspinas, Joshua L. Pollack, Montgomery Slatkin, Paul Matheus und Michael Hofreiter: Proboscidean Mitogenomics: Chronology and Mode of Elephant Evolution Using Mastodon as Outgroup. PLoS Biology 5 (8), 2007, S. e207, doi:10.1371/journal.pbio.0050207
cite-note-rohland-et-al-2010-138136. ↑ Nadin Rohland, David Reich, Swapan Mallick, Matthias Meyer, Richard E. Green, Nicholas J. Georgiadis, Alfred L. Roca und Michael Hofreiter: Genomic DNA Sequences from Mastodon and Woolly Mammoth Reveal Deep Speciation of Forest and Savanna Elephants. PLoS Biology 8 (12), 2010, S. e1000564, doi:10.1371/journal.pbio.1000564
cite-note-shoshani-et-al-2005-139137. ↑ Jeheskel Shoshani und Pascal Tassy. Advances in proboscidean taxonomy & classification, anatomy & physiology, and ecology & behavior. Quaternary International 126–128, 2005, S. 5–20
cite-note-debruyne-2005-140138. ↑ RĂ©gis Debruyne: A case study of apparent conflict between molecular phylogenies: the interrelationships of African elephants. Cladistics 21, 2005, S. 31–50
cite-note-murata-et-al-2009-141139. ↑ Yumie Murata, Takahiro Yonezawa, Ichiro Kihara, Toshihide Kashiwamura, Yuji Sugihara, Masato Nikaidoa, Norihiro Okada, Hideki Endo und Masami Hasegawa: Chronology of the extant African elephant species and case study of the species identification of the small African elephant with the molecular phylogenetic method. Gene 441, 2009, S. 176–186
cite-note-mondol-et-al-2015-142140. ↑ Samrat Mondol, Ida Moltke, John Hart, Michael Keigwin, Lisa Brown, Matthew Stephens und Samuel K. Wasser: New evidence for hybrid zones of forest and savanna elephants in Central and West Africa. Molecular Ecology 24, 2015, S. 6134–6147
cite-note-fickel-et-al-2007-143141. ↑ Joerns Fickel, Dietmar Lieckfeldt, Parntep Ratanakorn und Christian Pitra: Distribution of haplotypes and microsatellite alleles among Asian elephants (Elephas maximus) in Thailand. European Journal of Wildlife Research 53, 2007, S. 298–303
cite-note-enk-et-al-2011-144142. ↑ Jacob Enk, Alison Devault, Regis Debruyne, Christine E. King, Todd Treangen, Dennis O’Rourke, Steven L. Salzberg, Daniel Fisher, Ross MacPhee und Hendrik Poinar: Complete Columbian mammoth mitogenome suggests interbreeding with woolly mammoths. Genome Biology 12, 2011, S. R51 (S. 1–29) ([4])
cite-note-enk-et-al-2016-145143. ↑ Jacob Enk, Alison Devault, Christopher Widga, Jeffrey Saunders, Paul Szpak, John Southon, Jean-Marie Rouillard, Beth Shapiro, G. Brian Golding, Grant Zazula, Duane Froese, Daniel C. Fisher, Ross D. E. MacPhee und HendrikPoinar: Mammuthus Population Dynamics in Late Pleistocene North America: Divergence, Phylogeography, and Introgression. Frontiers in Ecology and Evolution 4, 2016, S. 42, doi:10.3389/fevo.2016.00042
cite-note-chang-et-al-2017-146144. ↑ Dan Chang, Michael Knapp, Jacob Enk, Sebastian Lippold, Martin Kircher, Adrian Lister, Ross D. E. MacPhee, Christopher Widga, Paul Czechowski, Robert Sommer, Emily Hodges, Nikolaus StĂŒmpel, Ian Barnes, Love DalĂ©n, Anatoly Derevianko, Mietje GermonprĂ©, Alexandra Hillebrand-Voiculescu, Silviu Constantin, Tatyana Kuznetsova, Dick Mol, Thomas Rathgeber, Wilfried Rosendahl, Alexey N. Tikhonov, Eske Willerslev, Greg Hannon, Carles Lalueza-Fox, Ulrich Joger, Hendrik Poinar, Michael Hofreiter und Beth Shapiro: The evolutionary and phylogeographic history of woolly mammoths: a comprehensive mitogenomic analysis. Scientific Reports 7, 2017, S. 44585, doi:10.1038/srep44585
cite-note-palkopoulou-et-al-2018-147145. ↑ Eleftheria Palkopoulou, Mark Lipson, Swapan Mallick, Svend Nielsen, Nadin Rohland, Sina Baleka, Emil Karpinski, Atma M. Ivancevic, Thu-Hien To, R. Daniel Kortschak, Joy M. Raison, Zhipeng Qu, Tat-Jun Chin, Kurt W. Alt, Stefan Claesson, Love DalĂ©n, Ross D. E. MacPhee, Harald Meller, Alfred L. Roca, Oliver A. Ryder, David Heiman, Sarah Young, Matthew Breen, Christina Williams, Bronwen L. Aken, Magali Ruffier, Elinor Karlsson, Jeremy Johnson, Federica Di Palma, Jessica Alfoldi, David L. Adelson, Thomas Mailund, Kasper Munch, Kerstin Lindblad-Toh, Michael Hofreiter, Hendrik Poinar und David Reich: A comprehensive genomic history of extinct and living elephants. PNAS 115 (11), 2018, S. E2566–E2574, doi:10.1073/pnas.1720554115
cite-note-howard-1979-148146. ↑ A. L. Howard: „Motty“ – birth of an African/Asian elephant at Chester Zoo. Elephant 1 (3), 1979, S. 36–41 ([5])
cite-note-jerold-et-al-1996-149147. ↑ Jerold M. Lowenstein und Jeheskel Shoshani: Proboscidean relationships based on immunological data. In: Jeheskel Shoshani und Pascal Tassy (Hrsg.): The Proboscidea. Evolution and palaeoecology of elephants and their relatives. Oxford University Press, Oxford/New York/Tokio, 1996, S. 49–54
cite-note-gheerbrant-etal-2009-150148. ↑ Emmanuel Gheerbrant: Paleocene emergence of elephant relatives and the rapid radiation of African ungulates. PNAS 106 (26), 2009, S. 10717–10721, doi:10.1073/pnas.0900251106
cite-note-ferretti-et-al-2003-151149. ↑ Marco .P. Ferretti, Lorenzo Rook und Danilo Torre: Stegotetrabelodon (Proboscidea, Elephantidae) from the Late Miocene of Southern Italy. Journal of Vertebrate Paleontology 23 (3), 2003, S. 659–666
cite-note-ferretti-etal-2017-152150. ↑ Marco Peter Ferretti, Lorenzo Rook, Giuseppe Carone und Antonella Cinzia Marra: New finds of Stegotetrabelodon syrticus from the Late Miocene of Cessaniti, southern Italy. Bolletino della Società Paleontologica Italiana 56 (1), 2017, S. 89–92
cite-note-maglio-1970-153151. ↑ Vincent J. Maglio: Four new species of Elephantidae from the Plio-Pleistocene of northwestern Kenya. Breviora 341, 1970, S. 1–43
cite-note-mackaye-et-al-2008-154152. ↑ Hassane TaĂŻsso Mackaye, Yves Coppens, Patrick Vignaud, Fabrice Lihoreau und Michel Brunet: De nouveaux restes de Primelephas dans le Mio-PliocĂšne du Nord du Tchad et rĂ©vision du genre Primelephas. Comptes Rendus Palevol 7, 2008, S. 227–236
cite-note-sanders-2007-155153. ↑ William J. Sanders: Taxonomic review of fossil Proboscidea (Mammalia) from Langebaanweg, South Africa. Transactions of the Royal Society of South Africa 62 (1), 2007, S. 1–16
cite-note-mackaye-et-al-2005-156154. ↑ Hassane Taïsso Mackaye, Michel Brunet und Pascal Tassy: Selenetherium kolleensis nov. gen. nov. sp.: un nouveau Proboscidea (Mammalia) dans le Pliocùne tchadien. Geobios 38, 2005, S. 765–777
cite-note-larramendi-et-al-2020-157155. ↑ Asier Larramendi, Hanweng Zhang, Maria Rita Palombo und Marco P. Ferretti: The evolution of Palaeoloxodon skull structure: Disentangling phylogentic, sexually dimorphic, ontogenetic, and allometric morphological signals. Quaternary Science Review 229, 2020, S. 106090, doi:10.1016/j.quascirev.2019.106090
cite-note-manthi-et-al-2019-158156. ↑ Fredrick Kyalo Manthi, William J. Sanders, J. Michael Plavcan, Thure E. Cerling und Francis H. Brown: Late Middle Pleistocene Elephants from Natodomeri, Kenya and the Disappearance of Elephas (Proboscidea, Mammalia) in Africa. Journal of Mammalian Evolution, 2019, doi:10.1007/s10914-019-09474-9
cite-note-marano-et-al-2013-159157. ↑ Federica Marano und Maria Rita Palombo: Population structure in straight-tusked elephants: a case study from Neumark Nord 1 (late Middle Pleistocene?, Sachsen-Anhalt, Germany). Bollettino della Società Paleontologica Italiana 52 (3), 2013, S. 207–218
cite-note-grube-2010-160158. ↑ RenĂ© Grube: Pflanzliche Nahrungsreste der fossilen Elefanten und Nashörner aus dem Interglazial von Neumark-Nord. In: Jan Michal Burdukiewicz, Lutz Fiedler, Wolf-Dieter Heinrich, Antje Justus und Enrico BrĂŒhl (Hrsg.): ErkenntnisjĂ€ger. Festschrift fĂŒr Dietrich Mania. Veröffentlichungen des Landesmuseums fĂŒr Vorgeschichte in Halle 57 Halle/Saale 2003, S. 221–236
cite-note-palombo-2010-161159. ↑ Maria Rita Palombo: Elephants in miniature. In: Harald Meller (Hrsg.): Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa. Halle/Saale 2010, S. 275–295
cite-note-lister-et-al-2005-162160. ↑ Adrian M. Lister, Andrei V. Sher, Hans van Essen und Guangbiao Wei: The pattern and process of mammoth evolution in Eurasia. Quaternary International 126–128, 2005, S. 49–64
cite-note-lister-et-al-2003-163161. ↑ Adrian M. Lister und Hans van Essen: Mammthus rumanus (Ștefănescu), the earliest mammoth in Europe. In: A. Petculescu und E. Stiuca. (Hrsg.): Advances in Vertebrate Paleontology „Hen to Panta“. Bukarest 2003, S. 47–52
cite-note-lister-et-al-2015-164162. ↑ Adrian M. Lister und A. V. Sher: Evolution and dispersal of mammoths across the Northern hemisphere Science 350 (626), 2015, S. 805–809
cite-note-roth-1996-165163. ↑ V. Louise Roth: Pleistocene dwarf elephants from the California Islands. In: Jeheskel Shoshani und Pascal Tassy (Hrsg.): The Proboscidea. Evolution and palaeoecology of the Elephants and their relatives. Oxford, New York, Tokyo, 1996, S. 249–253
cite-note-markov-et-al-2008-166164. ↑ Georgi N. Markov und Haruo Saegusa: On the validity of Stegoloxodon Kretzoi, 1950 (Mammalia: Proboscidea). Zootaxa 1861, 2008, S. 55–56
cite-note-stuart-2002-167165. ↑ Anthony J. Stuart, Leopold D. Sulerzhitsky, Lyubov A. Orlova, Yaroslav V. Kuzmin und Adrian M. Lister: The latest woolly mammoths (Mammuthus primigenius Blumenbach) in Europe and Asia: a review of the current evidence. Quaternary Science Reviews 21, 2002, S. 1559–1569
cite-note-kuzmin-168166. ↑ Yaroslav V. Kuzmin: Extinction of the woolly mammoth (Mammuthus primigenius) and woolly rhinoceros (Coelodonta antiquitatis) in Eurasia: Review of chronological and environmental issues. Boreas 39, 2010, S. 247–261
cite-note-lister-1993-169167. ↑ Adrian M. Lister: Mammoths in miniature. Nature 362, 1993, S. 288–289
cite-note-enk-et-al-2009-170168. ↑ J. M. Enk, D. R. Yesner, K. J. Crossen, D. W. Veltre und D. H. O’Rourke: Phylogeographic Analysis of the mid-Holocene Mammoth from Qagnax Cave, St. Paul Island, Alaska. Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology 273 (1–2), 2009, S. 184–190
cite-note-veltre-et-al-2008-171169. ↑ Douglas W. Veltre, David R. Yesner, Kristine J. Crossen, Russell W. Graham und Joan B. Coltrain: Patterns of faunal extinction and paleoclimatic change from mid-Holocene mammoth and polar bear remains, Pribilof Islands, Alaska. Quaternary Res1earch 2008, S. 40–50
cite-note-deviese-et-al-2018-172170. ↑ Thibaut Deviùse, Thomas W. Stafford Jr., Michael R. Waters, Crista Wathen, Daniel Comeskey, Lorena Becerra-Valdivia und Thomas Higham: Increasing accuracy for the radiocarbon dating of sites occupied by the first Americans. Quaternary Science Reviews 198, 2018, S. 171–180
cite-note-agenbroad-et-al-2003-173171. ↑ Larry D. Agenbroad, John R. Johnson, Don Morris und Thomas W. Stafford: Mammoth and humans as Late Pleistocene contemporaries on Santa Rosa island. Sixth California Islands Symposium, December 1-3, 2003, S. 2–7
cite-note-mol-et-al-2007-174172. ↑ Dick Mol, John de Vos und Johannes van der Plicht: The presence and extinction of Elephas antiquus Falconer and Cautley, 1847, in Europe. Quaternary International 169–170, 2007, S. 149–153
cite-note-macdonald-et-al-2012-175173. ↑ G. M. MacDonald, D. W. Beilman, Y. V. Kuzmin, L. A. Orlova, K. V. Kremenetski, B. Shapiro, R. K. Wayne und B. van Valkenburgh: Pattern of extinction of the woolly mammoth in Beringia. Nature Communication 3, 2012, S. 893, doi:10.1038/ncomms1881
cite-note-kluge-et-al-1967-176174. ↑ Friedrich Kluge und Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967, Neudruck („21. unverĂ€nderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 162
cite-note-pape-177175. ↑ Wilhelm Pape und Max Sengebusch (Bearb.): Handwörterbuch der griechischen Sprache. 3. Auflage, 6. Abdruck, Vieweg & Sohn, Braunschweig, 1914 ([6])
cite-note-peris-1994-178176. ↑ Merlin Peris: A note on the etymology of „elephant“. Journal of the Royal Asiatic Society of Sri Lanka NS 38, 1993/1994, S. 163–168
cite-note-linne-1758-179177. ↑ Carl von LinnĂ©: Systema naturae. 10. Auflage, 1758, Band 1, S. 33 ([7])
cite-note-blumenbach-1779-und-1797-180178. ↑ Johann Friedrich Blumenbach: Handbuch der Naturgeschichte. Göttingen, 1779, S. 1–448 (S. 130–133) ([8]) und Handbuch der Naturgeschichte. Göttingen, 1797, S. 1–714 (S. 125) ([9])
cite-note-anonym-1827-181179. ↑ Anonym: Histoire naturelle des mammifĂšres: avec des figures originales, coloriĂ©es, dessinĂ©es d’aprĂšs des animaux vivans; &c. par MM. Geoffroy Saint-Hilaire et F. Cuvier. Livraisons 52de et 53eme. The Zoological Journal 3, 1827, S. 140–142. (biodiversitylibrary.org)
cite-note-cuvier-1825-182180. ↑ FrĂ©deric Cuvier: ElĂ©phant d’Afrique. In: Étienne Geoffroy Saint-Hilaire, FrĂ©deric Cuvier (Hrsg.): Histoire naturelle des mammifĂšres: avec des figures originales, coloriĂ©es, dessinĂ©es d’aprĂšs des animaux vivans. Tome sixiĂšme. Paris 1825. (biodiversitylibrary.org)
cite-note-gray-1821-183181. ↑ John Edward Gray: On the natural arrangement of vertebrose animals. London Medical Repository 15, 1821, S. 297–310 (S. 305) ([10])
cite-note-hilaire-et-al-1795-184182. ↑ Étienne Geoffroy Saint-Hilaire und Georges Cuvier: MĂ©moire sur une nouvelle division des MammifĂšres, et sur les principes qui doivent servir de base dans cette sorte de travail. Magasin Encyclopedique 2, 1795, S. 164–190 (S. 178, 189) ([11])
cite-note-cuvier-1817-185183. ↑ Georges Cuvier: Le regne animal distribue d’apres son organisation pour servir de base a l’histoire naturelle des animaux et d’introduction a l’anatomie comparee. (Band 1) Paris, 1817, S. 1–540 (S. 227–242) ([12])
cite-note-illiger-1811-186184. ↑ Johann Karl Wilhelm Illiger: Prodromus systematis mammalium et avium additis terminis zoographicis utriudque classis. Berlin, 1811, S. 1–301 (S. 96) ([13])
cite-note-blainville-1816-187185. ↑ Henri Marie Ducrotay de Blainville: Prodrome d’une nouvelle distribution systùmatique du rùgne animal. Bulletin des Sciences 3 (3), 1816, S. 105–124 ([14])
cite-note-owen-1848-188186. ↑ Richard Owen: Description of teeth and portions of jaws of two extinct anthrocotherioid quadrupeds (Hyopotamus vectianus and Hyop. bovinus) discovered by the Marchioness of Hastings in the Eocene deposits on the N.W. coast of the Isle of Wight: with an attempt to develope Cuvier’s idea of the classification of pachyderms by the number of their toes. The Quarterly journal of the Geological Society of London 4, 1848, S. 103–141 ([15])
cite-note-simpson-1945-189187. ↑ George Gaylord Simpson: The Principles of Classification and a Classification of Mammals. Bulletin of the American Museum of Natural History 85, 1945, S. 1–350 (S. 243–250)
cite-note-gill-1870-190188. ↑ Theodore Gill: On the relations of the orders of mammals. Proceedings of the American Association for the Advancement of Science, 19th meeting, 1870, S. 267–270 ([16])
cite-note-mckenna-et-al-1997-191189. ↑ Malcolm C. McKenna und Susan K. Bell: Classification of mammals above the species level. Columbia University Press, New York, 1997, S. 1–631 (S. 497–504)
cite-note-jong-et-al-1981-192190. ↑ Wilfried W. de Jong, Anneke Zweers und Morris Goodman: Relationship of aardvark to elephants, hyraxes and sea cows from α-crystallin sequences. Nature 292, 1981, S. 538–540
cite-note-mckenna-1992-193191. ↑ Malcolm C. McKenna: The alpha crystallin A chain of the eye lens and mammalian phylogeny. Annales Zoologice Fennici 28, 1992, S. 349–360
cite-note-springer-et-al-1997-194192. ↑ Mark S. Springer, Gregory C. Cleven, Ole Madsen, Wilfried W. de Jong, Victor G. Waddell, Heather M. Amrine und Michael J. Stanhope: Endemic African mammals shake the phylogenetic tree. Nature 388, 1997, S. 61–64
cite-note-stanhope-et-al-1998-195193. ↑ Michael J. Stanhope, Victor G. Waddell, Ole Madsen, Wilfried de Jong, S. Blair Hedges, Gregory C. Cleven, Diana Kao und Mark S. Springer: Molecular evidence for multiple origins of Insectivora and for a new order of endemic African insectivore mammals. PNAS 95, 1998, S. 9967–9972
cite-note-stanhope-et-al-1998b-196194. ↑ Michael J. Stanhope, Ole Madsen, Victor G. Waddell, Gregory C. Cleven, Wilfried W. de Jong und Mark S. Springer: Highly Congruent Molecular Support for a Diverse Superordinal Clade of Endemic African Mammals. Molecular Phylogenetics and Evolution 9 (3), 1998, S. 501–508
cite-note-aguirre-1969-197195. ↑ Emiliano Aguirre: Evolutionary History of the Elephant. Science 164, 1969, S. 1366–1676
cite-note-beden-1979-198196. ↑ Michel Beden: DonnĂ©es rĂ©centes sur l’évolution des Proboscidiens pendant des Plio-PlĂ©istocĂšne en Afrique Orientale. Bulletin de la SociĂ©tĂ© gĂ©ologique de France 21, 1979, S. 271–276
cite-note-sukumar-2003-199197. ↑ R. Sukumar: The Living Elephants: Evolutionary Ecology, Behaviour, and Conservation. Oxford University Press, 2003, S. 1–477 (S. 298–351)
cite-note-mosquera-et-al-2015-200198. ↑ M. Mosquera, P. SaladiĂ©, A. OllĂ©, I. CĂĄceres, R. Huguet, J. J. VillalaĂ­n, A. Carrancho, D. Bourl, D. BourlĂšs, R. Braucher und J. VallverdĂș: Barranc de la Boella (Catalonia, Spain): an Acheuleanelephant butchering site from the European late Early Pleistocene. Journal of Quaternary Science 30 (7), 2015, S. 651–666
cite-note-blancke-1960-201199. ↑ GĂŒnter Behm-Blancke: Altsteinzeitliche RastplĂ€tze im Travertingebiet von Taubach, Weimar, Ehringsdorf. Alt-ThĂŒringen 4, 1960, S. 1–246 (S. 74–78)
cite-note-aureli-et-al-2012-202200. ↑ Daniele Aureli, Antonio Contardi, Biagio Giaccio, Valerio Modesti, Maria Rita Palombo, Roberto Rozzi, Andrea Sposato und Flavia Trucco: Straight-tusked elephants in the Middle Pleistocene of northern Latium: Preliminary report on the Ficoncella site (Tarquinia, central Italy). Quaternary International 255, 2012, S. 29–35
cite-note-anzidel-et-al-2012-203201. ↑ Anna Paola AnzideI, Grazia Maria Bulgarelli, Paola Catalano, Eugenio Cerilli, Rosalia Gallotti, Cristina Lemorini, Salvatore Milli, Maria Rita Palombo, Walter Pantano und Ernesto Santucci: Ongoing research at the late Middle Pleistocene site of La Polledrara di Cecanibbio (central Italy), with emphasis on humaneelephant relationships. Quaternary International 255, 2012, S. 171–187
cite-note-shackley-1980-204202. ↑ Myra Shackley: An Acheulean industry with Elephas recki fauna from Namib IV, South West Africa (Namibia). Nature 284, 1980, S. 340–341
cite-note-moulle-et-al-2001-205203. ↑ P. E. MoullĂ©, A. Echassoux, Z. Alemseged und E. Desclaux : On the presence of Elephas recki at the Oldowan prehistoric site of Fejej FJ-1 (Ethiopia). In: G. Cavarretta, P. Gioia, M. Mussi und M. R. Palombo (Hrsg.): The World of Elephants – International Congress. Consiglio Nazionale delle Ricerche Rom, 2001, S. 122–125
cite-note-mania-et-al-1990-206204. ↑ Jörg Erfurt und Dietrich Mania: Zur PalĂ€ontologie des jungpleistozĂ€nen Waldelefanten von Gröbern, Kreis GrĂ€fenhainichen. In: Dietrich Mania, Matthias Thomae, Thomas Litt und Thomas Weber (Hrsg.): Neumark – Gröbern. BeitrĂ€ge zur Jagd des mittelpalĂ€olithischen Menschen. Veröffentlichungen des Landesmuseums fĂŒr Vorgeschichte in Halle 43 Berlin, 1990, S. 215–224
cite-note-gaudzinski-et-al-2023-207205. ↑ Sabine Gaudzinski-Windheuser, Lutz Kindler, Katharine MacDonald und Wil Roebroeks: Hunting and processing of straight-tusked elephants 125.000 years ago: Implications for Neanderthal behavior. Science Advances 9, 2023, S. eadd8186, doi:10.1126/sciadv.add8186
cite-note-thieme-et-al-1985-208206. ↑ Hartmut Thieme und Stefan Veil: Neue Untersuchungen zum eemzeitlichen Elefanten-Jagdplatz Lehringen, Ldkr. Verden. Die Kunde 36, 1985, S. 11–58
cite-note-gaudzinski-et-al-2023b-209207. ↑ Sabine Gaudzinski-Windheuser, Lutz Kindler und Wil Roebroeks: Widespread evidence for elephant exploitation by Last Interglacial Neanderthals on the North European plain. PNAS 120 (50), 2023, S. e2309427120, doi:10.1073/pnas.2309427120
cite-note-torre-et-al-2025-210208. ↑ Ignacio de la Torre, Luc Doyon, Alfonso Benito-Calvo, Rafael Mora, Ipyana Mwakyoma, Jackson K. Njau, Renata F. Peters, Angeliki Theodoropoulou und Francesco d’Errico: Systematic bone tool production at 1.5 million years ago. Nature 640, 2025, S. 130–134, doi:10.1038/s41586-025-08652-5
cite-note-mania-et-al-1999-211209. ↑ Dietrich Mania und Ursula Mania: Zur Kultur des Homo erectus von Bilzingsleben. Praehistoria Thuringica 3 1999, S. 27–63
cite-note-dobosi-2001-212210. ↑ Viola T. Dobosi: Ex Proboscideis – Proboscidean remains as raw material at four Palaeolithic sites, Hungary. In: G. Cavarretta, P. Gioia, M. Mussi und M. R. Palombo (Hrsg.): The World of Elephants – International Congress. Consiglio Nazionale delle Ricerche Rom, 2001, S. 429–431
cite-note-agam-et-al-2018-213211. ↑ Aviad Agam und Ran Barkai: Elephant and Mammoth Hunting during the Paleolithic: A Review of the Relevant Archaeological, Ethnographic and Ethno-Historical Records. Quaternary 1 (1), 2018, S. 3, doi:10.3390/quat1010003
cite-note-bosinski-1987-214212. ↑ Gerhard Bosinski: Die große Zeit der EiszeitjĂ€ger. Europa zwischen 40.000 und 10.000 v. Chr. Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz 34, 1987, S. 3–139 (S. 72–85, 100)
cite-note-purdy-et-al-2010-215213. ↑ Barbara A. Purdy, Kevin S. Jones, John J. Mecholsky, Gerald Bourne, Richard C. Hulbert, Jr., Bruce J. MacFadden, Krista L. Church und Michael W. Warren: Earliest Art in the Americas: Incised Image of a Mammoth on a Mineralized Extinct Animal Bone from the Old Vero Site (8-Ir-9), Florida. CongrĂšs de l’IFRAO, septembre 2010 – Symposium : L’art plĂ©istocĂšne dans les AmĂ©riques (PrĂ©-Actes) / IFRAO Congress, September 2010 – Symposium: Pleistocene art of the Americas (Pre-Acts), 2010, S. 3–12
cite-note-lorblanchet-1997-216214. ↑ Michel Lorblanchet: Höhlenmalerei. Ein Handbuch. Sigmaringen, 1997, S. 1–340 (S. 57–61)
cite-note-braun-et-al-2012-217215. ↑ Ingmar M. Braun und Maria Rita Palombo: Mammuthus primigenius in the cave and portable art: An overview with a short account on the elephant fossil record in Southern Europe during the last glacial. Quaternary International 276–277, 2012, S. 61–76
cite-note-clarkson-et-al-2009-218216. ↑ Chris Clarkson, Michael Petraglia, Ravi Korisettar, Michael Haslam, Nicole Boivin, Alison Crowther, Peter Ditchfield, Dorian Fuller, Preston Miracle, Clair Harris, Kate Connell, Hannah James und Jinu Koshy: The oldest and longest enduring microlithic sequence in India: 35 000 years of modern human occupation and change at the Jwalapuram Locality 9 rockshelter. Antiquity 83, 2009, S. 326–348
cite-note-coulson-et-al-2001-219217. ↑ David Coulson und Alec Campbell: Afrikanische Felsenbilder. Malereien und Gravuren auf Stein. Weingarten, 2001, S. 1–256
cite-note-kenoyer-2006-220218. ↑ Jonathan Mark Kenoyer: Indus seals: an overview of iconography and style. Ancient Sindh 9, 2006/2007, S. 7–30
cite-note-gr-ning-et-al-1998-221219. ↑ Karl Gröning und Martin Saller: Der Elefant in Natur und Kulturgeschichte. Könemann, Köln 1998, S. 110–118, 136–161, 184–187
cite-note-sukumar-2016-222220. ↑ Raman Sukumar: The Human–Elephant Relationship through the Ages: A Brief Macro-Scale History. In: Piers Locke und Jane Buckingham (Hrsg.): Conflict, Negotiation, and Coexistence: Rethinking Human–Elephant Relations in South Asia. Oxford, 2016, doi:10.1093/acprof:oso/9780199467228.001.0001
cite-note-hart-et-al-2000-223221. ↑ Lynette Hart und Sundar: Family traditions for Mahouts of Asian elephants. Anthrozoös 13 (1), 2000, S. 34–42
cite-note-cakirlar-et-al-2016-224222. ↑ Canan Çakırlar und Salima Ikram: „When elephants battle, the grass suffers.“ Power, ivory and the Syrian elephant. Levant 48 (2), 2016, S. 167–183
cite-note-becker-1994-225223. ↑ Cornelia Becker: Elfenbein aus den syrischen Steppen? Gedanken zum Vorkommen von Elefanten in Nordostsyrien im SpĂ€tholozĂ€n. In: Mostefa Kokabi, Joachim Wahl (Hrsg.): BeitrĂ€ge zur ArchĂ€ologie und PrĂ€historischen Anthropologie (= Forschungen und Berichte zur Vor- und FrĂŒhgeschichte Baden-WĂŒrttembergs. Band 53). Theiss, Stuttgart 1994, S. 169–181
cite-note-girdland-et-al-2018-226224. ↑ Linus Girdland-Flink, Ebru Albayrak und Adrian M. Lister: Genetic Insight into an Extinct Population of Asian Elephants (Elephas maximus) in the Near East. Open Quaternary 4 (2), 2018, S. 1–9, doi:10.5334/oq.36
cite-note-casson-1993-227225. ↑ Lionel Casson: Ptolemy II and the hunting of African elephants. Transactions of the American Philological Association 123, 1993, S. 247–260
cite-note-brandt-et-al-2013-228226. ↑ Adam L. Brandt, Yohannes Hagos, Yohannes Yacob, Victor A. David, NichoLas J. Georgiadis, Jeheskel Shoshani und Alfred L. Roca: The Elephants of Gash-Barka, Eritrea: Nuclear and Mitochondrial Genetic Patterns. Journal of Heredity 105, 2013, S. 82–90
cite-note-schneider-2016-229227. ↑ Pierre Schneider: Again on the elephants of Raphia: Re-examination of Polybius' factual accuracy and historical method in the light of a DNA survey. Histos 10, 2016, S. 132–148
cite-note-huttner-2013-230228. ↑ Ulrich Huttner: Römische Antike. 2. Auflage, UTB Narr Francke Atempo Verlag, TĂŒbingen, 2013, ISBN 978-3-8252-3919-0
cite-note-murphy-2017-231229. ↑ Kathryn Murphy: Elephants in the Seleucid and Roman armies, 350–150 B.C. University of Auckland, 2017, S. 1–53
cite-note-h-nem-rder-1997-232230. ↑ Christian HĂŒnemörder: Elefant. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, S. 697
cite-note-shelton-1999-233231. ↑ Jo-Ann Shelton: Elephants, Pompey, and the reports of popular displeasure in 55 BC. In: Shannon N. Byrne und Edmund P. Cueva (Hrsg.): Veritatis Amicitiaeque Causa: Essays in Honor of Anna Lydia Motto and John R. Clark. Wauconda, Illinois, 1999, S. 231–271
cite-note-jamsari-et-al-2017-234232. ↑ Ezad Azraai Jamsari, Mohamad Zulfazdlee Abul Hassan Ashari, Mohd. Roslan Mohd. Nor, Adibah Sulaiman, Mohd. Hafiz Safiai, Ibnor Azli Ibrahim und Md. Yazid Ahmad: Akbar (1556–1605) and India unification under the mughals. International Journal of Civil Engineering and Technology 8 (12), 2017, S. 768–781
cite-note-winner-1965-235233. ↑ Matthias Winner: Raffael malt einen Elefanten. Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz 11 (2–3), 1963–1965, S. 71–109
cite-note-m-rtl-2004-236234. ↑ Claudia MĂ€rtl: Von MĂ€usen und Elefanten. Tiere am Papsthof im 15. Jahrhundert. Deutsches Archiv fĂŒr Erforschung des Mittelalters 60 (1), 2004, S. 183–199 ([17])
cite-note-cappellini-et-al-2014-237235. ↑ Enrico Cappellini, Anthea Gentry, Eleftheria Palkopoulou, Yasuko Ishida, David Cram, Anna-Marie Roos, Mick Watson, Ulf S. Johansson, Bo Fernholm, Paolo Agnelli, Fausto Barbagli, D. Tim J. Littlewood, Christian D. Kelstrup, Jesper V. Olsen, Adrian M. Lister, Alfred L. Roca, Love DalĂ©n und M. Thomas P. Gildert: Resolution of the type material of the Asian elephant, Elephas maximus Linnaeus, 1758 (Proboscidea, Elephantidae). Zoological Journal of the Linnean Society 170, 2014, S. 222–232
cite-note-haywood-2011-238236. ↑ Mark Haywood: A brief history of European elephant houses: from London’s imperial stables to Copenhagen’s postmodern glass houses. Paper given at the Non-human in Anthropology Conference hosted by The Charles University in Prague, November 2011
cite-note-kurt-et-al-2001-239237. ↑ Fred Kurt und Marion E. Garai: Bewegungsstereotypien. In: Fred Kurt (Hrsg.): Elefant in Menschenhand. FĂŒrth, 2001, S. 287–302, ISBN 3-930831-45-7
cite-note-dornbusch-2012-240238. ↑ Tobias Dornbusch: Gedanken eines Biologen zur artgerechten Haltung. 2. Teil: Stereotypien. Elefanten in Zoo und Circus 22, 2012, S. 36–37
cite-note-perera-2009-241239. ↑ Oswin Perera: The Human-Elephant Conflict: A Review of Current Status and Mitigation Methods. Gajah 30, 2009, S. 41–52 ([18] )
cite-note-schaffer-et-al-2019-242240. ↑ L. Jen Shaffer, Kapil K. Khadka, Jamon Van Den Hoek und Kusum J. Naithani: Human-Elephant Conflict: A Review of Current Management Strategies and Future Directions. Frontiers in Ecology and Evolution 6, 2019, S. 235, 2019, doi:10.3389/fevo.2018.00235
cite-note-wasser-et-al-2009-243241. ↑ S. Wasser, B. Clark und C. Laurie: The Ivory Trail. Scientific American 301 (1), 2009, S. 68–74
cite-note-king-et-al-2007-244242. ↑ Lucy E. King, Iain Douglas-Hamilton und Fritz Vollrath: African elephants run from the sound of disturbed bees. Current Biology 17 (19), 2007, S. R832–R833, doi:10.1016/j.cub.2007.07.038
cite-note-valenta-et-al-2020-245243. ↑ Kim Valenta, Melissa H. Schmitt, Manfred Ayasse und Omer Nevo: The sensory ecology of fear: African elephants show aversion to olfactory predator signals. Conservation Science and Practice 3 (2), 2021, S. e306, doi:10.1111/csp2.306
cite-note-chase-et-al-2016-246244. ↑ Michael J. Chase, Scott Schlossberg, Curtice R. Griffin, Philippe J. C. BouchĂ©, Sintayehu W. Djene, Paul W. Elkan, Sam Ferreira, Falk Grossman, Edward Mtarima Kohi, Kelly Landen, Patrick Omondi, Alexis Peltier, S. A. Jeanetta Selier und Robert Sutcliffe: Continent-wide survey reveals massive decline in African savannah elephants. PeerJ 4, 2016, S. e2354, doi:10.7717/peerj.2354
cite-note-cites-247245. ↑ CITES: Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora. Text of the Convention. (Article III: Regulation of Trade in Specimens of Species Included in Appendix I.) Signed at Washington, D.C., on 3 March 1973; Amended at Bonn, on 22 June 1979
cite-note-iucn-em-248246. ↑ C. Williams, S. K. Tiwari, V. R. Goswami, S. de Silva, A. Kumar, N. Baskaran, K. Yoganand und V. Menon: Elephas maximus. The IUCN Red List of Threatened Species 2020. e.T7140A12828813 ([19]); zuletzt abgerufen am 26. MĂ€rz 2021
cite-note-iucn-la-249247. ↑ K. S. Gobush, C. T. T. Edwards, D. Balfour, G. Wittemyer, F. Maisels und R. D. Taylor: Loxodonta africana. The IUCN Red List of Threatened Species 2021. e.T181008073A181022663 ([20]); zuletzt abgerufen am 26. MĂ€rz 2021
cite-note-iucn-lc-250248. ↑ K. S. Gobush, C. T. T. Edwards, F. Maisels, G. Wittemyer, D. Balfour und R. D. Taylor: Loxodonta cyclotis. The IUCN Red List of Threatened Species 2021. e.T181007989A181019888 ([21]); zuletzt abgerufen am 26. MĂ€rz 2021

Weblinks

Commons

: Elefanten (Elephantidae)

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Elefant

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Katalog zur Sonderausstellung „Marina und andere Elephanten“ (Phyletisches Museum in Jena; PDF; 2,1 MB)